Starke wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Rekrutierung der besten Köpfe

Innovationen werden massgeblich von der Qualifikation der gesamten Belegschaft mitbestimmt. Das Bildungssystem der Schweiz muss dabei neuen Kompetenzanforderungen Rechnung tragen.

Übersicht Nachwuchsförderung Standortfaktor Hochschulsystem Personenfreizügigkeit und Zugang zu Arbeitskräften aus Drittstaaten

Die Pharmaindustrie beschäftigt überdurchschnittlich viele hochqualifizierte Mitarbeitende. Innovationen sind jedoch nicht nur vom wissenschaftlichen Niveau einzelner Spitzenforscher abhängig, sondern werden massgeblich von der Qualifikation der gesamten Belegschaft und damit auch von den Investitionen in das Schweizer Bildungssystem mitbestimmt.

Im Jahr 2016 haben Bund, Kantone und Gemeinden 37.2 Milliarden Franken für Bildungszwecke ausgegeben. Dieser Betrag entspricht 17,5% der gesamten öffentlichen Ausgaben und 5,6% des Bruttoinlandprodukts der Schweiz. Dies verdeutlicht den Stellenwert, der gut ausgebildeten Fachkräften als unserer wichtigsten Ressource und gleichzeitig als Motor für Wirtschaftswachstum zukommt. Die Schweiz steht punkto Bildungsqualität im internationalen Vergleich gut da, nicht zuletzt dank dem dualen Bildungssystem. Dennoch gibt es Verbesserungspotenzial, denn der technologische Wandel führt zu Unsicherheiten und Herausforderungen bezüglich der künftigen Berufsbilder und die Digitalisierung ist mit einem Wandel der Kompetenzanforderungen verbunden. Die obligatorischen Schulen wie auch die Hochschulen müssen deshalb mehr digitale Fachkompetenzen und interpersonelle Sozialkompetenzen vermitteln. Innerhalb des dualen Bildungssystems braucht es eine Flexibilisierung und Modularisierung der Berufsbildung.

Bildung, Forschung und Innovation (BFI)

Der Politikbereich «Bildung, Forschung und Innovation» (BFI) trägt wesentlich zum Wohle von Individuum, Gesellschaft und Wirtschaft in der Schweiz bei und geniesst deswegen eine hohe Priorität. Auch im Ausland geniesst das schweizerische BFI-System eine breite Anerkennung. Der Bundesrat legt den eidgenössischen Räten alle vier Jahre eine Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation vor. Darin zieht der Bundesrat Bilanz über die laufende Periode und legt die Ziele und Massnahmen der neuen Förderperiode fest.

Im Februar 2020 hat der Bundesrat die Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation (BFI) in den Jahren 2021-2024 ans Parlament verabschiedet. Unter dem Ziel «Die Schweiz bleibt führend in Bildung, Forschung und Innovation und nutzt die Chancen der Digitalisierung» wurden folgende Prioritäten definiert:

  • Berufsbildung: Der Bund unterstützt zusammen mit den Kantonen und der Wirtschaft die Ausbildung von praxisorientierten Fachkräften und fördert innovative Projekte, die die Berufsbildung für den digitalen Wandel und für das lebenslange Lernen fit machen.
  • Weiterbildung: Der Bund fördert gemeinsam mit den Kantonen Angebote insbesondere in den Bereichen Sprache, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Alltagsmathematik.
  • Digitaler Wandel: Die BFI-Politik des Bundes unterstützt in allen Bereichen die Akteure in der Bewältigung und in der Mitgestaltung des digitalen Wandels und unterstützt den Aufbau von «Digital Skills» sowie Forschungskapazitäten in strategischen Bereichen wie KI und Cybersicherheit.
  • Hochschulen: Der Bund beauftragt die Institutionen des ETH-Bereichs, dank Exzellenz in Lehre und Forschung sowie durch Wissenstransfer eine tragende Rolle als Innovationsmotoren zu spielen.
  • Förderung von Forschung und Innovation: Der Bund finanziert mit dem Schweizerischen Nationalfonds (SNF) und der Innosuisse effiziente, dem Wettbewerb verpflichtete Förderagenturen.

Die BFI-Politik trägt in allen Bereichen zu einer nachhaltigen Entwicklung und zur Chancengerechtigkeit bei. Damit leistet sie auch einen Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 und unterstützt damit die Erarbeitung der Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030.

Eine hohe Bedeutung für das BFI-System hat das partnerschaftliche Zusammenwirken von öffentlicher Hand und Privatwirtschaft (PPP). Die duale Berufsbildung etwa hängt wesentlich von der Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen und deren teilweise bedeutender Kostenbeteiligung ab. Weitere Anwendungen von PPP ergeben sich im Hochschul- und Forschungsbereich sowie bei der Nachwuchsförderung.

Personenfreizügigkeit und Zugang zu Arbeitskräften aus Drittstaaten

Der flexible Arbeitsmarkt ist eine Stärke der Schweiz, nicht aber der Zugang zu ausländischen Fach- und Spitzenkräften. Die Sicherstellung der Personenfreizügigkeit gehört deshalb zu den zentralen Forderungen für die kommenden Jahre.

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Interpharma ist der Verband der forschenden pharmazeutischen Firmen der Schweiz und wurde 1933 als Verein mit Sitz in Basel gegründet.

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