Sterblichkeit bei Krebs nimmt ab - Interpharma

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28. Dezember 2021

Sterblichkeit bei Krebs nimmt ab

In der Schweiz werden im Durchschnitt jährlich über 40’000 Neuerkrankungen mit Krebs diagnostiziert – Tendenz steigend. Obwohl die Neuerkrankungen aufgrund von demografischen Entwicklungen zunehmen, ist das Sterberisiko stabil oder gar rückläufig. Das zeigt einmal mehr, welche Fortschritte in der medizinischen Behandlung, Prävention, aber auch in der Forschung gelungen sind. Das ist nicht selbstverständlich.

Laut den Zahlen des dritten Schweizerischen Krebsberichts nehmen in der Schweiz die Neuerkrankungen an Krebs zu. Das hängt mit der demografischen Entwicklung der Bevölkerung zusammen, insbesondere mit der steigenden Anzahl älterer Menschen. Mit zunehmendem Alter nimmt gleichzeitig auch das Risiko zu, an Krebs zu erkranken. Die altersstandardisierten Raten, die im Gegensatz zu den Fallzahlen nicht dem Einfluss demografischer Entwicklungen unterliegen, haben sich in den letzten Jahren insgesamt kaum verändert. Die Neuerkrankungsrate ist hingegen bei den Frauen seit 2007 nahezu unverändert, während bei den Männern im selben Zeitraum ein leichter Rückgang beobachtet werden konnte.

Krebs ist damit nach Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems die zweithäufigste Todesursache. Allerdings ging die Sterblichkeit zwischen 1988-2017 stark zurück – bei Frauen um 28%, bei Männern um 39%. Das ist erfreulich und zeigt: Auch dank hartnäckiger Forschung der Pharma-Unternehmen kann Krebspatienten heute besser geholfen werden. Das ist insbesondere für die betroffenen Patientinnen und Patienten und ihre Familien eine höchst bedeutende und ermutigende Entwicklung.

Geringeres Sterberisiko dank Forschung

Dank neuen und innovativen Behandlungsmethoden kam es in den vergangenen Jahrzehnten zu einer grossen Verbesserung bei der Behandlung von Krebs. Im Zeitraum von 2013 bis 2017 beträgt die 5-Jahres-Überlebensrate über alle Krebsarten hinweg betrachtet für Männer 64% und für Frauen 67%. Gegenüber dem Zeitraum von 2003 bis 2007 ist dies bei Männern und bei Frauen ein Anstieg um jeweils 3 Prozentpunkte. Bei Kindern liegt die 5-Jahres-Überlebensrate mittlerweile sogar bei über 85%. Heute können bereits 50% aller Krebserkrankungen behandelt werden. Beim Brust- und Darmkrebs sind die Sterblichkeitsraten jeweils um rund 50% gesunken. Damit das aber auch in Zukunft so weiter geht, braucht es weiterhin intensive Forschung – und damit verbunden hohe Investitionen.

Krebsforschung: Abbruchquote von 95%

Die Entwicklung neuer Medikamente und Therapien ist ein riskantes Unterfangen und mit einem hohen Ausfallrisiko verbunden. Im Durchschnitt kostet die Entwicklung eines neuen Medikaments über 2 Milliarden Franken und dauert 12 Jahre. Krebs ist dabei ein besonders schwieriger Gegner: Laut einer Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums finden sich auf diesem Therapiegebiet die höchsten Entwicklungskosten. Bis knapp 3.9 Milliarden können diese bei Krebsmedikament betragen. Mit einem Anteil von über 15% am Umsatz, der direkt wieder in Forschung und Entwicklung investiert wird, bildet die Pharmaindustrie die Spitzengruppe der forschungsintensivsten Branchen. Erst der wirtschaftliche Erfolg garantiert die erforderlichen Mittel für die nächste Generation von Innovationen, um Nutzen und Mehrwert zugunsten der Patientinnen und Patienten zu schaffen.  Den enormen Investitionskosten steht eine Erfolgs- und Zulassungsquote von nur rund 5% entgegen – 95% der Studien kommen demnach nicht zu einem erfolgreichen Ende.

Einnahmen von heute ermöglichen Innnovationen von morgen

Diese auf den ersten Blick vielleicht entmutigenden Erfolgsaussichten dürfen den Forschungsaktivitäten jedoch keinen Abbruch tun. Im Gegenteil: Ist ein Medikament oder eine Therapie gegen Krebs erfolgreich, ist der der daraus resultierende Nutzen für die Patientinnen und Patienten, aber auch für die Gesellschaft ist immens.

Wir forschen weiter.

Markus A. Ziegler

Mitglied der Geschäftsleitung / Market

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