Blogserie Gesundheitsmonitor 2022 – Teil 2: Gute Rahmenbedingungen für Forschung und Innovation sowie ein starker Schutz des geistigen Eigentums sind absolut zentral für den Schweizer Standort. - Interpharma

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11. Juli 2022

Blogserie Gesundheitsmonitor 2022 – Teil 2: Gute Rahmenbedingungen für Forschung und Innovation sowie ein starker Schutz des geistigen Eigentums sind absolut zentral für den Schweizer Standort.

Die Schweiz ist ein international führender Hub für Forschung und Innovation. Dies wird auch von der Bevölkerung in der Schweiz so anerkannt: Eine überwiegende Mehrheit erachtet die hiesige Forschung als wichtig für das Wohlergehen der Patientinnen und Patienten sowie für die Schweizer Wirtschaft. Dennoch gibt es Luft nach oben: Nach wie vor gibt es Krankheiten ohne wirksame Behandlungsmöglichkeiten und die Teilnahme an internationalen Forschungsprogrammen muss wieder möglich sein.

Forschung weiterhin mit grosser Bedeutung

Die Bedeutung der Forschung für den Schweizer Standort wird von den Stimmberechtigten mehrheitlich anerkannt. In einzelnen Aspekten gibt es unter den Stimmberechtigten eine etwas kritischere Haltung gegenüber der pharmazeutischen Forschung, wenn auch weiterhin auf sehr hohem Zustimmungsniveau.

So sind 93 Prozent der Ansicht, dass der Beitrag der Schweizer Forschung für die Patientinnen und Patienten und auch für den Standort wichtig ist, was im langjährigen Durchschnitt stets eine hohe Zustimmung erhalten hat. Des Weiteren verharrt auch die Zustimmung darüber, dass durch Forschung die Heilung beschleunigt werden kann, auf hohem Niveau. Hingegen hat die Zustimmung darüber, dass die Forschung wichtig für unsere Lebensqualität ist und durch neue Medikamente Kosten gesenkt werden können, in diesem Jahr leicht an Zustimmung verloren. Am deutlichsten zeigt sich dies an der Aussage, dass wir dank der medizinischen Forschung länger leben und länger gesund bleiben. Während diese Position in den letzten Jahren stabil hohe Zustimmung erhielt, ist in diesem Jahr ein Rückgang festzustellen. Trotz dieser kurzfristigen Rückgänge muss festgehalten werden, dass die grosse Mehrheit der Befragten weiterhin eine klar positive Haltung zur pharmazeutischen Forschung aufweist. Das zeigt sich auch daran, dass die Pharmaindustrie knapp hinter den Ärztinnen und Ärzten als kompetenteste Akteurin wahrgenommen wird und die Befragten somit auch Forderungen an die Forschung stellen:

Flächendeckend sind die Befragten der Meinung, dass alle Einwohnerinnen und Einwohner von der pharmazeutischen Forschung profitieren sollen (95 Prozent, ±0), dass Forschung nötig bleibt, solange es noch nicht heilbare Krankheiten gibt (94 Prozent, −4), und dass die Schweiz einen starken Pharma- und Forschungsstandort benötigt (91 Prozent, −5). Zunehmend ist man auch davon überzeugt, dass Patentschutz nötig ist, damit neue Medikamente entwickelt werden (84 Prozent, +7). Es wird auch grossmehrheitlich anerkannt, dass die Pharmaforschung ein entscheidender Faktor in der Pandemiebekämpfung ist (84 Prozent). Nach wie vor etwas umstrittener ist, ob höhere Preise für Medikamente gerechtfertigt sind, wenn mit der damit finanzierten Forschung den Patientinnen und Patienten geholfen wird (57 Prozent, −4).

Einmal zeigt sich die Bedeutung der pharmazeutischen Forschung für das Wohlergehen der Patientinnen und Patienten. Gerade in der Pandemie hat sich gezeigt, dass mit internationaler Kooperation und hoher Rechtssicherheit beim geistigen Eigentum die Entwicklung neuer Impfstoffe in Rekordzeit möglich ist. Ausserdem braucht die Schweiz jetzt dringend eine nachhaltige Strategie, um wieder an internationalen Forschungsprogrammen uneingeschränkt teilnehmen zu können.

Dieser Beitrag ist Teil einer mehrteiligen Blogserie über das Gesundheitswesen in der Schweiz. Erfahren Sie mehr dazu im diesjährigen Gesundheitsmonitor, der von Interpharma jährlich bei gfs.bern in Auftrag gegeben wird.

Samuel Lanz

Mitglied der Geschäftsleitung / Leiter Kommunikation

+41 79 766 38 86

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