3 Fragen an Leila Schwery-Bou-Diab, Vorsitzende des Innovation Hub Committee von Interpharma, VP Manufacturing & Technical Operations Janssen, Johnson & Johnson - Interpharma

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23. September 2022

3 Fragen an Leila Schwery-Bou-Diab, Vorsitzende des Innovation Hub Committee von Interpharma, VP Manufacturing & Technical Operations Janssen, Johnson & Johnson

Wo liegen die Stärken und Chancen der Schweiz und des Forschungs- und Innovationsstandort Schweiz?

Die Schweiz ist weltweit führend bei den Patentanmeldungen mit 969 Anmeldungen pro Million Einwohner im Jahr 2021, gefolgt von Schweden mit 488. Es ist kein Wunder, dass die Schweiz immer wieder als eines der innovativsten Länder der Welt eingestuft wird.
Die Stärke des Schweizer Innovations-Ökosystems liegt in folgenden Faktoren:

  • Einem breit gefächerten und gut ausgebildeten Arbeitskräftepotenzial, das durch das breite Bildungsangebot von der Berufslehre über die Fachhochschulen und die Eidgenössischen Technischen Hochschulen (EPFL, ETHZ) bis hin zu erstklassigen wissenschaftlichen Forschungsinstituten gefördert wird.
  • Der hohe Lebensstandard und die hohen Gehälter in der Schweiz, die zu den höchsten in Europa gehören, machen die Schweiz wettbewerbsfähig bei der Anwerbung von Talenten, die Innovationen vorantreiben.
  • Ein sehr starkes Innovations-Ökosystem mit einem großen Netzwerk von internationalen Unternehmen (Pharma und Biotech) sowie von KMU und Start-ups.

Wo sehen Sie die dringendsten Herausforderungen und Probleme für den Standort?

Die Strategien und Ansätze, die die Schweiz in der Vergangenheit erfolgreich gemacht haben, werden uns in der Zukunft nicht dorthin bringen, wo wir sein müssen, vor allem angesichts des Ausmasses an Disruption, mit dem wir konfrontiert sind, und das in rasantem Tempo. Die Schlüsselbereiche, die die Zukunft der Schweiz als wichtige pharmazeutische Innovationsdrehscheibe sichern werden, sind Digitalisierung und Konnektivität.

Was muss unternommen werden, damit die Schweiz auch in Zukunft als Pharmastandort attraktiv bleibt und wie wollen sie sich als IHC Chair hier persönlich engagieren?

Mit Blick auf Konnektivität und Digitalisierung können diese Herausforderungen nur durch das Aufbrechen der Silos gelöst werden. Angesichts des Ausmaßes an Störungen, mit denen wir weiterhin konfrontiert sein werden, wird uns unser traditioneller und sicherer Schweizer Ansatz nicht rechtzeitig dorthin bringen, wo wir sein müssen, wenn wir in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben wollen.


Ich möchte als dynamische Kraft einen Mehrwert schaffen, indem ich die proaktive Zusammenarbeit innerhalb von Interpharma fördere, um unser starkes Netzwerk und unsere Fähigkeiten in der Schweiz zu nutzen. Eine stärkere Vernetzung und gemeinsame Anstrengungen mit dem Schweizer Innovations-Ökosystem werden der Schlüssel sein, um die großen Themen des Gesundheitswesens wie Digitalisierung, Umweltverträglichkeit, Versorgungskontinuität und vieles mehr voranzutreiben. Wir müssen uns stärker mit der Schweizer Regierung, den Krankenversicherungen, den Universitäten und der Industrie vernetzen und uns daran gewöhnen, auch kontroverse Themen anzusprechen. Wenn wir immer auf Nummer sicher gehen, schwierigen Diskussionen aus dem Weg gehen und uns Zeit lassen, um Entscheidungen zu treffen, die uns nur schrittweise voranbringen, werden wir am Ende nur unseren Wettbewerbsvorteil verlieren. Die Zeit ist in dieser unberechenbaren und unbeständigen Welt einfach nicht unser Freund.


Schliesslich bin ich davon überzeugt, dass wir die Grenzen von Wissenschaft und Innovation immer weiter hinausschieben müssen, um letztlich den Wert zu maximieren, den wir den Patienten in der Schweiz und auf der ganzen Welt bieten.

Samuel Lanz

Mitglied der Geschäftsleitung / Leiter Kommunikation

+41 79 766 38 86

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Interpharma ist der Verband der forschenden pharmazeutischen Firmen der Schweiz und wurde 1933 als Verein mit Sitz in Basel gegründet.

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