Newsletter

Abonnieren Sie unseren Newsletter, um informiert zu bleiben.

Newsletter Overlay
Anrede
* Pflichtfelder
Policy

27.07.2020

Serie Tierversuche 4/7: Ohne Grundlagenforschung sind neue Medikamente undenkbar

Von den ersten Anfängen im Labor bis zur Zulassung eines Wirkstoffs braucht es etwa 12 Jahre – und weitere Jahre, bis das Arzneimittel im medizinischen Alltag etabliert ist. Grundlagenforschung und anwendungsbezogene Forschung bereiten den Boden für die Entwicklung von medizinisch nutzbaren Substanzen, die umfassend vorklinisch und klinisch geprüft werden müssen, damit Patienten von neuen, wirksameren Therapien profitieren können.

Was bedeutet Grundlagenforschung?

Die medizinische Grundlagenforschung untersucht die komplexen Funktionen im gesunden sowie im kranken Körper. Ihre Erkenntnisse schaffen idealerweise – aber längst nicht immer – die Grundlage für neue Therapien. Resultiert daraus ein neues Medikament, dauert dessen Entwicklung mehrere Jahre. Ohne Grundlagenforschung ist die Entwicklung neuer Medikamente heute undenkbar. In diesem Prozess der Erkenntnisgewinnung testen Forscherinnen und Forscher fast eine Million Substanzen. Am Ende steht eine Auswahl von 20 Substanzen, die dann in der vorklinischen und klinischen Phase auch am Menschen erprobt werden.

Tierversuche sind für die Grundlagenforschung fundamental

Die Grundlagenforschung versteht sich selbst als ergebnisoffener Prozess. Dabei versuchen die Forscherinnen und Forscher Erkenntnisse und zusätzliche Wirkweisen von Wirkstoffen im Körper aufzuzeigen. Unter Einbezug von Tiermodellen kann ermessen werden, wie eine Substanz auf den Gesamtorganismus wirkt, wodurch die Forschung viele zusätzliche Erkenntnisse gewinnt. Gewisse Tierarten sind dem Menschen hinsichtlich Körperfunktionen oder Organaufbau sehr ähnlich. Diesen Umstand nutzt die Grundlagenforschung, um pathologische Prozesse zu verstehen. Dank der Tiermodelle können für den Menschen relevante Krankheitsmechanismen untersucht, beschrieben und verstanden werden ohne unverantwortliche Eingriffe in den menschlichen Organismus vornehmen zu müssen.

Ein langer Weg vom Labor zum Patienten

Quelle: Interpharma