3 Fragen an Markus Isenmann, Country Lead Sanofi Schweiz

Sie leiten Sanofi Schweiz als Country Lead. Was treibt Sie persönlich in dieser Rolle an, und welche Vision haben Sie für Sanofis Beitrag zum Gesundheitswesen in der Schweiz?
Mich treibt die Überzeugung an, dass medizinischer Fortschritt nur dann seinen wahren Zweck erfüllt, wenn er die Menschen erreicht, die ihn brauchen. Bei Sanofi engagieren wir uns in den Bereichen Immunologie, seltene Erkrankungen und Impfstoffe. Meine Vision ist eine Schweiz, in der Patient*innen rasch Zugang zu neuen Behandlungsmöglichkeiten erhalten – und in der wir als Sanofi aktiv dazu beitragen.
Die Schweizer Pharmaindustrie steht unter zunehmendem Druck durch internationale Preisreferenzsysteme. Welche Auswirkungen hat dies Ihrer Ansicht nach auf den Patientenzugang, und was braucht es, um die Schweiz als führenden Life-Sciences-Standort zu stärken?
Die Schweiz verfügt über eines der innovativsten Gesundheitssysteme der Welt – und dennoch haben Patient*innen hierzulande zunehmend Mühe, rechtzeitig Zugang zu neuen Therapien zu erhalten. Entscheidend ist ein konstruktiver Dialog zwischen allen Beteiligten, um Lösungen zu finden, die sowohl den Zugang zu medizinischen Innovationen als auch die langfristige Finanzierbarkeit des Systems sicherstellen. Denn meiner Meinung nach sind neue Therapien keine Kostentreiber – sie sind eine Investition in die Gesundheit der Bevölkerung und in die Zukunft des Gesundheitssystems.
Als Mitglied des Market Committee von Interpharma: Was sind Ihre Prioritäten, und wo sehen Sie die grössten Chancen?
Für mich steht der offene Austausch im Vordergrund – getragen von einem gemeinsamen Willen, pragmatische Lösungen zu entwickeln, die dem gesamten Gesundheitssystem zugutekommen. Die grösste Chance sehe ich darin, die Schweiz als Standort weiterzuentwickeln, an dem medizinischer Fortschritt und nachhaltige Finanzierbarkeit keine Gegensätze sind, sondern sich gegenseitig stärken.