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02.10.2026

Beitrag von: Georg Därendinger

3 Fragen an Falco Meyer, Country Head – Takeda Switzerland

Wo sehen Sie die Stärken des Pharmastandorts Schweiz?

Die grösste Stärke des Pharmastandorts Schweiz ist seine Fähigkeit, Innovationen hervorzubringen, die das Leben von Patientinnen und Patienten verbessern. Dafür kommen in der Schweiz mehrere Erfolgsfaktoren zusammen: wissenschaftliche Exzellenz, Unternehmertum und politische Stabilität. Weltklasse-Hochschulen, eine starke Berufsbildung und internationale Talente bilden die Grundlage für Innovation. Gleichzeitig sind Forschung, Entwicklung, Produktion und kommerzielle Aktivitäten eng miteinander vernetzt: nur so konnte sich die Schweiz über Jahrzehnte als global führender Life-Science-Standort etablieren. Dies ist jedoch kein Selbstläufer. Entscheidend ist, dass wir auch in Zukunft Bedingungen schaffen, unter denen Innovation nicht nur entsteht, sondern den Menschen tatsächlich auch zugutekommt.

Ich erlebe diese Stärken täglich bei Takeda: Mit unseren Standorten in Zürich und Neuenburg verbinden wir lokale Verankerung mit internationaler Expertise und investieren seit 40 Jahren in Innovation zugunsten der Patientinnen und Patienten.

Welche Weichen muss die Schweiz heute stellen, damit sie auch in Zukunft zu den führenden Pharmastandorten der Welt gehört?

Ich sehe die Schweiz tatsächlich am Scheideweg: Wir müssen sicherstellen, dass Patientinnen und Patienten hierzulande rasch von medizinischen Innovationen profitieren können, denn ein attraktiver Innovationsstandort braucht auch einen attraktiven Heimmarkt. Die Weichen müssen daher zugunsten verlässlicher und planbarer Rahmenbedingungen gestellt werden, wodurch Vertrauen geschaffen wird, das Unternehmen für langfristige Investitionen benötigen. Als ebenso wichtig erachte ich es, dass die Schweiz offen bleibt für internationale Talente, aber auch für grenzüberschreitende Forschungsaktivitäten – weltweit aber natürlich insbesondere auch im Austausch mit unseren europäischen Nachbarn. Aus meiner Sicht können wir unsere Spitzenposition nur halten, wenn wir Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Patientenzugang konsequent zusammen denken.

Welche Schwerpunkte möchten Sie im Markt-Komitee von Interpharma setzen, um den Pharmastandort Schweiz langfristig zu stärken?

Für mich stehen die Patientinnen und Patienten im Zentrum: Die Geschichten von Menschen, die dank innovativer Therapien neue Perspektiven erhalten, zeigen am besten, weshalb Forschung und Innovation so wichtig sind. Deshalb möchte ich mich dafür einsetzen, dass Patientenzugang und Innovationsstandort noch stärker gemeinsam gedacht werden. Rückmeldungen von Patientinnen und Patienten, die durch innovative Therapien neue Perspektiven erhalten haben, motivieren mich dabei auch ganz persönlich.

Zudem sehe ich grosses Potenzial in der Digitalisierung und der datenbasierten Innovation im Gesundheitswesen. Hier können wir innerhalb der Branche voneinander lernen und erfolgreiche Ansätze noch konsequenter teilen.

Mein Ziel insgesamt ist es, gemeinsam mit den weiteren Mitgliedern von Interpharma dazu beizutragen, dass die Schweiz auch künftig zu den weltweit führenden Life-Science-Standorten gehört.