Medienmitteilung: Ein wichtiges Signal für Schweizer Patientinnen und Patienten
Die nationalrätliche Gesundheitskommission hat ein wichtiges Signal für die Patientinnen und Patienten in der Schweiz gesetzt: Angesichts des zunehmend erschwerten Zugangs zu innovativen Therapien und der veränderten internationalen Rahmenbedingungen weist sie eine Umsetzung der KVV-Revision in der aktuellen Fassung zurück.
Der heutige Entscheid der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats (SGK-N) ist ein wichtiges Zeichen für die Patientinnen und Patienten in der Schweiz. Angesichts des sich zunehmend verschlechternden Zugangs zu innovativen Therapien ist es erfreulich, dass die Kommission den veränderten internationalen Rahmenbedingungen Rechnung trägt und eine vorschnelle Umsetzung der KVV-Revision zurückweist.
Die Vorlage in ihrer heutigen Ausgestaltung setzt zu einseitig auf Kostendämpfung und verpasst es, die anhaltende Verschlechterung des Zugangs zu innovativen Therapien in der Schweiz anzugehen. Gleichzeitig blendet sie die veränderten internationalen Rahmenbedingungen aus. Die Einführung eines Referenzpreissystems in den USA erhöht den Druck auf die Preisgestaltung und damit auch auf die Verfügbarkeit von innovativen Medikamenten in den Referenzländern – auch in der Schweiz. Eine aktuelle Umfrage von Interpharma zeigt: Die Folgen davon sind bereits heute spürbar. So wird rund jedes dritte innovative Medikament nicht mehr zur Vergütung durch die Krankenkassen eingereicht, um Preissenkungen auf dem US-Markt zu vermeiden.
Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerats (SGK-S) hat nun auch die Gelegenheit, eine Kurskorrektur vorzuschlagen und die Vorlage strategisch neu auszurichten, sodass Kostendämpfung, rascher Patientenzugang und die Stärkung des Life-Science-Standorts langfristig in Einklang gebracht werden können.