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Georg Därendinger

Leiter Kommunikation

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17.09.2026

Beitrag von: Georg Därendinger

Was einen starken Forschungsstandort ausmacht

Warum klinische Studien dort stattfinden, wo die Rahmenbedingungen überzeugen

Klinische Studien werden in einem intensiven internationalen Wettbewerb vergeben. Forschungsunternehmen entscheiden laufend neu, in welchen Ländern sie ihre Studien durchführen. Entscheidend ist dabei nicht ein einzelner Standortvorteil, sondern das Zusammenspiel verschiedener Faktoren: genügend geeignete Patientinnen und Patienten, effiziente Rekrutierung, Fachkräfte und Infrastruktur, gut zugängliche Gesundheitsdaten sowie planbare Prozesse von der Studienbewilligung bis zu Zulassung und Vergütung. Für Patientinnen und Patienten ist diese Standortentscheidung von unmittelbarer Bedeutung. Denn wo klinische Studien stattfinden, entstehen Möglichkeiten, frühzeitig Zugang zu innovativen Therapien zu erhalten. Gleichzeitig gelangt neues medizinisches Wissen schneller in die Gesundheitsversorgung.

Wichtige Kriterien für die Standortwahl für klinische Studien aus Sicht der globalen forschenden Pharmaindustrie

Von der Planung bis zum Studienstart: Warum verlässliche Prozesse zählen

Klinische Studien folgen einem internationalen Zeitplan. Verzögern sich Bewilligungen oder Vertragsabschlüsse, kann ein Standort gegenüber anderen Ländern rasch an Attraktivität verlieren.

Entscheidend sind deshalb effiziente, klar koordinierte und planbare Verfahren. Forschungsunternehmen müssen frühzeitig einschätzen können, wann eine Studie beginnen kann und unter welchen Voraussetzungen sie durchgeführt wird. Je komplexer und weniger vorhersehbar die Prozesse sind, desto grösser ist das Risiko, dass eine Studie an einem anderen Standort realisiert wird.

Geschwindigkeit darf dabei nie zulasten von Qualität oder Sicherheit gehen. Vielmehr braucht es Verfahren, die höchsten wissenschaftliche Standards mit einer effizienten Umsetzung verbinden.

Fachkräfte und leistungsfähige Spitäler

Klinische Forschung ist auf hochqualifizierte Fachpersonen angewiesen. Ärztinnen und Ärzte, Pflegefachpersonen, Studienkoordinatorinnen und -koordinatoren sowie weitere Spezialistinnen und Spezialisten sorgen dafür, dass Studien sicher, wissenschaftlich fundiert und professionell durchgeführt werden.

Ebenso wichtig sind leistungsfähige Spitäler und Forschungszentren. Sie verfügen über moderne Infrastrukturen, ausreichende Kapazitäten und Erfahrung in der Durchführung klinischer Studien. Wo Forschung und Versorgung eng miteinander verbunden sind, gelangen neue Erkenntnisse besonders rasch in den medizinischen Alltag.

Davon profitieren nicht nur die Studienteilnehmenden. Das gewonnene Wissen stärkt langfristig die Behandlungsqualität für alle Patientinnen und Patienten.

Zugang zu Gesundheitsdaten und effiziente Patientenrekrutierung

Damit klinische Studien erfolgreich durchgeführt werden können, müssen geeignete Patientinnen und Patienten gefunden werden. Gerade bei seltenen Erkrankungen oder sehr spezifischen Krankheitsbildern ist dies eine besondere Herausforderung.

Ein erfolgreicher Forschungsstandort braucht deshalb gut vernetzte Spitäler und eine enge Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Institutionen. Aber auch die Digitalisierung des Gesundheitswesens spielt eine zentrale Rolle. Besser zugängliche, qualitativ hochwertige Gesundheitsdaten, selbstverständlich unter strengen Datenschutzvorgaben, ermöglichen effizientere Forschung, schnellere Rekrutierung für Studien und fundiertere medizinische Entscheidungen.

Innovation braucht verlässliche Rahmenbedingungen

Standortentscheide werden nicht allein anhand der Durchführung einer klinischen Studie gefällt. Ebenso wichtig ist, ob ein Land insgesamt innovationsfreundliche und verlässliche Rahmenbedingungen bietet.

Relevant sind unter anderem effiziente Zulassungs- und Vergütungsverfahren sowie ein verlässlicher Marktzugang. Solche Rahmenbedingungen erleichtern langfristige Planung und können die Attraktivität eines Standorts für Forschung und Investitionen stärken.

Zugleich tragen effiziente Verfahren dazu bei, dass neue Medikamente nach erfolgreicher Entwicklung rascher bei Patientinnen und Patienten ankommen.

Das Zusammenspiel entscheidet

Die Schweiz verfügt über hervorragende Voraussetzungen: hochqualifizierte Fachkräfte, renommierte Spitäler, exzellente Hochschulen und einen international führenden Life-Sciences-Standort.

Im internationalen Wettbewerb genügt es jedoch nicht, in einzelnen Bereichen stark zu sein. Erfolgreiche Forschungsstandorte zeichnen sich dadurch aus, dass alle entscheidenden Faktoren zusammenspielen: effiziente und planbare Bewilligungsprozesse, qualifizierte Fachkräfte, leistungsfähige Infrastrukturen, hochwertige Gesundheitsdaten, die erfolgreiche Rekrutierung geeigneter Patientinnen und Patienten sowie verlässliche Rahmenbedingungen für Forschung, Zulassung und Vergütung.

Diese Ausgangslage bietet beste Voraussetzungen, um auch künftig zu den weltweit führenden Standorten für klinische Forschung zu gehören. Entscheidend wird sein, die bestehenden Stärken gezielt weiterzuentwickeln und bestehende Hürden abzubauen. Denn klinische Forschung ist weit mehr als ein Standortfaktor: Sie schafft Chancen für Patientinnen und Patienten, stärkt den Wissenstransfer in die Gesundheitsversorgung und trägt dazu bei, dass medizinische Innovationen schneller dort ankommen, wo sie gebraucht werden.

Mehr erfahren: Publikation «Erfolgsfaktor Klinische Forschung»

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Georg Därendinger

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