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Georg Därendinger

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20.11.2025

Beitrag von: Georg Därendinger

AMR Awareness Week 2025 Teil 2: Der stille Vormarsch von Antibiotikaresistenzen (AMR)

Ziel der weltweiten AMR Awareness Week ist es, die Öffentlichkeit für Antibiotikaresistenzen (AMR) zu sensibilisieren und Lösungsansätze voranzutreiben. Diese Blogserie gibt einen Einblick in die Rolle der forschenden Pharmaunternehmen im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen.

Eine Welt ohne Antibiotika

Antibiotika zählen zu den grössten medizinischen Errungenschaften der Menschheitsgeschichte. Sie haben Infektionskrankheiten, die früher tödlich endeten, bezwingbar gemacht.

1950 starben in Deutschland noch rund 7 Prozent der Menschen an Infektionskrankheiten. 2023 waren es dank moderner Antibiotika nur noch 0,02 Prozent. Die Antibiotika haben nicht nur unzählige Leben gerettet und verlängert, sondern auch den Fortschritt in vielen anderen Bereichen erst möglich gemacht. Antibiotika haben ebenfalls dazu beigetragen, dass die Lebenserwartung um 23 Jahre gestiegen ist. Ein Meilenstein!

Doch dieser Erfolg ist bedroht. Immer mehr Bakterien entwickeln Resistenzen gegen vorhandene Wirkstoffe. Krankheiten, die praktisch verschwunden schienen, kehren zurück. Gleichzeitig ist die Entwicklung neuer Antibiotika aufwendig, teuer und riskant: Rund 97 % aller Forschungsprojekte scheitern, bevor ein Medikament überhaupt den Markt erreicht.

Pharmazeutische Unternehmen investieren enorme Summen und Jahre intensiver Forschung, doch der wirtschaftliche Anreiz bleibt gering, denn neue Antibiotika sollen möglichst zurückhaltend eingesetzt werden, um die Bildung der Resistenzen hinauszuzögern.

Wenn jetzt nicht gehandelt wird, droht die Medizin des 21. Jahrhunderts wieder auf das Niveau des 20. Jahrhunderts zurückzufallen. Routineeingriffe könnten lebensgefährlich werden und Infektionen, die wir heute mit einer Tablette behandeln, könnten wieder tödlich enden.

Deshalb brauchen wir dringend politische und wirtschaftliche Anreize, um Forschung und Entwicklung zu fördern. Nur so können wir sicherstellen, dass auch kommende Generationen auf wirksame Antibiotika zählen können.

Mehr spannende Fakten über die Verfügbarkeit von Antibiotika finden Sie in den folgenden Grafiken:

Grafik mit Text: Warum fehlen uns neue Antibiotika, während andere Länder sie längst haben?
Grafik mit Text: Die Entwicklung neuer Antibiotika ist teuer und riskant. 97 % der Projekte scheitern.
Grafik mit Text: Länder wie die USA, das Vereinigte Königreich und Schweden setzen auf gezielte Marktanreize für neue Antibiotika.
Grafik mit Text: Von 2010 bis 2020 wurden dort bis zu 17 neue antibakterielle Substanzen rasch zugelassen.
Grafik mit Text: In der Schweiz wurden nur 6 von 18 neuen Substanzen zugelassen, mit über 2,5 Jahren Verzögerung.

Hier geht es zum Teil 1 der Blogserie

Hier geht es zum Teil 3 der Blogserie

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