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29. März 2021

Serie Regional Economic Database 7/10: Ein wettbewerbsfähiges Steuersystem ist für den Schweizer Forschungs- und Produktionsstandort zentral

Die Steuerbelastung zählt zu den wichtigsten Faktoren im internationalen Standortwettbewerb. Das liegt darin begründet, dass das Steuersystem einer Region sowohl für Unternehmen als auch für Arbeitskräfte von hoher Bedeutung ist. Die Schweiz – und ihre Regionen – verfügt über ein wettbewerbsfähiges Steuersystem.

Neben betriebsinternen Grössen sind für Unternehmen auch die lokalen Standortfaktoren von Bedeutung, wenn es um die Optimierung ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit geht. Im Zuge der Globalisierung sind Standortentscheide für Unternehmen von immer grösserer Bedeutung. Die Verbesserung der regionalen Standortqualität ist wichtig, um sowohl für bereits angesiedelte als auch für ansiedlungsinteressierte Unternehmen sowie für hochqualifizierte Arbeitskräfte attraktiv zu sein.

Die Standortdiskussion kann dabei aus zwei Perspektiven betrachtet werden: Während für Unternehmen vor allem harte Standortfaktoren wie Besteuerung und Regulierung relevant sind, spielen für Arbeitskräfte weiche Standortfaktoren wie das Bildungsangebot und die Lebensqualität eine grössere Rolle.

Mit dem BAK Taxation Index lässt sich die Besteuerung sowohl der Unternehmen inklusive aller indirekten Unternehmenssteuern als auch der hochqualifizierten Arbeitnehmer messen.

Die Schweizer Cluster im internationalen Vergleich

Der internationale Vergleich der Steuerbelastung zeigt, dass die Schweiz ein wettbewerbsfähiges Steuersystem hat. Mit den Abzügen für Forschung und Entwicklung sowie der Patentbox setzt die Schweiz gezielte Anreize für Unternehmen, in Innovationen zu investieren. Für ein ressourcenarmes Land wie die Schweiz ist die Bedeutung dieser Förderung der Forschung und Entwicklung kaum zu überschätzen.

Die Steuersysteme der Region Basel und des Espace Mittelland – Bassin Lémanique können im internationalen Vergleich als wettbewerbsfähig bewertet werden. Sowohl die Besteuerung von Unternehmen als auch die Besteuerung von hochqualifizierten Arbeitskräften ist niedriger als an anderen internationalen Pharma Standorten. Die Region Zürich sticht dabei nicht nur aus den internationalen Regionen heraus, sondern schneidet auch gegenüber den anderen Schweizer Regionen insbesondere bei der Besteuerung von hochqualifizierten Arbeitskräften sehr gut ab.

Das Beispiel Singapur zeigt aber auch, dass sich die internationalen Forschungsstandorte der Bedeutung eines attraktiven Steuersystems bewusst sind. Mit aggressiven Steuerstrategien ziehen Standorte wie Singapur global tätige Unternehmen an. Die Schweiz ist deshalb gefordert, ihre gute Position bei der Besteuerung zu halten und ihre fiskalische Wettbewerbsfähigkeit zu wahren.

Abbildung: Pharmastandorte im internationalen Steuervergleich, 2019


Effektive Durchschnittssteuerbelastung für profitable Unternehmen auf der y-Achse und für hoch qualifizierte Arbeitnehmer (alleinstehende Personen ohne Kinder mit einem Nachsteuereinkommen von EUR 100’000) auf der x-Achse in Schweizer Regionen und internationalen Standorten in %.
Quelle: BAK Economics (2020)
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