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Vision Pharmastandort Schweiz 2030: "Die Schweiz ist auch im Jahr 2030 der führende Pharmastandort Europas. Unser Land profitiert von hochwertigen medizinischen Innovationen und kann diese nachhaltig finanzieren. Die Pharmabranche trägt massgeblich zu Wohlstand und Lebensqualität der Schweizer Bevölkerung bei."

 

Die Publikation ist auf Anfrage in Englisch erhältlich. Available in English.

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Die Pharmaindustrie ist eine tragende Säule der Schweizer Volkswirtschaft. Die in der Schweiz erzielte Bruttowertschöpfung lag 2018 bei rund 36.0 Milliarden Franken, was einem Anteil von 5.4 Prozent an der gesamten Schweizer Wirtschaftsleistung entspricht.

Ohne das hohe reale Wertschöpfungswachstum der Pharmaindustrie von durchschnittlich 9.3 Prozent pro Jahr wäre das Schweizer BIP-Wachstum zwischen 2008 und 2018 um ein Drittel niedriger ausgefallen. Vom Erfolg der Pharmaunternehmen profitierten auch andere Sektoren: Unter Einbezug der involvierten Wertschöpfungsketten in branchenfremden Unternehmen lag der Wertschöpfungsbeitrag der Pharmaaktivitäten 2018 bei rund 62.1 Milliarden Franken.

 

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Leporello
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Im ausführlichen Strategiebericht «Pharmastandort Schweiz 2030» sind alle Massnahmen sowie deren Herleitung zusammengefasst. Sie können den Bericht in Deutsch, Französisch oder Englisch unter www.interpharma.ch herunterladen oder die gedruckte Version bei info@interpharma.ch bestellen.

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Die Pharmaindustrie stieg in den vergangenen Jahren in verschiedenen Regionen der Schweiz zu einer der wichtigsten Stützen und zum Impulsgeber der regionalen Wirtschaft auf. Am Beispiel des Biotechnologieunternehmens Biogen, das in Luterbach 1.5 Milliarden Franken in den Bau einer hochmodernen biopharmazeutischen Produktionsanlage investiert, werden in der Studie von BAK Economics AG die Wirkungskanäle aufgezeigt. Mit der Produktionsanlage entstehen im Kanton Solothurn direkt rund 600 neue Arbeitsplätze. Neben den 400 Stellen in der biopharmazeutischen Produktion werden zusätzlich 200 Arbeitsplätze in den ausgelagerten Bereichen Gebäudeunterhalt, Reinigung und Gastronomie geschaffen. Aufgrund der Modellrechnungen geht BAK davon aus, dass mit dem Biogen-Betrieb im Jahr 2019 ein zusätzliches Wachstumspotenzial von 1.5 bis 2.0 Prozent des kantonalen Bruttoinlandsprodukts verbunden ist und die Biogen-Investitionen in der gesamten Schweiz eine Bruttowertschöpfung von mehr als 800 Millionen Franken auslösen.

 

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Das knappe Ja zur Masseneinwanderungsinitiative (MEI) im Februar 2014 war kein Nein zu den Bilateralen Verträgen mit Europa. Diese werden gemäss Umfragen von gfs.bern nach wie vor von einer Bevölkerungsmehrheit als wichtig eingeschätzt, nachdem sie 2000 in einer Referendumsabstimmung mit einer Zweidrittelsmehrheit angenommen und danach in mehreren Volksabstimmungen immer wieder bestätigt wurden. Allerdings hat sich sowohl in Umfragen wie auch in Dialogen mit der Bevölkerung gezeigt, dass die Bilateralen zwar als wichtig eingeschätzt werden, aber nicht mehr genau gesagt werden kann, wieso eigentlich und was sie im Einzelnen bewirken. Im Hinblick auf die Umsetzung der MEI und damit einhergehenden Volksabstimmungen wird es aber entscheidend sein, diese «leere Worthülse» Bilaterale wieder mit konkreten Inhalten und verständlich zu füllen.

Diese Basisdokumentation möchte einen Beitrag dazu leisten, die wirtschaftliche, politische und kulturelle Bedeutung der Bilateralen I in ihrer Gesamtheit darzustellen. Das soll nicht nur über die nüchternen Fakten geschehen, sondern auch über Geschichten, die zeigen, wie selbstverständlich die bilateralen Verträge in unserem Alltag integriert sind und welche Vorteile sie unserem Land bringen. Das Dokument ist eine informative und anschauliche Grundlage und als solche soll es als Gedankenanstoss für weitere eingängige und alltägliche Geschichten dienen, um die Erfolgsgeschichte der Bilateralen weiterzuschreiben.

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Die Pharma und Forschung in der Schweiz setzt sich für eine konstruktive Europapolitik ein und erklärt:

  • warum gute Handelbeziehungen wichtig sind
  • warum wir die Bilateralen brauchen
  • warum Handelshemmnisse schaden
  • warum wir Spezialisten aus dem In- und Ausland brauchen
  • warum Horizon 2020 für die Schweiz so wichtig ist


 

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Die beiden Regionen Espace Mittelland und Bassin Lémanique haben sich in den letzten Jahrzehnten zu einem international anerkannten Standort für Unternehmen der Life-Sciences-Branche entwickelt. So hat sich beispielsweise das Biotechnologieunternehmen Biogen für den Standort Luterbach im Kanton Solothurn entschieden, um dort eine hochmoderne biopharmazeutische Produktionsanlage zu errichten. Nicht zuletzt aufgrund solcher Neuansiedlungen nimmt die Anzahl der Beschäftigten im Cluster Espace Mittelland-Bassin Lémanique stetig zu. Rund 20 100 Personen waren 2016 in der Life-Sciences-Branche beschäftigt – dies entspricht ca. 1.1 Prozent der Gesamtbeschäftigung im Cluster. Im Vergleich mit den Life-Sciences-Unterbranchen ist die Medizintechnik die mit Abstand wichtigste Arbeitgeberin.

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Die Region Basel ist der Schweizer Pharma-Cluster schlechthin. Mit 28 500 Beschäftigten arbeiteten 2016 fast zwei Drittel aller in der Schweizer Pharmaindustrie Beschäftigten im Cluster Region Basel, und der Grossteil der schweizerischen Wertschöpfung wird in Basel und Umgebung generiert. Zudem investiert die Branche ein Mehrfaches des erzielten Umsatzes wieder in Forschung und Entwicklung (F&E) in der Region. Die hohe Forschungsintensität zeigt sich unter anderem bei den Patentanmeldungen: 2013 wurden im Bereich Pharma 112 Pa-tentanmeldungen pro Million Einwohner registriert. Mit diesem Spitzenwert über-trifft die Region Basel sogar internationale Life-Sciences-Standorte wie die San Francisco Bay Area.

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Innert weniger Jahrzehnte hat sich die Region Zürich-Zug-Luzern zu einem führenden Life-Sciences-Standort für die allesamt forschungsintensiven Sektoren Agrochemie, Biotechnologie, Medizintechnik und die Pharmaindustrie entwickelt.

Geschichte und Gegenwart der Schweizer Pharmaindustrie im Zeitraffer.
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Zum ersten Mal wird kompakt und verständlich erklärt, wie sich die Pharmaindustrie entwickelt hat: von den Basler Farbenküchen über die ersten Wundpulver und Hustensirupe bis zu den hochwirksamen Krebsmedikamenten auf biotechnologischer Grundlage. Es ist die Geschichte einer Branche, die wie keine zweite das Wissen zu nutzen versteht und die von jedem Franken, den sie einnimmt, zwanzig Rappen für Forschung und Entwicklung ausgibt. Der Pharmastandort hat für die Schweiz eine doppelte Bedeutung: Die Medikamente der Pharmaforschung leisten einen wichtigen Beitrag zum medizinischen Fortschritt, und die Industrie ist eine Stütze für Wachstum und Wohlstand unseres Landes.

 
 
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Die Schweiz muss besser sein
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Die Schweiz hat ein insgesamt gutes Gesundheitswesen, eine Pharmaindustrie von Weltrang, eine bedeutende Medizinaltechnik, eine starke Forschung und profitiert vom Gesundheitstourismus. Für ihre künftige Konkurrenzfähigkeit benötigt die Schweizer Gesundheitswirtschaft eine Politik, die internationale Massstäbe setzt mit dem Ziel, besser zu sein. Europa kann in der Standortpolitik nicht Referenz für eine Politik des autonomen Nachvollzugs sein. Denn viele Länder Europas orientieren sich an kurzfristigen Budgetsanierungen statt an Verbesserungen der Qualität.

 
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Auswirkungen der Frankenstärke
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Die pharmazeutische Industrie trägt knapp einen Drittel an das gesamte Schweizer Exportvolumen bei. Die starke Währungsverschiebung trifft die Pharmaindustrie massiv. Die Exporterlöse stagnieren und der Standort Schweiz verteuert sich. Dazu kommt ein hausgemachtes Problem, das nur die Pharmaindustrie kennt: Preissenkungen in der Schweiz allein wegen Währungsschwankungen.

 
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Starke Auswirkungen des Sparpakets
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Die Einsparungen durch das neue Massnahmenpaket des Bundesrats im Bereich Medikamente werden allein für die Originalpräparate rund 400 Mio. Franken betragen. Hinzu kommen die Auswirkungen der vom Bundesrat verordneten Margensenkung und die Einsparungen bei den Generika, wo ein gemeinsamer Vorschlag von santésuisse und Industrie vorliegt. Insgesamt dürften damit die  Kostensenkungsmassnahmen bei den Medikamenten noch bedeutend höher ausfallen. Für die Pharmaunternehmen in der Schweiz wird das Sparpaket massive Einschnitte zur Folge haben.

 
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Gibt die Schweiz ihren Spitzenplatz preis?
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Patienten hoffen, ihre Leiden durch neue und innovative Arzneimittel schnell und wirksam lindern und heilen zu können. Sie haben deshalb Interesse an einem raschen Zugang zum medizinischen Fortschritt. Der Zugang zu innovativer Medizin, insbesondere zu Krebstherapien, dauert in Europa unterschiedlich lang. Trotz der im europäischen Vergleich noch positiven Stellung gibt die Entwicklung in der Schweiz Anlass zu Besorgnis. Seit ein paar Jahren erfolgt die Arzneimittelzulassung durch Swissmedic oft mit Verzögerungen. Neu kommen nun auch Verzögerungen bei der Erstattung hinzu. Etliche hochinnovative Krebsmedikamente, die in europäischen Vergleichsländern seit teilweise mehr als einem Jahr von der Krankenversicherung bezahlt werden, sind in der Schweiz noch nicht in die Spezialitätenliste kassenpflichtiger Medikamente aufgenommen worden. Diese Entwicklung ist folgenschwer.

 
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Parallelimporte von Arzneimitteln: Schaden für Wirtschaft und Patienten – kaum Auswirkungen auf Preise
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Die heute hohe Lebenserwartung bei gleichzeitig besserer Gesundheit ist eine der grössten Errungenschaften der letzten 100 Jahre. Das Gesundheitswesen leistet dazu einen zentralen Beitrag. Die Gesundheitspolitik wird in der nächsten Legislatur mit vielen weitreichenden Vorlagen und zahlreichen Akteuren häufig im Mittelpunkt des Interesses stehen. Das Parlament und der Bundesrat gestalten die Rahmenbedingungen des Schweizer Gesundheitswesens in den nächsten vier Jahren massgeblich mit. Die Komplexität mancher Themen stellt grosse Anforderungen an das Parlament. Die Reihe der Themendossiers informiert über die wichtigsten Gesetzesvorlagen und Projekte im Schweizer Gesundheitswesen. Es stellt die Akteure und ihre Positionen vor und informiert über die Haltung der Pharmabranche.

 
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Patentgesetzrevision: Förderung von Forschung mit Einschränkungen
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Innovation ist der Motor des Wachstums in Marktwirtschaften. Die wirtschaftliche Verwertung von Erfindungen ist nur dort möglich, wo die Eigentumsrechte daran geschützt sind. Schutz der Erfindung als Voraussetzung für den wirtschaftlichen Fortschritt ist auch das Grundprinzip der zur Diskussion stehenden Revision des Patentgesetzes. Diese bringt aber – entgegen oft geäusserten Vorurteilen – keine Ausweitung des Patentschutzes, sondern Präzisierungen, welche spekulativen Patenten einen Riegel schieben. Die Patentgesetzrevision ermöglicht auch Parallelimporte bei Produkten, bei denen der patentgeschützte Bestandteil keinen wesentlichen Teil des Produktes ausmacht. Die Pharmaindustrie akzeptiert den Vorschlag des Bundesrates als Kompromiss, der Rechtssicherheit schafft und die  Interessen des Forschungsstandortes wahrt.

 
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