Position Interpharma

Der vom Bundesrat im Dezember 2013 verabschiedete Masterplan enthält wichtige Elemente zur Revitalisierung des Forschungs- und Pharmastandorts Schweiz. Auf Verordnungsebene bereits in Kraft gesetzt worden sind darin enthaltene Massnahmen zur Beschleunigung der Verfahren für die Bewilligung von klinischen Studien sowie die raschere Aufnahme von neuen Medikamenten auf die Spezialitätenliste (SL). Es gilt nun, die versprochenen Beschleunigungen in der Praxis umzusetzen und damit einen schnelleren Zugang von Patientinnen und Patienten zu innovativen Medikamenten sicherzustellen.

Erfreulich ist zudem, dass der Bundesrat beabsichtigt, die Attraktivität der Schweiz als Standort für die klinische Forschung zu steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, soll unter anderem die Qualität der Ausbildung in der klinischen Forschung von Ärztinnen und Ärzten an Universitäten und Spitälern erhöht werden.

Eine verpasste Chance ist aus Sicht der Pharmaindustrie hingegen, dass im Masterplan keine Forschungsanreize im Bereich des geistigen Eigentums aufgenommen worden sind, welche die Schweiz für klinische Forschung wieder attraktiver machen. Der parlamentarische Auftrag, welcher in verschiedenen Motionen bekräftigt worden ist, wird in diesem Bereich nicht erfüllt. Es bleibt die Hoffnung, dass das Parlament hier visionärer ist als der Bundesrat. Denn Anreize im Bereich des geistigen Eigentums sind unerlässlich, um die Standortattraktivität der Schweiz zu verbessern.