Eigene Gesundheitskosten und Franchisen

Wie im Vorjahr sind die Stimmberechtigten nicht bereit zu Experimenten bei den Minimal- und Maximalfranchisen (Grafik 21).

41 Prozent (–5) wären damit einverstanden, die Maximalfranchise zu erhöhen. Nachdem diese Forderung sich in diesem Jahrzehnt sukzessive aufgebaut hat und 2017 klar mehrheitlich war, kam sie bereits letztes Jahr unter Druck. Die Erosion hat sich in diesem Jahr fortgesetzt.

Noch deutlicher war letztjährig der Rückgang bei der Forderung, die Minimalfranchisen zu erhöhen: Diese Entwicklung hat sich leicht entspannt, jedoch würde weiterhin nur eine klare Minderheit die Forderung unterstützen. 37 Prozent (+7) sind für eine Erhöhung (mit Verweis auf das Kostenbewusstsein), 31 Prozent (+7) sind bereit, die Minimalfranchise an die Kostenentwicklung anzupassen.

Somit bleibt die letztjährige Erkenntnis gültig: Man wünscht sich keine Experimente bei den Franchisen, keine Abhängigkeit der Prämien vom Einkommen und man will keine Einschränkungen der Leistungen.

Die Problemsicht auf die Gesundheitskosten für den individuellen Haushalt ist wieder zunehmend. Nach einem kurzfristigen Rückgang im letzten Jahr stehen die Krankenkassenprämien (34% dauerhaftes oder gelegentliches Problem, +18) noch vor den Steuern wieder an erster Stelle der finanziellen Probleme. Weitere 41 Prozent empfinden die Krankenkassenprämien als hoch, aber tragbar. Nach den Steuern sind Zahnarztrechnungen (26%, –6) sowie Arztrechnungen und Medikamentenausgaben (21%, +9) finanzielle Probleme der Schweizer Haushalte.

Franchise
Grafik 21: Franchise
© gfs.bern, Gesundheitsmonitor 2019
Dauerhaftes oder gelegentliches Problem
Grafik 22: Dauerhaftes oder gelegentliches Problem
 
© gfs.bern, Gesundheitsmonitor 2019