Kosten des Gesundheitswesens

Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Erwartungen an die Kostenentwicklung wieder auf einem «normalen» Niveau eingependelt. Mit 81 Prozent erwartet die klare Mehrheit (–11) einen weiteren Kostenanstieg im Gesundheitswesen. 18 Prozent gehen davon aus, dass die Kosten stabilisiert werden können und fast niemand rechnet mit einer Rückentwicklung der Kosten im Gesundheitswesen.

Damit schliesst die Entwicklung in der längerfristigen Sicht wieder eher an die Jahre vor 2017 an. Diese Jahre waren durch die Hoffnung auf eine Stabilisierung (oder gar eine Senkung) der Gesundheitskosten gekennzeichnet. Diese hatte, wenn auch minderheitlich, stetig zugenommen. Im Jahr 2018 verstärken sich nun erneut die Anteile, die von einer Stabilisierung der Kosten ausgehen.

Wie bei den Gesundheitskosten gehen 80 Prozent (−11) auch davon aus, dass sich die Krankenkassenprämien gleichermassen nur in eine Richtung entwickeln werden. Allerdings wachsen auch hier neu wieder die Anteile, die von einer Stabilisierungsmöglichkeit der Prämienentwicklung ausgehen. Mit 19 Prozent haben sie sich im Jahresverlauf um 12 Prozentpunkte verstärkt. Damit zeigen sie eine ähnliche Entwicklung wie die Ansichten zu den allgemeinen Gesundheitskosten.

Generell zeigt sich eine hohe Zufriedenheit mit dem Status quo. Weder ein radikaler Ausbau noch ein wesentlicher Abbau der Leistungen ist erwünscht.

Bei der Verteilung der Finanzen nimmt in allen abgefragten Bereichen der Wunsch nach Mehrausgaben (z.T. klar) ab. Gleichzeitig reduziert sich aber auch in fast allen Punkten der Wunsch nach weniger Ausgaben. Jeweils absolute Mehrheiten sind mit der derzeitigen Ressourcenverteilung im Gesundheitswesen einverstanden. Eine Ausnahme bilden die Haltungen zur Verwaltung der Krankenkassen: Erstmals seit 2014 möchte hier wieder eine Mehrheit weniger Geld ausgegeben sehen, was folgerichtig einhergeht mit der stark angewachsenen Meinung, dass die Verwaltungskosten im Gesundheitswesen generell ein Hauptgrund für die Steigerung der Krankenkassenprämien ausmachen.

Aussagen zum schweizerischen Gesundheitswesen
Grafik 5: Aussagen zum schweizerischen Gesundheitswesen
Verursacher für die Steigerung der Krankenkassenprämien
Grafik 6-1: Verursacher für die Steigerung der Krankenkassenprämien
Verursacher für die Steigerung der Krankenkassenprämien
Grafik 6-2: Verursacher für die Steigerung der Krankenkassenprämien