Wertvorstellungen zum Gesundheitswesen

Die Leistungsorientierung mit Blick auf Qualität (aber auch Quantität) bleibt auch im diesjährigen Gesundheitsmonitor klar im Fokus. Die Stimmberechtigten wollen ein auf Qualität und – etwas weniger wichtig – auf Quantität ausgerichtetes Gesundheitswesen, statt nur auf die Kosten zu schauen. Klar wichtiger als die Kosten ist ihnen auch der Zugang zu Medikamenten, unabhängig von deren Preis, für alle Patientinnen und Patienten. Ebenso bleibt die freie Arztwahl ein wichtiger Grundpfeiler.

Die anderen Wertvorstellungen sind aus Sicht der Stimmberechtigen weniger eindeutig (Grafik 3).

Zwei im letzten Jahr festgehaltene Veränderungen sind 2019 von den Stimmberechtigten praktisch wieder korrigiert worden. 2018 entwickelte sich die Meinung in Richtung einer Krankenversicherung, die alle Leistungen statt nur die finanziellen Risiken abdecken soll. 2019 neigen die Stimmberechtigten nur noch leicht in diese Richtung. Auf der anderen Seite möchten die Stimmberechtigten mehrheitlich wieder stärker die Gemeinschafts- statt der Eigenverantwortung hochhalten, wie dies bereits 2015 bis 2017 der Fall war.

Umstritten bleibt, ob das Gesundheitswesen hauptsächlich Bundes- oder Kantonssache sei sowie der Gegensatz zwischen Staat und Markt. Hier zeigen sich weder in die eine noch in die andere Richtung klare Tendenzen.

3 Wunschvorstellung Gesundheitswesen in der Schweiz
Grafik 3: Wunschvorstellung Gesundheitswesen in der Schweiz
© gfs.bern, Gesundheitsmonitor 2019