Bilanz Gesundheitswesen

1986 hat die Schweiz das Gesundheitssystem neu geregelt und in einen obligatorischen Versicherungsteil und einen freiwilligen Teil mit Zusatzversicherungen aufgeteilt. Der für alle Schweizer obligatorische Teil deckt alle notwendigen medizinischen Leistungen ab und wurde in verschiedenen Bereichen ausgebaut. Der Versicherte hat hier nur die Wahlfreiheit zwischen allen Krankenkassen, die jede Person auch in der Versicherung aufnehmen müssen. Darüber hinausgehende Leistungen muss der Versicherte mit Zusatzversicherungen abdecken, wobei die Kassen hier nicht verpflichtet sind, den Versicherten aufzunehmen.

Die Gesamtbilanz zum Gesundheitswesen erreicht ein neues positives Höchstniveau. 87 Prozent (+9 Prozentpunkte) der Befragten haben einen sehr oder eher positiven Gesamteindruck vom Gesundheitswesen. Damit fällt die Bilanz für das Jahr 2018 sehr positiv aus. Das Wachstum der Anteile entwickelte sich ausschliesslich im Bereich der Voten, die dem «sehr positiven» Eindruck zustimmen. Damit verstärkt sich die positive Bewertung des Gesundheitswesens, die bereits seit fünf Jahren jeweils durch mindestens drei Viertel der Stimmberechtigten vorteilhaft ausfällt. Nur gerade 5 Prozent beurteilen die Gesamtbilanz des Gesundheitswesens nach 22 Jahren KVG als eher oder sehr negativ.

Einer der Gründe für die gute Gesamtbilanz – trotz der vor allem bei den Kosten wahrgenommenen Fehlentwicklungen – liegt in der Qualitätsbewertung des Gesundheitswesens: Fast niemand empfindet die Qualität als eher bis sehr schlecht (0%, –1); 100 Prozent (+1) stufen sie als mindestens eher gut ein.

Als gut oder eher gut wird das Gesundheitswesen von 81 Prozent (+10) beurteilt; ein neuer Rekordwert im Gesundheitsmonitor. Die 23 Prozent (+3), welche die Bestnote «sehr gut» vergeben, bleiben im langjährigen Vergleich jedoch tief.

Bilanz Gesundheitswesen unter KVG 2018
Grafik 3: Bilanz Gesundheitswesen unter KVG