Vorwort

Gesundheitsthemen sind in aller Munde. Nebst dem EU-Rahmenabkommen und dem Klimaschutz ist das Gesundheitswesen eines der wichtigsten Themen dieses interessanten Wahljahrs.

Der jährlich erscheinende gfs-Gesundheitsmonitor bietet gerade in einer solch spannenden Phase die Gelegenheit, die Meinungen, Erwartungen und wichtigsten Anliegen der Stimmberechtigten in die Diskussionen der vielen Akteure miteinfliessen zu lassen. Dank eines Vergleichs der letzten zehn Jahre können auch Rückschlüsse gezogen werden, wie sich die Einstellung der Stimmberechtigten über diesen relativ langen Zeitverlauf entwickelt hat.

Eines sticht deutlich hervor: Die Qualität unseres Gesundheitssystems steht für die Stimmberechtigten an erster Stelle. Vor den Kosten. Und bis dato ist der Grossteil der Stimmberechtigten mit der Qualität insbesondere beim aktuellen Leistungskatalog zufrieden und wünscht sich keinen Abbau, sondern eher einen Ausbau.

Auf den ersten Blick scheint dies kontrovers zur aktuellen Gesundheitskosten-diskussion auf medialer und auf politischer Ebene. Beim genaueren Hinsehen erschliesst sich aber, dass auch die Stimmberechtigten eine Zunahme der Gesundheitskosten erwarten und die Krankenkassenprämien für sie ein Problem darstellen. Was die Stimmbürger aber ganz klar ablehnen, sind Einschränkungen oder Experimente zur Kostendämpfung, welche zu einer Minderung der Qualität im Gesundheitssystem führen.

Was die Medikamentenkosten betrifft, so nehmen die Stimmbürger diese als zwar hoch wahr. Geht es hingegen um mehr als Bagatellen, so stehen Wirkung und bestmögliche Behandlung für Mehrheiten im Vordergrund – vor den Kosten. Die Pharmaindustrie wird nach den Ärzten als kompetentester Akteur im Gesundheitswesen angesehen. Diese Bestätigung freut uns und wir – d.h. die forschenden Pharmafirmen in der Schweiz – werden alles daransetzen, die damit verbundenen Erwartungen der Stimmbürger zu erfüllen. Der Beitrag der Pharmaindustrie durch die Medikamentenforschung insbesondere zur Bekämpfung von Krebs wird erkannt und gerade junge Stimmberechtigte wünschen sich mehr Investitionen in die Medikamentenforschung.

Das heisst insbesondere, dass wir uns aktiv dafür engagieren und weiterhin unseren Beitrag leisten zu einem nachhaltigen, innovativen und finanzierbaren Schweizer Gesundheitssystem. Denn damit sichern wir, dass Patientinnen und Patienten schnellstmöglich von den Innovationen profitieren, die den bestmöglichen Behandlungserfolg versprechen.

Dr. René Buholzer
Geschäftsführer Interpharma

Dr. René Buholzer, GS Interpharma, Vorwort
Dr. René Buholzer, Geschäftsführer Interpharma
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