Wachstumsmotor Pharmaindustrie

Die Bedeutung der Pharmaindustrie für die Schweizer Volkswirtschaft lässt sich an direkten und indirekten Einflussgrössen aufzeigen. Die direkte wirtschaftliche Bedeutung misst sich beispielsweise an den Exportzahlen, den Beschäftigten oder an der Bruttowertschöpfung (BWS). Letztere ergibt sich aus dem Wert der produzierten Güter (Produktionswert) abzüglich der bezogenen Vorleistungen. Im Jahr 2016 betrug die nominale BWS der Pharmaindustrie 28.9 Milliarden Schweizer Franken – das ist ca. 4-mal so viel wie noch vor rund 20 Jahren. Mit einem durchschnittlichen realen Wertschöpfungswachstum von 7.2 Prozent pro Jahr trug die Pharmaindustrie im vergangenen Jahrzehnt stark zum Wachstum der Schweizer Wirtschaft bei.

Gemessen werden können neben den direkten auch die indirekten Effekte der Pharmaindustrie. Durch die branchenübergreifende Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen – also wenn die Pharmaindustrie Vorleistungen in Form von Gütern und Dienstleistungen bezieht – werden rund 138 000 zusätzliche Arbeitsplätze (Vollzeitäquivalente) generiert. Ebenso haben die Konsumausgaben der Beschäftigten sowie das Steueraufkommen der Pharmaunternehmen einen indirekten Effekt auf die Gesamtwirtschaft. So addieren sich die direkte und die indirekte BWS auf einen Wert von rund 49.6 Milliarden Schweizer Franken.

Pharmazeutische Firmen investieren viel in Forschung und Entwicklung (F&E). Der Anteil der privatwirtschaftlich finanzierten F&E-Ausgaben lag 2012 bei rund 2 Prozent des nationalen Bruttoinlandsprodukts (BIP). Diese hohe Investitionstätigkeit unterstreicht die Bedeutung des Forschungsstandorts Schweiz. Zudem trägt die Branche so massgeblich dazu bei, dass die Schweiz auch international als Innovationsmotor wahrgenommen wird und sowohl das europäische wie auch das globale Innovationsranking anführt.

Pharmaindustrie in der Schweiz
Pharmaindustrie in der Schweiz