Krebs als zweithäufigste Todesursache

Seit vielen Jahren sind Krebserkrankungen nach den Herz-Kreislauf-Krankheiten die zweithäufigste Todesursache. Mehr als jeder vierte Todesfall war 2016 auf eine Krebserkrankung zurückzuführen. Zwischen 1980 und 2016 stieg die entsprechende Zahl um über 25% von 14 231 auf 17 782. Die Bevölkerung ist im selben Zeitraum um mehr als 32% gewachsen. Jeder dritte Mann und jede vierte Frau werden vor dem 75. Geburtstag mit einer Krebsdiagnose konfrontiert.

Wie in den Vorjahren entfiel der grösste Teil auf die Tumore der Verdauungsorgane, gefolgt von den Tumoren der Atmungsorgane sowie den Tumoren der Brust und der weiblichen Genitalorgane.

Eine entscheidende Rolle bei Krebs spielen Prävention, eine frühe Diagnose und der Zugang zu einer modernen Behandlung. In Ländern, in denen Krebspatienten schnellen Zugang zu neuen Medikamenten haben, sind die Überlebensraten am grössten. Seit ein paar Jahren erfolgt in der Schweiz die Arzneimittelzulassung und insbesondere die Erstattung speziell bei innovativen Medikamenten oft mit Verzögerung. Per 1. Juni 2013 sind Verordnungsänderungen in Kraft getreten mit dem Ziel einer schnelleren Aufnahme in die Kassenpflicht (innerhalb von 60 Kalendertagen). Seit 2018 wird die 60-Tage-Regelung nur noch in wenigen Fällen eingehalten und Patienten können nur verzögert von hochwirksamen und innovativen Medikamenten profitieren.

Todesfälle infolge Krebserkrankungen
Todesfälle infolge Krebserkrankungen