UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) - Interpharma

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5. Januar 2023

UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs)

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung ist ein Fahrplan für die Zukunft. Ihr Kernstück sind 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs), die eine Selbstverpflichtung aller UNO-Staaten im Rahmen einer globalen Partnerschaft beinhalten. Thematische Schwerpunkte der globalen Nachhaltigkeitsagenda sind neben den sozialen Zielsetzungen, auch ökonomische und insbesondere ökologische Aspekte. Sie sollen bis 2030 weltweit und von allen UNO-Mitgliedstaaten erreicht werden und ersetzen die Millenniumsziele (2000-2015). Die Ziele sehen vor, dass die Beseitigung von Armut einher gehen muss mit Strategien zur Verbesserung von Gesundheit und Bildung, zur Verringerung der Ungleichheit und zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstums – und das alles bei gleichzeitiger Bekämpfung des Klimawandels und dem nachhaltigen Management von natürlichen Ressourcen, das den Erhalt des Ökosystems gewährleisten soll.

Bedeutung der SDGs für die forschende pharmazeutische Industrie

Für die forschende pharmazeutische Industrie stehen die Patientinnen und Patienten und somit deren Gesundheit und Wohlergehen seit jeher im Zentrum. Dies ist der Zweck und die raison d’être der forschenden pharmazeutischen Industrie. Hierfür wird geforscht und gearbeitet. Entsprechend stehen die forschenden pharmazeutischen Unternehmen hinter den ehrgeizigen Zielen für nachhaltige Entwicklung. Für die Pharmaunternehmen ist klar, dass zur Bewältigung der grössten gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit das Engagement sämtlicher Akteure wie auch neue und innovative Kooperationen über alle Grenzen hinweg erforderlich sind, was der Absicht der SDG’s entspricht. Zusammenarbeit und Austausch stehen am Anfang jeder Lösung sowohl auf globaler wie auch auf regionaler und lokaler Ebene.

Die Mitglieder von Interpharma spielen bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele und Verbesserung der Gesundheit weltweit eine aktive Rolle. Die SDG’s sind zudem integraler Bestandteil der Pharmastrategie 2030 von Interpharma. Im Rahmen der Stärkung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen setzt sich die Branche zum Ziel, ökologische und sozial-gesellschaftliche Aspekte verstärkt in den unternehmerischen Entscheidungsprozess einfliessen zu lassen. Dazu gehört auch ein aktiver Beitrag zu den SDG’s, dies in Partnerschaft mit anderen Anspruchsgruppen im Rahmen von SDG 17 «Partnerschaften zur Erreichung der Ziele», insbesondere in Bezug auf die materiellen Ziele «Gesundheit und Wohlergehen» (SDG 3), «Geschlechtergleichheit» (SDG 5) und «Massnahmen zum Klimaschutz» (SDG 13).

Breites Engagement auf verschiedenen Ebenen

In einer von Herausforderungen für die globale Gesundheit geprägten Welt nehmen die forschenden pharmazeutischen Unternehmen ihre soziale Verantwortung sehr ernst und tragen sowohl auf individueller Ebene als auch im Rahmen von Multi-Stakeholder-Initiativen und Public Private Partnerships zur Verbesserung der globalen Gesundheit bei. Die forschende pharmazeutische Industrie nutzt dabei eine Vielzahl von ganzheitlichen Ansätzen, von Forschung und Entwicklung bis hin zur Sensibilisierung der Bevölkerung und Gesundheitsförderung, um die Gesundheitsbedürfnisse der Menschen in der Schweiz wie auch auf globaler Ebene zu erfüllen.

Die Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung mit Diagnostika, Impfstoffen oder Medikamenten sowie die Forschung und Entwicklung, mit dem Ziel, sichere, qualitativ hochstehende und wirksame Impfstoffe und Behandlungsmöglichkeiten für Patientinnen und Patienten auf den Markt zu bringen, stehen dabei im Zentrum dieses Engagements. Die Industrie gewährleistet dabei die höchstmögliche Sicherheit und Qualität dieser Arzneimittel und Therapien. Sie leistet auch ihren Beitrag, dass die Kosten dieser Therapien in einem angemessenen Verhältnis zum Nutzen für Patientinnen und Patienten, der Gesellschaft und der Wirtschaft bleiben. Zusätzlich sind die Pharmaunternehmen in zahlreiche Hilfsprogramme involviert, die einen breiten Zugang zu Impfstoffen und Medikamenten für Patientinnen und Patienten aus ärmeren Bevölkerungsschichten vorsehen, und setzen sich auf vielfältige Weise für die weltweiten Gesundheitsbedürfnisse ein, sei es beispielsweise mit Medikamentenspenden, dem Aufbau von Know-how, Wissens- und Technologietransfer oder abgestuften Vergütungssystemen. Zahlreiche forschende Pharmaunternehmen sind in Projekte involviert, um Impfstoffe und Medikamente für von der WHO priorisierte Krankheiten in Entwicklungsländern herzustellen. Erst kürzlich hat die forschende pharmazeutische Industrie eine dreijährige Partnerschaft zur Stärkung der Kapazitäten für Gesundheitsinnovationen in Afrika angekündigt. Die Pharmaindustrie und private Stiftungen bündeln dabei ihre Kräfte, um den Ausbau der Kapazitäten für die Entdeckung und Entwicklung von Arzneimitteln in Afrika voranzutreiben, indem sie bestehende Initiativen ausbauen und neue Entwicklungsmöglichkeiten für Nachwuchs-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler in der Region ermitteln. Ein weiteres Beispiel ist die Zusammenarbeit der forschenden pharmazeutischen Industrie zur Bekämpfung von HIV, Tuberkulose und Malaria. Sie verfolgt angesichts zunehmender Medikamentenresistenzen das Ziel, die Forschungsanstrengungen in diesen kritischen Therapiegebieten zu verstärken und mit ganzheitlichen Ansätzen stärkere Gesundheitssysteme zu schaffen.

Die Gesundheit steht im Zentrum

Die pharmazeutischen Unternehmen der Schweiz tragen insbesondere schwergewichtig in den drei Teilbereichen «Gesundheit und Wohlergeben», «Geschlechtergleichheit» und «Massnahmen zum Klimaschutz» zur UN-Agenda bei, wobei sich das vielfältige und breite Engagement der Mitgliederfirmen von Interpharma nicht ausschliesslich auf diese drei Bereiche beschränkt:

  • Die Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden (SDG Nr. 3) steht für die Pharmaindustrie, die das Wohl und die Gesundheit der Patientinnen und Patienten in den Mittelpunkt ihres Tuns stellt, im Vordergrund. Die Gewährleistung eines gesunden Lebens und die Förderung des Wohlbefindens in jedem Alter sind für eine nachhaltige Entwicklung von wesentlicher Bedeutung. Das UN-Ziel beinhaltet die Vision, die Epidemien von AIDS, Tuberkulose, Malaria und anderen übertragbaren Krankheiten bis 2030 zu beenden. Der Zugang und die Versorgungssicherheit mit Diagnostika, Impfstoffen und Medikamenten für Patientinnen und Patienten haben für Interpharma nicht nur in der aktuellen Pandemiesituation höchste Priorität. Ein rascher Zugang zu neuen innovativen Behandlungsmethoden kann Leben retten. Das dem UN-Gesundheitsziel zugrundeliegende Konzept der universellen Gesundheitsversorgung erfordert in den einzelnen Ländern wie auch der Schweiz Investitionen in die Stärkung der Gesundheitssysteme, einschliesslich der Widerstandsfähigkeit in gesundheitlichen Notsituationen wie der aktuellen Pandemie, der Bereitstellung integrierter Pflege und Dienstleistungen und der Konzentration auf die Prävention und Früherkennung von Erkrankungen.
  • SDG Nr. 5 «Geschlechtergleichheit» ist ein weiterer wichtiger Punkt der UN-Agenda, der für Interpharma und seine Mitglieder hohe Priorität und Unterstützung geniesst. Die Zielsetzung beschäftigt sich mit der Gleichstellung der Geschlechter und der Stärkung der Selbstbestimmung von Frauen und Mädchen. Ihr liegt nicht zuletzt die Logik zugrunde, dass die Stärkung und Beteiligung von Frauen und Mädchen eine starke Hebelwirkung auf Wirtschaftswachstum und Entwicklung hat und zugleich in ökonomischer und sozialer Hinsicht unverzichtbar ist und in letzter Konsequenz auch für die Gesundheit aller Menschen.
  • Den dritten Schwerpunkt von Interpharma und seiner Mitgliedsfirmen bildet SDG Nr. 13 «Massnahmen zum Klimaschutz». Dieser Agendapunkt setzt umfangreiche Massnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen voraus. Durch ihr langjähriges, international anerkanntes Engagement im Umweltbereich nehmen unsere Mitgliedsfirmen in ökologischer Hinsicht vielfach eine Vorreiterrolle ein und zeigen sich für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet. Für die pharmazeutische Industrie ist klar: Ein gesundes Klima ist zwingende Voraussetzung für die Gesundheit der Menschen.

Das Thema der nachhaltigen Zukunft geht alle an. Die verantwortungsvolle Unternehmensführung der Zukunft setzt auf ein nachhaltiges Geschäftsmodell, das auf die Bedürfnisse des Einzelnen Rücksicht nimmt, gleichzeitig die sozialen Lebensräume stärkt und zum Erhalt der Natur beiträgt.

Die einzelnen Akteure müssen auch in Zukunft sämtliche Kräfte bündeln, um die Gesundheitssysteme weltweit zu stärken und die globalen Herausforderungen bei der Bekämpfung von Armut und Klimawandel sowie für mehr Gesundheit und Wohlergehen zu meistern. Gemeinsam mit weiteren Akteuren, einschliesslich der Politik, Wissenschaft und der Zivilgesellschaft, versteht sich die forschende pharmazeutische Industrie als ein massgebender Akteur bei der Umsetzung der SDGs.

Samuel Lanz

Mitglied der Geschäftsleitung / Leiter Kommunikation

+41 79 766 38 86

Über uns

Interpharma ist der Verband der forschenden pharmazeutischen Firmen der Schweiz und wurde 1933 als Verein mit Sitz in Basel gegründet.

Interpharma informiert die Öffentlichkeit über die Belange, welche für die forschende Pharmaindustrie in der Schweiz von Bedeutung sind sowie über den Pharmamarkt Schweiz, das Gesundheitswesen und die biomedizinische Forschung.

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