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9. September 2020

Serie Wirkung von Innovationen (3/6): Nicht-alkoholische Fettleber

In der Schweiz leben 350’000 bis 550’000 Personen mit einer entzündeten, nicht-alkoholischen Fettleber (NASH). Bei 12’000 bis 37’000 Personen hat sich NASH bereits zu einer Zirrhose entwickelt. Jedes Jahr werden geschätzt 30 Lebertransplantationen aufgrund von NASH durchgeführt. Weitere 80 Personen mit NASH stehen auf der Warteliste für eine solche Transplantation.

NASH bezeichnet die Entzündung von Fettlebern, die nicht durch Alkoholismus entstehen. Neben Stoffwechselstörungen sind Fettleibigkeit, Diabetes und erhöhte Blutfettwerte die häufigsten Ursachen. Gegenwärtig gibt es keine erwiesenermassen wirksame und von den Patienten akzeptierte Therapie. Hat sich NASH einmal zu einer Leberfibrose weiterentwickelt, ist diese mit den aktuellen Therapiemöglichkeiten nicht rückgängig zu machen. Die Therapie zielt dann darauf ab, eine Leberzirrhose und ein Leberzellkarzinom zu vermeiden, was beides schlussendlich zu einer Lebertransplantation oder dem Tod führen würde.

Innovation: Heilung von NASH

Aktuell sind sogenannte PPAR- und FXR-Agonisten in der Entwicklung. Die Hoffnung dieser Medikamentenklassen ist, dass sie die erste medikamentöse Therapiemöglichkeit werden, die NASH reversibel macht. Bestätigen sich die Erwartungen, könnten einerseits Komplikationen, die mit Leberzirrhosen verbunden sind und andererseits Lebertransplantationen verhindert werden. Es würden nicht nur die Zirrhosepatienten profitieren, da solche Medikamente auch bereits in früheren Phasen abgegeben werden könnten, um die Fortschreitung der Krankheit zu reduzieren bzw. verhindern. Die Medikamente könnten zudem bei allen chronischen Leberkrankheiten helfen. Mehr Informationen zu NASH und die erhoffte Wirkung der neuen Arzneimittel auf die gesellschaftlichen Kosten finden Sie auf dem Faktenblatt zu NASH.


Abbildung: Potential der Innovation
Quelle: Polynomics, 2020

Simon Fry

Public Policy Manager

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