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21. August 2020

Serie Impfstoff (5/5): Wie engagieren sich die Interpharma Mitglieder in der Impfstoffentwicklung in der Schweiz?

In der Debatte um die Rückholung der Impfstoffentwicklung und -produktion aus dem Ausland zur Sicherstellung einer breiten Versorgung, ist auch die Frage nach dem Engagement der Schweizer Pharmaindustrie im eigenen Land aufgekommen. Im Nachfolgenden möchten wir eine Übersicht der Aktivitäten unserer Mitglieder geben, die sich speziell auf die Covid-19-Impfstoffentwicklung in der Schweiz konzentriert.

Janssen Vaccines in Bern, das zu den Janssen Pharmaceutical Companies of Johnson & Johnson gehört, ist ebenfalls in die COVID-19 Aktivitäten von Johnson & Johnson eingebunden. Das Kompetenzzentrum für virale und bakterielle Impfstoffe und neuartige Therapien führt derzeit nach erfolgreichen präklinischen Daten Phase I/IIa-Studien an gesunden Freiwilligen in Belgien und der USA durch. Die Phase-III-Studie ist für September 2020 geplant. Der Standort in Bern-Bümpliz hat auf derselben viralen Produktionsplattform in den letzten Jahren bereits den Ebola Impfstoff hergestellt.

Pfizer arbeitet derzeit mit dem Unternehmen BioNTech an der Entwicklung eines viel versprechenden Covid-19-mRNA-Impfstoffes. Dieser befindet sich in den USA, Argentinien, Brasilien und Deutschland bereits in Phase II/III-Studien. Wenn die Erprobung mit Erfolg abschliesst und danach eine schnelle Marktzulassung gewährleistet werden kann, könnte ein Impfstoff bereits 2021 in grossem Stile der Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden.

Die Interpharma-Mitglieder Sanofi und GSK bündeln ihre Kräfte in einer beispiellosen Impfstoff-Kooperation zur Bekämpfung von Covid-19. Beide Unternehmen werden ihre innovativen Technologien kombinieren, um einen adjuvantierten Impfstoff gegen Covid-19 zu entwickeln. Der Impfstoffkandidat wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2020 klinisch erprobt und in der ersten Jahreshälfte 2021 verfügbar sein.

Biotest, BPL, LFB und Octapharma haben sich im April 2020 einer Allianz angeschlossen, die von CSL Behring und Takeda Pharmaceutical Company Limited gebildet wurde, um eine potenzielle Therapie aus Plasma zur Behandlung von COVID-19 zu entwickeln. Die Allianz will ein polyklonales Anti-SARS-CoV-2-Hyperimmun-Immunglobulin-Medikaments entwickeln, das das Potenzial hat, Personen mit schweren Komplikationen durch COVID-19 zu behandeln.

Elena Allendörfer

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