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24. Juli 2020

Pharmaforschung zur Bewältigung der COVID-Krise (4/5): Remo Gujer, General Manager Switzerland & Austria, Bristol Myers Squibb

Als Bio-Pharmazeutisches Unternehmen mit globalen Produktionsstätten in der Schweiz setzt sich Bristol Myers Squibb seit Beginn der COVID-19 Pandemie für das Wohl und die Gesundheit der PatientInnen, Mitarbeitenden, Kunden und der Gemeinschaft ein. Gleichzeitig bleibt es ein zentrales Anliegen, dass ein breiter und rechtsgleicher Zugang aller PatientInnen in der Schweiz zu hochwertigen Medikamenten gesichert wird.

Dr. Remo Gujer, General Manager Schweitzerland & Austria, Bristol Meyer Squibb

Unsere Unternehmensstandorte haben sich umgehend und intensiv mit der Pandemie befasst. Von Anfang an stand das Wohl der PatientInnen, Mitarbeitenden, Kunden und der Öffentlichkeit, an erster Stelle.

Um die Gemeinschaften zu unterstützen, haben wir während der Pandemie global wie auch lokal schnell und unkompliziert gemeinnützige Organisationen unterstützt. Dies sowohl auf Mitarbeiter­ als auch auf Unternehmungsebene. So hat unser Team in unserer Produktionsstätte in Zofingen während der Pandemiewelle die Herstellung um eine Schicht erweitert und, neben den Wirkstoffen für unsere Medikamente, zusätzlich Desinfektionsmittel für Spitäler und medizinische Institutionen in einigen Kantone produziert und gespendet.

Eine weitere Priorität stellt die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter und Kunden dar. Auch wenn viele persönliche Interaktionen im Team und mit Kunden und externen Partnern auf virtuelle Plattformen wechselten, so hat die Produktivität kaum gelitten. Mit den modernen technischen Möglichkeiten haben wir schnell auch neue Wege gefunden, den effizienten und kollaborativen Austausch mit unseren externen Partnern und Stakeholdern aufrecht zu erhalten und uns fokussiert auszutauschen.

Eine unserer wichtigsten Prioritäten ist und bleibt die Sicherstellung der Verfügbarkeit unserer Arzneimittel für unsere PatientInnen; sei es durch die Vertriebskanäle unserer zugelassenen Produkte oder durch unsere grosse Anzahl an klinischen Studien.

Im Bereich der Krebsforschung sind wir weltweit eine richtungsweisende Pharmafirma. Weltweit haben wir im Jahr 2019 rund 4.6 Mrd. Schweizer Franken in die Erforschung neuer Arzneimittel und Therapien investiert. Und wir investieren und fördern die Forschung auch in der Schweiz. 2019 haben wir in Zusammenarbeit mit den Kantons- und Universitätsspitälern alleine im Bereich der Onkologie 58 aktive klinischen Studien (Interne Erhebung von Bristol Myers Squibb, klinische Studien im Bereich Onkologie 2019) durchgeführt. Dank dieser Studien in der Schweiz haben PatientInnen in lebensbedrohlichen Situationen oftmals rasch Zugang zu neuen, möglicherweise wirksameren Therapien bekommen. Investitionen in Forschung und Entwicklung im Bereich Onkologie sind und bleiben wichtig. Jedes Jahr erhalten rund 40’000 Menschen in der Schweiz eine Krebsdiagnose und trotz dem grossen medizinischen Fortschritt bleibt Krebs nach wie vor die zweithäufigste Todesursache in unserem Land.

Damit PatientInnen in der Schweiz auch in der Zukunft einen raschen und über alle Landesteile und Versicherungen vergleichbaren Zugang zu neuen und wirksameren Therapien erhalten, sind Erneuerungen unsers Vergütungssystems erstrebenswert. Anlass zur Sorge bereiten aktuell die Verzögerungen im Zulassungs- und Vergütungsprozess von Innovationen. Hier fällt die Schweiz im internationalen Vergleich immer mehr zurück und es gilt, zum Wohle der PatientInnen, gemeinsam zwischen den Entscheidungsträgern rasche Lösungen zu erarbeiten.

Für ein weltweit agierendes Unternehmen wie Bristol Myers Squibb mit globalen Produktionsstätten in der Schweiz sind politische Stabilität, Rechtsicherheit und Planungssicherheit zentral. So sind der Zugang zum europäischen Markt, der offene Warenfluss und die Verfügbarkeit hoch spezialisierter Arbeitskräfte für den Produktionsstandort Schweiz essenziel. Eine Schwächung der Rahmenbedingungen oder weitere reglementierende Einschränkungen gefährden Investitionen, Innovationskraft und Arbeitsplätze in der Schweiz.

Die Pharmabranche ist bestrebt, Lösungen aktiv mitzugestalten und hat auch mit dem Ideenpapier «Pharmastrategie 2030» einige Vorschläge unterbreitet, wie der Produktions- und Forschungsstandort Schweiz zum Wohle der Gesellschaft und der PatientInnen verbessert werden kann.

Wir würden uns wünschen, dass die sehr gute und erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Behörden und der Politik rund um COVID-19 als positives Beispiel dient, wie wir auch andere dringende Herausforderungen im Gesundheitssektor gemeinsam meistern können.

Daniela Dürr

Communication Manager

061 264 34 40

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Interpharma ist der Verband der forschenden pharmazeutischen Firmen der Schweiz und wurde 1933 als Verein mit Sitz in Basel gegründet.

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