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12. April 2019

Keine unlautere Beeinflussung

Für die Erforschung und Entwicklung neuer Behandlungen und Therapien ist der Austausch zwischen Pharmaunternehmen und Ärzte oder anderen Leistungserbringern unverzichtbar. Es geht nicht um eine unlautere Beeinflussung, wie vom Blick suggeriert.

«So kauft die Pharma-Industrie die Ärzte» – so betitelte Blick gestern einen Artikel, in dem gleichzeitig die korrektive Datenbank angepriesen wird, mit welcher Ringier die geldwerten Leistungen, welche die Pharmaindustrie gegenüber Ärzten, Spitälern und anderen Institutionen der Gesundheitsbranche erbringt, aufzeigen will. Gegen den Vorwurf, dass Pharmaunternehmen systematisch Ärzte ‘kaufen’ wehre ich mich als Generalsekretär der Interpharma im Namen unserer forschenden Mitgliedfirmen.

Der Austausch und die Kollaborationen mit Universitätsspitälern und Ärzten ist für die Qualität der medizinischen Versorgung von Patientinnen und Patienten unerlässlich und wird sich im Zusammenhang mit neuen, innovativen Therapien eher verstärken. Wir sprechen hier aber von einem wissenschaftlichen Austausch und Kollaborationen und nicht, wie von Blick suggeriert, von unlauterer Beeinflussung der Ärzte oder anderen Leistungserbringern.

Durch die Offenlegung der Transfers geldwerter Leistungen von der Industrie an Ärzte, Apotheker, Spitäler und Forschungsinstitutionen soll das Vertrauen der Öffentlichkeit in die wichtige Zusammenarbeit zwischen diesen Partnern gestärkt werden. Dass diese Transparenz nun als Anlass genommen wird die rund  46’000 direkten Mitarbeiter der Pharmaindustrie unter den Generalverdacht der Korruption zu stellen, ist enttäuschend und nicht akzeptabel.

Die Pharmaindustrie ist eine der am stärksten reguliertesten Branchen. Der Umfang der geldwerten Leistungen findet im Rahmen von klar definierten Projekten und Kollaborationen statt und unterliegen dem geltenden Recht, dem Pharma-Kooperations-Kodex und Firmen internen Genehmigungsprozessen. Einzelfälle, in denen der Verdacht besteht, dass Mitarbeiter dieser Unternehmen sich nicht an die internen Regeln, den Pharmakodex und die gesetzlichen Vorgaben gehalten haben sollen, sollen untersucht und wenn nötig auch strafrechtlich geahndet werden. Dass die Pharmafirmen aber wie von Blick suggeriert systematisch Ärzte und andere Leistungserbringer ‘kaufen’, diesen Vorwurf lassen wir nicht gelten.

Dr. René P. Buholzer

Geschäftsführer

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Interpharma ist der Verband der forschenden pharmazeutischen Firmen der Schweiz und wurde 1933 als Verein mit Sitz in Basel gegründet.

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