Beitrag teilen auf:

13. Juli 2021

Fünf Erkenntnisse aus der Krise für die Zukunft des Schweizer Gesundheitswesens: Teil 4

Die aktuelle Gesundheitskrise hat erneut in Erinnerung gerufen, welch zentrale Bedeutung die forschende pharmazeutische Industrie sowohl für die Gesundheit der Bevölkerung als auch für die Volkswirtschaft der Schweiz hat. Die in Rekordzeit zugelassenen Diagnostika, Impfstoffe und Medikamente zur Bekämpfung von Covid-19 sind ein grosser Erfolg der internationalen Zusammenarbeit, ein Sieg der Wissenschaft und der forschenden Pharmaindustrie. Es ist ein Wesensmerkmal von Krisen, dass sie wie ein Brennglas wirken und Schwachstellen offenlegen. Interpharma, der Verband der forschenden pharmazeutischen Industrie, hat fünf Erkenntnisse aus der Krise für das Schweizer Gesundheitswesen der Zukunft zusammengefasst.

Erkenntnis 4: Stärkung der Bereitschaft zur Innovation ist für die Schweiz überlebenswichtig.

Ein starker Innovations- und Forschungsplatz Schweiz ist die beste Krisenvorsorge. Die kostenintensive Forschungsinfrastruktur, die es heute ermöglicht, in Gesundheitskrisen rasch und effizient zu handeln, Kapazitäten auszubauen und damit Leben zu retten, kann nicht erst in der Krise aufgebaut werden. Entsprechend wichtig für eine nachhaltige gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung der Schweiz ist ein Klima, in dem Innovation gedeihen kann. Ein starker Schutz des geistigen Eigentums, ein reger Wissenstransfer und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Akademie, Start-ups, Spin-offs sowie der forschenden pharmazeutischen Industrie sind zentrale Voraussetzungen, um Forschungsanreize zu setzen und Innovationen überhaupt zu ermöglichen. Zudem braucht es einen raschen und unkomplizierten Zugang zum Schweizer Arbeitsmarkt für ausländische Expertinnen und Experten sowie Fachund Führungskräfte. Forschung und Entwicklung werden in Zukunft dort stattfinden, wo der Schutz des geistigen Eigentums sichergestellt ist und der beste Zugang zu Talenten, qualitativ hochstehenden Gesundheitsdaten und Partnern besteht.

Jetzt braucht es:

Konsequenten Schutz des geistigen Eigentums Der Schutz des geistigen Eigentums ist für eine wissensbasierte und innovationsfreudige Industrie essenziell. Er sorgt dafür, dass nachhaltige und wiederkehrende Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen in der Schweiz getätigt werden. Eine Schwächung des Patentschutzes hingegen würde weniger private Investitionen und folglich weniger innovative Produkte bedeuten.

Zügige Genehmigung klinischer Versuche Das «Fast-Track-Verfahren» bei der Durchführung von klinischen Studien für Produkte mit hohem medizinischem Bedarf und die in der Covid-19-Pandemie eingeführten Anpassungen sollen auch nach der Krise fortgeführt werden.

Stärkung von Bildung und Wissenschaft Die Qualität des Schweizer Hochschulsystems ist ein wichtiger Standortfaktor – insbesondere für die forschenden pharmazeutischen Unternehmen, die sich in einem globalen Wissens- und Innovationswettbewerb behaupten müssen. Die Einbettung der Schweizer Hochschulen in die europäische und internationale Forschungslandschaft muss auch in Zukunft sichergestellt werden.

Samuel Lanz

Kommunikationsleiter

+41 79 766 38 86

Über uns

Interpharma ist der Verband der forschenden pharmazeutischen Firmen der Schweiz und wurde 1933 als Verein mit Sitz in Basel gegründet.

Interpharma informiert die Öffentlichkeit über die Belange, welche für die forschende Pharmaindustrie in der Schweiz von Bedeutung sind sowie über den Pharmamarkt Schweiz, das Gesundheitswesen und die biomedizinische Forschung.

Jahresbericht

Informationen zu unseren Kennzahlen und Aktivitäten im Geschäftsjahr 2020

mehr lesen

Board & Geschäftsstelle

Interpharma stellt sich vor

mehr lesen

Publikationen

Publikationen bestellen und herunterladen

mehr lesen

Vision & Mission

Mehr zu den Aufgaben und übergeordneten Zielen von Interpharma

mehr lesen

Kontakt

Setzen Sie sich mit uns in Verbindung

mehr lesen

Medien

Aktuelle Informationen und Medienkontakte für Medienschaffende

mehr lesen