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7. Juli 2021

Fünf Erkenntnisse aus der Krise für die Zukunft des Schweizer Gesundheitswesens: Teil 3

Die aktuelle Gesundheitskrise hat erneut in Erinnerung gerufen, welch zentrale Bedeutung die forschende pharmazeutische Industrie sowohl für die Gesundheit der Bevölkerung als auch für die Volkswirtschaft der Schweiz hat. Die in Rekordzeit zugelassenen Diagnostika, Impfstoffe und Medikamente zur Bekämpfung von Covid-19 sind ein grosser Erfolg der internationalen Zusammenarbeit, ein Sieg der Wissenschaft und der forschenden Pharmaindustrie. Es ist ein Wesensmerkmal von Krisen, dass sie wie ein Brennglas wirken und Schwachstellen offenlegen. Interpharma, der Verband der forschenden pharmazeutischen Industrie, hat fünf Erkenntnisse aus der Krise für das Schweizer Gesundheitswesen der Zukunft zusammengefasst.

Erkenntnis 3: Die Digitalisierung im Gesundheitswesen duldet keinen weiteren Aufschub mehr. Datenbasiertes Wissen wird immer bedeutsamer.

Die Pandemie hat der Welt die Bedeutung der Digitalisierung im Gesundheitswesen vor Augen geführt. Das Schweizer Gesundheitswesen weist in der Digitalisierung einen grossen Nachholbedarf auf. Verlässliche Gesundheitsdaten sind nicht nur für die Steuerung in der Krise unerlässlich, sondern auch für bestehende und zukünftige medizinische Behandlungsmöglichkeiten und die Qualitätssicherung. Erfolge bei der Entwicklung von Medikamenten und Therapien sowie in der Diagnostik hängen zunehmend von der Analyse riesiger Datenmengen ab. Von einer anonymisierten Weitergabe ihrer Gesundheitsdaten profitieren Patientinnen und Patienten in mehrfacher Hinsicht. Ein sicherer, offener Zugang zu diesen Daten ermöglicht es zum einen, die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten über den gesamten Behandlungszyklus konsequent ins Zentrum zu stellen. Andererseits profitiert der Einzelne als Teil der Gesellschaft von einer gesteigerten Qualität des Gesundheitswesens, bei höherer Effizienz und tieferen Kosten. Dem Staat kommt in der digitalen Transformation eine Schlüsselfunktion zu: Um das Vertrauen der Bevölkerung und der wichtigsten Anspruchsgruppen im Gesundheitswesen zu gewinnen, braucht es einen transparenten Dialog zwischen allen Akteuren und eine Führungs- und Vorbildfunktion der Behörden in technologischer Hinsicht.

Jetzt braucht es:

Eine offene digitale Infrastruktur Es braucht eine Infrastruktur, die allen involvierten Akteuren des Gesundheitswesens den Zugriff auf anonymisierte Daten ermöglicht. Diese Infrastruktur bedingt drei Elemente: eine integrierte Plattform, eine orchestrierende Organisation und gemeinsame Regeln.

Klare Regeln und technische Standards Es braucht gemeinsame technische, international abgestimmte Standards, nach denen Daten erhoben, aufbereitet und gespeichert werden. Auch sind Zertifizierungsprozesse nötig, um die Übereinstimmung mit den Standards zu gewährleisten.

Regulatorische Anreize für Datenspenden Gesundheitsdaten sind sensibel und müssen rechtlich geschützt werden. Gleichzeitig müssen die Akteure des Gesundheitswesens sich über ihre Möglichkeiten beim Datenteilen und dem Wert für die Gesellschaft bewusst sein. Es braucht Anreize, anonymisierte Daten weiterzugeben.

Samuel Lanz

Mitglied der Geschäftsleitung / Leiter Kommunikation

+41 79 766 38 86

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Interpharma ist der Verband der forschenden pharmazeutischen Firmen der Schweiz und wurde 1933 als Verein mit Sitz in Basel gegründet.

Interpharma informiert die Öffentlichkeit über die Belange, welche für die forschende Pharmaindustrie in der Schweiz von Bedeutung sind sowie über den Pharmamarkt Schweiz, das Gesundheitswesen und die biomedizinische Forschung.

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