Blogserie Gesundheitsmonitor – Teil 3: Medikamente tragen zu Kosteneinsparungen bei. - Interpharma

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15. Juli 2022

Blogserie Gesundheitsmonitor – Teil 3: Medikamente tragen zu Kosteneinsparungen bei.

Medikamentenpreise werden oft als Kostentreiber im Gesundheitswesen abgestempelt. Dabei sinkt der Preisindex für Medikamente seit Jahren kontinuierlich. So tragen Medikamente, auch dank den regelmässigen Preisüberprüfungen durch das Bundesamt für Gesundheit zu wiederkehrenden Einsparungen bei. Die Ansicht, dass die Medikamentenpreise zu hoch sind, hat dieses Jahr die zweittiefste Zustimmung seit Beginn der Umfrage erhalten. Dennoch gibt es Luft nach oben, um den Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten zu beschleunigen.

Medikamentenpreise tragen trotz Teuerung zu Kosteneinsparungen bei

Nach über einem Jahrzehnt mit faktischer Preisstabilität steigen auch in der Schweiz die Konsumentenpreise wieder stärker an. Im März 2022 lag die Jahresteuerung bei +2.4 Prozent. Bei den Medikamenten war in derselben Zeitperiode jedoch ein Rückgang um −2.4 Prozentpunkte festzustellen. Auch im Gesundheitsmonitor sind die Stimmberechtigten zur Kostenfrage bei Medikamenten befragt worden:

Bei den Befragten hat sich die reale Entwicklung insofern auf die Wahrnehmung der Medikamentenpreise ausgewirkt, als dass diese im langfristigen Vergleich relativ wohlwollend ausfällt: 64 Prozent halten die Preise für Medikamente in der Schweiz als zu hoch. Das ist zwar eine Zunahme um 5 Prozentpunkte, ist aber seit Beginn des Gesundheitsmonitors 1997 der zweittiefste gemessene Wert im langjährig anhaltenden Abwärtstrend. Nur im Vorjahr, im Kontext der Corona-Pandemie, hielten die Befragten die Preise der Medikamente – in Relation zu ihrem Nutzen – für angemessener.

Eine Mehrheit befürwortet geregelte Medikamentenpreise

Die Stimmberechtigten wünschen sich im langfristigen Trend immer stärker, dass gesetzliche Höchstpreise gelten (62%). Der Trend hat sich schwach auch in diesem Jahr fortgesetzt (+2). Eine Verhandlung zwischen Krankenkassen und Medikamentenherstellern befürwortet nur eine schwindende Minderheit (34%, −4).

Seit 2015 zieht die Mehrheit der Befragten das Originalmedikament einem Generikum oder einem Biosimilar vor. 2021, inmitten der Pandemie, wollten zwei Drittel nicht auf das Originalmedikament verzichten. Mit 55 Prozent (−12) pendelt sich der Wert wieder auf dem Niveau der Vorjahre ein.

Die Pharmabranche trägt als einzige Akteurin im Gesundheitswesen zu wiederkehrenden Einsparungen von über 1 Milliarde Franken bei. Dank den dreijährlichen Preisüberprüfungen durch das Bundesamt für Gesundheit sinken die Medikamentenpreise kontinuierlich und entlasten so das Schweizer Gesundheitswesen. Mit dem Modell eines «Rückvergüteten Innovationszugangs» hat Interpharma einen Vorschlag unterbreitet, mit dem einerseits der Zugang zu innovativen Medikamenten beschleunigt und andererseits die Preisfindung weiter institutionalisiert wird.

Dieser Beitrag ist Teil einer mehrteiligen Blogserie über das Gesundheitswesen in der Schweiz. Erfahren Sie mehr dazu im diesjährigen Gesundheitsmonitor, der von Interpharma jährlich bei gfs.bern in Auftrag gegeben wird.

Samuel Lanz

Mitglied der Geschäftsleitung / Leiter Kommunikation

+41 79 766 38 86

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