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16. Dezember 2020

3 Fragen an Silvia Schweickart – Vorsitzende der Geschäftsleitung Novartis Pharma Schweiz AG und Vice-Chair des Interpharma Executive Committee

Sie sind seit rund anderthalb Jahren Vorsitzende der Geschäftsleitung von Novartis Pharma Schweiz. Welcher Fokus und welche Ziele stehen bei Ihnen im Vordergrund?

Im Zentrum unserer Tätigkeit steht der Patient: Mein Ziel ist es, den Schweizer Patienten die innovativen Therapien zur Verfügung zu stellen, die sie für eine optimale Behandlung benötigen – und zwar so rasch wie möglich. Vor allem bei der Zeit, die es braucht, bis die Vergütung eines Medikaments geregelt ist, haben wir in der Schweiz noch Aufholpotenzial. Gemeinsam mit den anderen Akteuren im Gesundheitswesen arbeiten wir daran, Lösungen zu finden.

In manchen Fällen dauert es aber auch einfach zu lange, bis die Patienten die richtige Therapie erhalten. Der Grund ist klar: Hausärzte müssen ein immer breiteres Spektrum an Krankheiten abdecken und immer mehr Patienten betreuen. Daher ist es eine grosse Herausforderung, sämtliche Krankheiten früh zu diagnostizieren. Ich möchte mit meinem Team dazu beitragen, diese Zeit bis zur richtigen Therapie zu verkürzen – beispielsweise, indem wir Hausärzte und Spezialisten vernetzen. Die zunehmende Digitalisierung in der Gesundheitsbranche hilft uns dabei.

Das Executive Committee vereint die Geschäftsführer Schweizer Ableger von Interpharma-Mitgliedern. Wie erleben Sie diesen Austausch?

Wir forschenden Pharmaunternehmen verfolgen in vielen Bereichen sehr ähnliche Ziele – wir alle wollen Patienten Zugang zu den bestmöglichen Therapien verschaffen. Daher finde ich den Austausch im Executive Committee sehr wichtig. Natürlich halten wir uns streng an die Wettbewerbsregeln, das ist selbstverständlich. Dennoch empfinde ich den Diskurs in diesem Gremium als sehr bereichernd. Wir haben sehr unterschiedliche Hintergründe und Persönlichkeiten und natürlich sind auch unsere Unternehmen sehr verschieden. Und gerade durch diese Diversität entsteht ein besonders kreativer Austausch.

Die Covid-19 Pandemie hat für uns alle viele Veränderungen mit sich gebracht. Was hat sich für Novartis Pharma Schweiz verändert?

Auf globaler Ebene engagiert sich Novartis stark im Kampf gegen die Pandemie – beispielsweise haben wir eine Vereinbarung über eine Option zur Einlizensierung von zwei Wirkstoffkandidaten gegen COVID-19 mit dem in der Schweiz ansässigen Biotechunternehmen Molecular Partners abgeschlossen. In unseren Labors haben wir mit einem längerfristigen kollaborativen Ansatz in der Arzneimittelentwicklung begonnen, ein antivirales Molekül zur potenziellen Behandlung aller Coronaviren zu entwickeln. Darüber hinaus beteiligen wir uns an zwei wichtigen branchenübergreifenden Forschungsinitiativen, am COVID-19 Therapeutics Accelerator (CTA), der von der Bill & Melinda Gates Foundation, Wellcome und Mastercard koordiniert wird, sowie an einer Partnerschaft zur Bekämpfung von COVID-19, die von der Innovative Medicines Initiative (IMI) unterstützt wird.  

Aber auch unser Tagesgeschäft hat sich verändert. Wir waren bereits vor dem Beginn der Pandemie dabei, unsere Tools für digitales Arbeiten auszubauen. Durch die Covid-19-Situation hat die Digitalsierung aber im letzten Jahr nochmal einen grossen Schub bekommen – sowohl was den internen Austausch angeht, als auch mit Blick auf Kundentermine. Wir sehen zwar, dass der persönliche Austausch mit den Kunden sehr wichtig bleibt – trotzdem bin ich überzeugt, dass sich der Trend hin zu mehr digitalen Kontaktpunkten fortsetzen wird. 

Überdies hat Novartis bereits beschlossen, den Mitarbeitern auf der ganzen Welt auch in Zukunft mehr Flexibilität zu geben, wann und wo sie arbeiten wollen; sie müssen aber gleichzeitig auch mehr Eigenverantwortung übernehmen. Damit positioniert sich Novartis einmal mehr als ein äusserst moderner und attraktiver Arbeitgeber – gerade für die jüngere Generation, der Eigenverantwortung und Flexibilität besonders wichtig ist.

Samuel Lanz

Kommunikationsleiter

+41 79 766 38 86

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