Die Schweiz blickt auf eine lange Tradition von Spitzenleistungen in der pharmazeutischen Industrie zurück, mit grossen globalen Konzernen wie Novartis, Roche und Nestlé sowie zahlreichen Biotech- und MedTech-Unternehmen. Die hohe Kompetenz des Landes im Bereich der Präzisionsmedizin, der Medizintechnik und des Engagements für die Herstellung hochwertiger Arzneimittel ist eine weitere wichtige Stärke. Darüber hinaus sind die Schweizer Hochschulen dafür bekannt, Spitzenkräfte in Wissenschaft und Technik hervorzubringen. Die ETH, die EPFL und die Universität St. Gallen sind nur einige der Spitzenuniversitäten in der Schweiz, die eine konstante Nachfolge an qualifizierten Talenten bieten.
Die einzigartige geografische Lage der Schweiz ist auch eine Chance für Forschung und Innovation. Die Position im Herzen Europas ermöglicht einen einfachen Zugang zur Europäischen Union und zu anderen Ländern. Das stabile politische Klima und die effiziente Infrastruktur des Landes sind weitere Vorteile für die Unternehmen der Pharmaindustrie.
Trotz ihrer vielen Stärken steht die Schweiz als Forschungs- und Innovationsstandort noch vor einigen Herausforderungen und Problemen. Eine der dringendsten ist die Notwendigkeit, Talente anzuziehen und zu halten. Die hohen Lebenshaltungskosten und die strenge Einwanderungspolitik der Schweiz machen es schwierig, die besten Talente aus der ganzen Welt anzuziehen.
Eine weitere Herausforderung ist der administrative Aufwand für die klinische Forschung und den Zugang zu Medikamenten. Das komplexe regulatorische Umfeld in der Schweiz kann für Unternehmen belastend sein, was einige dazu veranlasst, ihre Aktivitäten in andere Länder zu verlagern. Auch die Digitalisierung und der Zugang zu Gesundheitsdaten sind wichtige Themen, die angegangen werden müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Schliesslich stellen auch die aktuellen Probleme mit den Beziehungen der Schweiz zu Europa eine grosse Herausforderung dar. Die Ungewissheit rund um den Brexit und die Verhandlungen über ein neues Rahmenabkommen mit der EU könnten der Attraktivität der Schweiz als Pharmastandort schaden.
Damit die Schweiz auch in Zukunft ein attraktiver Pharmastandort bleibt, muss der Fokus weiterhin auf Innovation und Forschung liegen. Dies kann durch die Förderung starker Beziehungen zwischen der pharmazeutischen Industrie, akademischen Institutionen und staatlichen Stellen erreicht werden.
Ein weiterer wichtiger Schritt ist der Aufbau einer zukünftigen Gesundheitsdaten-Drehscheibe in der Schweiz. Dies würde eine bessere Integration und einen besseren Zugang zu Gesundheitsdaten ermöglichen, was letztlich zu besseren Ergebnissen für die Patienten führen würde. Darüber hinaus muss der Schwerpunkt weiterhin auf nachhaltige Investitionen in die Schweizer Pharmaindustrie gelegt werden, um einen langfristigen Erfolg zu gewährleisten.
Als IHC-Vize Chair möchte ich mich persönlich für nachhaltige Investitionen in die Schweizer Pharmaindustrie einsetzen und Initiativen zur Bewältigung der oben genannten Herausforderungen und Probleme fördern. Ich werde mit wichtigen Entscheidungsträgern zusammenarbeiten, um starke Beziehungen zwischen der Industrie, der akademischen Welt und den Regierungsbehörden aufzubauen. Ich werde auch die Schaffung einer künftigen Gesundheitsdaten-Drehscheibe in der Schweiz unterstützen und mich für Massnahmen engagieren, die den Verwaltungsaufwand in der klinischen Forschung und beim Zugang zu Medikamenten verringern. Schliesslich werde ich die Verhandlungen über ein neues Rahmenabkommen mit der EU aufmerksam verfolgen und mich für ein positives Ergebnis zum Nutzen der Schweizer Pharmaindustrie einsetzen.
Interpharma ist der Verband der forschenden pharmazeutischen Firmen der Schweiz und wurde 1933 als Verein mit Sitz in Basel gegründet.
Interpharma informiert die Öffentlichkeit über die Belange, welche für die forschende Pharmaindustrie in der Schweiz von Bedeutung sind sowie über den Pharmamarkt Schweiz, das Gesundheitswesen und die biomedizinische Forschung.
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