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3. Dezember 2020

3 Fragen an Katrien de Vos, Country President von AstraZeneca Schweiz

Wie schätzen Sie persönlich die Lage ein? Was sind für Ihre Firma die grössten Herausforderungen in der besonderen Lage, in der wir uns zurzeit befinden?

Die COVID-19-Pandemie ist eine unmittelbare Herausforderung für unsere Gesellschaft und die Gesundheitssysteme sowie auch für jeden und jede Einzelne von uns. Wir reagieren auf den Ausbruch von COVID-19 im Einklang mit unseren Werten, der Wissenschaft zu folgen und die Patienten an die erste Stelle zu setzen. Als Unternehmen liegt unsere Priorität darin, die anhaltende Bereitstellung von Medikamenten für die kontinuierliche Versorgung und die Patientensicherheit zu gewährleisten und die wissenschaftliche Innovation voranzutreiben, um das Virus zu bekämpfen. Dazu arbeiten wir mit Regierungen, internationalen Organisationen, Gesundheitsexperten, der Industrie sowie auch der Patientengemeinschaft zusammen.

Intern arbeiten wir weiter daran, uns mit unserem Denken und unserem Verhalten auf die Ungewissheit einzustellen und nach vorne zu schauen, damit wir alle stärker aus dieser Krise heraustreten können.

AstraZeneca ist stark in die Erforschung eines COVID-19-Impfstoffes involviert. Wie ist die aktuelle Situation? Gibt es bei AstraZeneca neben der Erforschung eines Impfstoffes weitere Projekte in der Bekämpfung von COVID-19?

AstraZeneca weiss um die Dringlichkeit eines Impfstoffs zur Bekämpfung des Virus und arbeitet daher mit der Universität Oxford an der Entwicklung, Herstellung und Lieferung von AZD1222, mit der gemeinsamen Verpflichtung, ihn auf breiter und fairer Basis sowie zeitnah und ohne Profit während der Pandemie bereitzustellen.

Erst vor ein paar Tagen haben wir positive Ergebnisse aus einer Zwischenanalyse von klinischen Studien zu AZD1222 in Grossbritannien und Brasilien bekanntgegeben. Wir konnten zeigen, dass der Impfstoff COVID-19 sehr wirksam verhindern kann (primärer Endpunkt), ohne Hospitalisierungen oder schwere Krankheitsverläufe bei den Studienteilnehmern, die den Impfstoff erhalten haben. Wir bereiten jetzt die Einreichung der Daten bei den Zulassungsbehörden weltweit vor. Wir werden alles daran setzen, diesen Impfstoff schnell für die Schweiz verfügbar zu machen.

Zur Antwort von AstraZeneca auf die Pandemie gehört auch die schnelle Mobilisierung unserer globalen Forschungsanstrengungen zur Entdeckung neuer Coronavirus-neutralisierender Antikörper. AZD7442, eine Kombination von zwei monoklonalen Antikörpern, wird bereits in Studien der Phase III zur potenziellen Prävention und Behandlung von COVID-19 untersucht. Darüber hinaus hat das Unternehmen schnell damit begonnen, vorhandene Medikamente zum Schutz vor schweren Komplikationen wie Organversagen zu untersuchen.

Sie haben die Leitung von AstraZeneca Schweiz kürzlich übernommen. Welche Ziele und Schwerpunkte stehen für Ihre Zeit als Länderchefin im Fokus?

Den Zugang zu unseren Ansätzen für die Prävention und Behandlung von COVID-19 in der Schweiz zu gewährleisten, hat für mich oberste Priorität. Gleichzeitig werden wir weiterhin für die Patienten da sein, die an anderen Krankheiten leiden. So werde ich mich auch auf den Zugang zu neuen Indikationen und Produkten in Therapiebereichen wie der Onkologie, den Herz- und chronischen Nierenerkrankungen, den Atemwegserkrankungen und der Immunologie konzentrieren. Wir werden auch weiterhin unsere Zusammenarbeit mit den Akteuren in der Schweiz zur Entwicklung und Implementierung innovativer Projekte und Initiativen fortsetzen und erweitern, die darauf abzielen, die Bedürfnissen der Patienten noch besser zu berücksichtigen und die Versorgungsqualität weiter zu verbessern. Und, ganz wichtig, AstraZeneca Schweiz bleibt ein grossartiger Arbeitgeber auf dem Weg in die neue Normalität. Unsere Mitarbeitenden sind unser wertvollstes Gut. Auf persönlicher Ebene können meine Familie und ich es kaum erwarten, die Schweizer Natur zu erkunden, und wir freuen uns, in die Schweizer Kultur und Gesellschaft einzutauchen.

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