Wachstumsmotor Pharmaindustrie

Die Pharmaindustrie ist ein wichtiger Akteur im Gesundheitswesen und eine der bedeutendsten Wirtschaftsbranchen der Schweiz. Ihre zentralen Eigenschaften sind die Abhängigkeit von Forschung und Entwicklung, die Internationalität, aber auch die Fähigkeit, sich dem stetig ändernden Umfeld anzupassen. Die Branche beschäftigt rund 41'800 Personen und ist direkt für eine Wertschöpfung von über 25 Milliarden Franken verantwortlich. Mit jedem Franken Wertschöpfung in der Pharmaindustrie entstehen durch Zulieferbetriebe jedoch nochmals 80 Rappen Wertschöpfung in anderen Schweizer Branchen. Der gesamte direkte und indirekte Wertschöpfungsbeitrag lag 2014 bei rund 45 Milliarden Franken. Das entspricht 7.1 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung. Aus dem Verhältnis der Wertschöpfung zur Anzahl der Beschäftigten resultiert eine Produktivität, die mit 627'000 Schweizer Franken Wertschöpfung pro Arbeitsstelle und Jahr rund viermal so hoch ist wie jene der Gesamtwirtschaft. Darüber hinaus ist die Pharmaindustrie eine stark exportorientierte Branche. Circa 90 Prozent der produzierten Güter finden einen Abnehmer im Ausland und rund jeder dritte Exportfranken (71 Milliarden Franken im Jahr 2014) wird heutzutage durch die Pharmaindustrie verdient.

Kontinuierliches Wachstum

Die vergleichsweise hohe Produktivität, grosse Investitionsvolumina in Forschung und Entwicklung sowie der unternehmerische Erfolg aufgrund der wachsenden globalen Nachfrage und des fortwährenden technologischen Fortschritts bescherten der Pharmaindustrie in den letzten Jahrzehnten ein kontinuierlichers Wachstum. Seit dem Ende des Strukturwandels im Jahr 1996 erfolgte ein Zuwachs in der nominalen Bruttowertschöpfung der Pharmaindustrie von durchschnittlich 6.7 Prozent pro Jahr bis 2014. Im Vergleich dazu konnte die Gesamtwirtschaft im selben Zeitraum jährlich lediglich um 2.6 Prozent pro Jahr zulegen. Ebenso konnte die Pharmaindustrie zwischen 1996 und 2014 jährlich durchschnittlich 3.7 Prozent mehr Beschäftigte verzeichnen. In derselben Periode betrug das Beschäftigungswachstum in der Gesamtwirtschaft lediglich 1.2 Prozent pro Jahr.

Innovation ist der Antrieb des Fortschritts

Für das Wachstum der Schweizer Volkswirtschaft ist Innovation ein Schlüsselfaktor. Für Unternehmen in einem Land mit hohen Produktionskosten und wenigen natürlichen Ressourcen gehört stete Innovation zu den ausschlaggebenden Voraussetzungen, um Wertschöpfung zu generieren. Der Einfluss des Innovationsprozesses auf das Wachstum und somit die Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft ist umso wichtiger, je stärker die Abhängigkeit vom Produktionsfaktor Wissen ist. Dies gilt in besonderem Mass für die Schweiz. Die Pharmaindustrie gilt als Branche, in der Innovationen eine zentrale Rolle spielen. Sie ist mit ihren Innovationen zu einem grossen Teil für den medizinisch-technologischen Fortschritt der jüngeren Vergangenheit verantwortlich.

 

Volkswirtschaftliche Bedeutung der Pharmaindustrie
Volkswirtschaftliche Bedeutung der Pharmaindustrie

Publikationen

Bedeutung der Pharmaindustrie für die Schweiz
Themendossier 4/2011
Die Schweiz muss besser sein