Leistungsstark in Biologie mit BioApp

Basel, 30. Oktober 2017

Lehrpersonen für Biologie steht ab heute mit dem BioApp ein neues Tool für den Unterricht auf Sekundarstufe II zur Verfügung. Die Applikation für Smartphones wurde von Lehrkräften der Gymnasien Nordwestschweiz und von Medizininformatikern/innen der Berner Fachhochschule entwickelt und kann kostenlos in App Stores bezogen werden. Es soll Lehrkräfte beim Biologieunterricht unterstützen und Schülerinnen und Schülern das Vorbereiten auf Prüfungen erleichtern. Kernstück des BioApps bilden Fragen und Antworten aus verschiedenen Fachbereichen der Biologie. Die Lernziele lassen sich wählbar entweder spielerisch unterhaltend, kompetitiv auf Zeit oder als Training auf die Biologie Olympiade erreichen.

Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler sowie Interessierte an Biologie können ab sofort das kostenlose BioApp im Apple App Store und Google Play Store herunterladen. Voraussetzungen dazu sind ein Smartphone und die Lust, sich in den Life Sciences zeit- und ortsunabhängig aus- oder weiterzubilden. Das BioApp ist die Essenz jahrlanger Bemühungen, ein Tool zu entwickeln, dass von Lehrkräften ergänzend zum Unterricht genutzt werden kann und Biologieschülerinnen und -schülern zur Prüfungsvorbereitung dient.

Gemeinschaftsprojekt von Software-Entwicklern, Lehrkräften der Biologie und Fans der Life Sciences

Das BioApp steht auch für eine äusserst erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Software-Entwicklern, Lehrkräften der Biologie und ausgesprochenen Fans der Life Sciences. Über 80 registrierte Lehrpersonen aus verschieden Gymnasien der Nordwestschweiz sorgen für eine Vielfalt an Fragen und Antworten. Die Autoren – darunter wirken vier als Redaktoren – decken sowohl die Lernziele der gymnasialen Grundausbildung der Sek II als auch diejenigen des Schwerpunktfachs Biologie und Chemie ab. Mit den komplexeren Fragen der Gehirnathleten des Vereins ibo|suisse können sich Interessierte auf die Biologie Olympiade vorbereiten.

Das BioApp basiert auf einer raffinierten Version des einfachen Frage-Antwort Prinzips. Dabei erscheinen pro Frage vier mögliche Antworten, darunter eine oder mehrere richtige. Zufallsbestimmt erscheint bei der nächste Runde bei derselben Frage jeweils ein anderes Set an Antworten. Dies soll dem Gewöhnungseffekt und Auswendiglernen der Spielenden entgegenwirken. Das Erstellen von Fragen und Antworten sowie der Aufbau von Framework und Datenbank bedingten ein intensives Zusammengehen von Redaktionsteam und Software-Entwicklern.

Unter der Führung des Medizininformatikers François von Kaenel hat eine Arbeitsgruppe am Institute for Medical Informatics I4MI der Berner Fachhochschule eine leistungs- und ausbaufähige Applikation entwickelt, die leicht verständlich und attraktiv im Design zum Spielen einlädt. Den ehrenamtlich arbeitenden Autoren und dem Redaktionsteam von vier Mitgliedern des BioValley College Network (BCN) ist es unter der Leitung von Dr. Samuel Ginsburg gelungen, eine Datenbank aus qualitativ hochstehenden Fragen und Antworten aufzubauen, die zusammen mit den Prüfungsfragen der ibo|suisse vom Umfang her einzigartig ist.

Drei Spielmodi

Die Datenbank umfasst gegenwärtig Fragen und Antworten aus den Themenbereichen Genetik & Evolution, Ökologie, Tierphysiologie & –anatomie und Zellbiologie. Diese sind in die drei Spielmodi Quiz, Challenge und Olympiade sowie in die Schwierigkeitsstufen Student, Bachelor und Master gegliedert. Alle Themenbereiche enthalten mindestens 100 Fragen pro Schwierigkeitsstufe, was ein mehrfaches Spielen ohne Wiederholung erlaubt. Das BioApp wurde bereits von mehreren Schulklassen getestet. Die Datenbank wird laufend ergänzt und aktualisiert. Die Fragen dürfen gemäss der Creative Commons (CC) Lizenz genutzt werden.

Interpharma hat das BioApp in Auftrag gegeben, begleitet und finanziert. Die Applikation soll zeitgemäss das Interesse von Jugendlichen an den Life Sciences fördern, der Lehrerschaft eine Ergänzung zum Biologieunterricht bieten und Interessierten die Vorbereitung auf die Biologie Olympiade erleichtern. Interpharma verfolgt mit der BioApp kein wirtschaftliches Interesse. Die kostenlose App gibt es vorerst in Deutsch.

Über BioValley College Network (BCN)
Der Verein BioValley College Network (BCN) will die Gymnasien und Kantonsschulen der trinationalen Regio im Bereich Life Sciences besser vernetzen und die Biologie- und Chemielehrkräfte beim Unterricht stärker unterstützen. Er möchte auch gezielt Schüler und Schülerinnen fördern, die sich für die Life Sciences interessieren und sich dafür überdurchschnittlich engagieren. BCN organisiert u.a. das jährlich stattfindende Life Science Symposium, den BioValley College Day und den Life Sciences Schülerkongress.
Kontakt: Samuel Ginsburg, BCN, Mob. 076 490 11 12, email: sam@ginsburg.ch
https://www.biovalley-college.net/

Über die BFH - Institute for Medical Informatics I4MI
Die Berner Fachhochschule BFH betreibt angewandte Forschung und Entwicklung und arbeitet eng mit Unternehmen, anderen Bildungs- und Forschungsinstitutionen und der öffentlichen Verwaltung zusammen. Das Institute for Medical Informatics I4MI ist eines von zehn Instituten des BFH Departements Technik und Informatik. Als Brückenbauer zwischen Medizin und Informatik möchte das I4MI IT-Anwendungen für die Medizin und den Menschen nutzbar machen.
Kontakt: François von Kaenel, I4MI, Tel. 032 321 61 11, email: francois.vonkaenel@bfh.ch
https://i4mi.bfh.ch/

Über ibo|suisse
Der Verein ibo|suisse organisiert die Schweizer Biologie Olympiade (SBO) sowie die Teilnahme der Schweiz an der Internationalen Biologie Olympiade (IBO). Die rund 50 ehrenamtlich tätigen Mitglieder –meist Doktorierende und Studierende verschiedener Schweizer Universitäten – zeigen Begeisterung für die Naturwissenschaften, insbesondere für die Biologie. ibo|suisse ist bestrebt, Wissen weiterzugeben und interessierten Jugendlichen einen vertieften Einblick in die Biologie zu vermitteln.
Kontakt: Linus Meier, ibo|suisse, Mob. 077 419 54 06, email: meier.linus@gmail.com
http://www.ibosuisse.ch/SBO/

Über Interpharma (iph)
Der Verband der forschenden pharmazeutischen Firmen der Schweiz arbeitet eng mit den Beteiligten im Gesundheitswesen zusammen. Iph informiert die Öffentlichkeit über Belange, die für die forschende Pharmaindustrie in der Schweiz von Bedeutung sind sowie über den Pharmamarkt Schweiz, das Gesundheitswesen und die biomedizinische Forschung. Iph fördert mit verschiedenen Projekten das Interesse von Schülerinnen und Schülern für die Naturwissenschaften an Schweizer Schulen.
Kontakt: Sara Käch, iph, Mob. 079 208 16 33, email: sara.kaech@interpharma.ch
http://www.interpharma.ch/

BioApp
Lehrpersonen für Biologie steht ab heute mit dem BioApp ein neues Tool für den Unterricht auf Sekundarstufe II zur Verfügung.