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Tarmed Therapeutisches Klonen Transgen Transgene Pflanzen Transgene Tiere Transkription Translation Transplantation Transplantation von fötalem Gewebe Tripper Tumor
Tarmed Der Begriff Tarmed leitet sich von "tarif médical" ab und steht für das schweizweit geltende Rückerstattungssystem für ambulante Leistungen von Ärzten und Spitälern.
Therapeutisches Klonen Verfahren zur Züchtung von Gewebe mit körpereigenem Erbgut. Einer Eizelle wird der Zellkern entnommen und durch den Kern einer Zelle der Person ersetzt, für die genetisch identisches Gewebe produziert werden soll (Zellkerntransfer). Die Eizelle teilt sich im Reagenzglas mehrmals und wächst so zu einem frühen Embryonalstadium heran. Nach einigen Tagen können embryonale Stammzellen entnommen werden. Sie können sich noch zu jedem Gewebetyp (z.B. Leberzellen, Nierenzellen, etc.) aber nicht zu einem Menschen, entwickeln. Mit diesem Gewebe erhofft man sich die Heilung verschiedener Krankheiten. Das Verfahren befindet sich noch im Versuchsstadium und ist in der Schweiz verboten. (siehe auch reproduktives Klonen)
Transgen Durch gentechnische Methoden fremde Erbsubstanz enthaltend.
Transgene Pflanzen Pflanzen, die ein fremdes Gen eingepflanzt erhielten und dieses weitervererben.Weltweit sind im Jahr 2002 auf 58,7 Mio. Hektaren transgene Pflanzen angebaut worden. Damit hat sich die globale Anbaufläche innerhalb von sieben Jahren um den Faktor 35 vergrössert und ist heute rund doppelt so gross wie die gesamte landwirtschaftliche Nutzfläche Frankreichs. Die wichtigsten transgenen Sorten sind Sojabohnen, Mais und Raps. Führendes Anbauland sind mit 39 Mio. Hektar die USA, gefolgt von Argentinien (13,5 Mio. Hektar) und Kanada (3,5 Mio. Hektar). Ein Wachstumsmarkt vor allem für insektenresistente Baumwolle ist China mit einer Anbaufläche von inzwischen 2,1 Mio. Hektaren. Zwölf weitere Länder - darunter Südafrika, Australien, Honduras und Kolumbien - pflanzen GVOs an.
Transgene Tiere Unter der Bezeichnung "transgene" Tiere werden im allgemeinen alle gentechnisch veränderten Tiere verstanden. Es existieren zwei grundsätzlich verschiedene Methoden, das Erbgut von Tieren gezielt zu verändern:
- Durch das Einfügen eines zusätzlichen Gens in den Zellkern einer befruchteten Eizelle entstehen transgene Tiere mit neuen Eigenschaften.
- Wird dagegen gezielt ein vorhandenes Gen ausgeschaltet, kommen sogenannte "knock out"-Tiere zustande, denen jeweils die durch dieses Gen hervorgerufene Eigenschaft fehlt. Diese Methode lässt sich auch so abwandeln, dass das betreffende Gen nur geringfügig verändert, aber nicht ausgeschaltet wird ("knock in"-Tiere). Es können auf diese Weise gezielt genetische Veränderungen (Mutationen) in das Erbgut der Maus eingeführt werden, die beim Menschen als krankheitsverursachend erkannt wurden. Entwickelt daraufhin die transgene Maus eine Krankheit, die jener beim Menschen gleicht, können an ihnen Ursachen, Entstehung und Bekämpfungsmechanismen sowie die Wirksamkeit von neuen Arzneimitteln erforscht werden.
Da aber für die meisten humanen Krankheiten kein Tiermodell existiert, werden die der menschlichen Erkrankung entsprechenden molekularen Veränderungen gentechnisch in Mäusen hervorgerufen. Beispielsweise ist es möglich, die Alzheimersche Krankheit, Multiple Sklerose, Diabetes oder Chorea Huntington (Veitstanz) bei der Maus nachzubilden. Sowohl die Züchtung als auch die Verwendung transgener Tiere in der medizinischen Forschung sind in der Schweiz bewilligungspflichtig, es gelten die Bestimmungen des schweizerischen Tierschutzgesetzes. Registrierung und Bewilligung erfolgen durch die kantonalen Tierschutzkommissionen, zu denen auch Vertreter des Tierschutzes gehören.
Transkription Das Überschreiben der DNS-Form eines Gens in Boten-RNS (Messenger-RNS).
Translation Herstellung eines Proteins durch "Übersetzen" der im mRNS Molekül enthaltenen Information. Die Abfolge der Grundbausteine der mRNS bestimmt die Abfolge der Aminosäuren-Bausteine im herzustellenden Protein.
Transplantation Übertragung von lebenden Zellen (z. B. Bluttransfusion), Gewebe (z. B. Hauttransplantation) oder ganzen Organen (z. B. Herz, Niere, Leber). Das grösste Problem bei einer Transplantation in einen anderen Organismus ist die Abwehrreaktion oder Abstossung des Körpers auf das Transplantat. Diese ist umso geringer, je besser die Gewebeverträglichkeit zwischen Organ und Empfänger ist. Die Gewebeverträglichkeit hängt von dem Zusammenpassen der Oberflächenstrukturen der Zellen von Empfänger und transplantiertem Organ ab. Auch die Blutgruppenzugehörigkeit spielt eine Rolle. Abwehrreaktionen können in gewissem Umfang mit Medikamenten unterdrückt werden. (siehe Gesundheits-Informationen Transplantation, Forschung Transplantation, Polit-Dossiers Transplantationsmedizingesetz)
Transplantation von fötalem Gewebe Aus den Keimzellen abgetriebener Föten können embryonale Stammzellen isoliert werden. Daher erhofft sich die Medizin von der Transplantation von fötalem Gewebe Möglichkeiten zur wirksamen Behandlung von Patienten mit ernsthaften Leiden, die heute noch nicht oder kaum behandelbar sind (z.B. Parkinson). Die Zellen für die Transplantation müssen von legalen Schwangerschaftsabbrüchen stammen, zugleich wird die freiwillige Zustimmung der Frau respektive der Eltern vorausgesetzt. Bisher existieren nur wenige Studien mit beschränktem Erfolg zur Transplantation mit fötalem Gewebe.
Tripper Tripper (Gonorrhoe) ist eine Geschlechtskrankheit, die durch die Bakterien Neisseria gonorrhoeae, auch Gonokokken genannt, ausgelöst wird. Die Anzahl der Tripper-Erkrankungen ist seit einigen Jahren rückläufig. Die Krankheit kommt besonders bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen vor, aber auf Grund der öffentlichen Aufklärungskampagnen über Geschlechtskrankheiten und den Gebrauch von Kondomen ist die Anzahl der Fälle stark zurückgegangen.
Tumor lateinisch Geschwulst oder Schwellung. Es ist die Beschreibung für eine feste, örtlich umschriebene Zunahme von körpereigenem Gewebe. In der medizinischen Fachsprache kennzeichnet man einen Tumor mit der Endung "-om", während der erste, meist lateinische Teil des Wortes auf das Gewebe hinweist, das die Schwellung verursacht. So bedeutet "Hämatom": "Schwellung aus Blut" - also "Bluterguß". Ein "Lipom" ist eine Schwellung aus Fettgewebe, ein "Osteom" ein Knochentumor etc. Tumoren können gutartig oder bösartig sein. Gutartige (benigne) solide Tumoren sind kein Krebs! Sie wachsen langsam, örtlich begrenzt und sind meist vom benachbarten Gewebe abgekapselt. Sie bilden keine Metastasen. Gutartige Tumoren können sich manchmal von selbst zurückbilden oder Wachstumsstillstand zeigen, aber auch Vorstufen von bösartigen Tumoren sein. Bösartige (maligne) solide Tumoren gehören zu den Krebserkrankungen.
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