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Rec (2006)4 Empfehlung
Rekombinante DNS (rDNS)
Rekombinantes Protein
Reproduktives Klonen
Resistenz
Restriktionsenzyme
Retroviren
Rezeptor
Risikoausgleich
Risikoselektion
RNS

 

Rec (2006)4 Empfehlung
Die Empfehlung Rec (2006)4 über Forschung mit humanbiologischem Material befasst sich mit der Gewinnung, Aufbewahrung und Verwendung von menschlichem biologischem Material (z.B. Blut, Gewebe) sowie den daraus gewonnenen Daten, die für Gesundheitsforschung benutzt werden. Sie enthält ferner Bestimmungen zu Biobanken. Die Empfehlung wurde im März 2006 vom Ministerkomitee des Europarates angenommen; sind jedoch nicht rechtsverbindlich. Im Vordergrund steht die Etablierung bioethischer Grundprinzipien.

Rekombinante DNS (rDNS)
Eine rekombinante DNS bezeichnet jegliche Art von DNS-Molekülen, die durch eine Verknüpfung von DNS-Molekülen im Reagenzglas entstanden sind.

Rekombinantes Protein
Ein rekombinantes Protein wird mithilfe gentechnischer Methoden beispielsweise in Bakterien hergestellt.

Reproduktives Klonen
Das reproduktive Klonen hat zum Ziel, einen neuen Organismus zu schaffen, der genetisch identisch zu seinem Vorbild ist. Der Körperzelle eines Menschen wird der Kern, der das Erbmaterial enthält, entnommen. Dieses Erbmaterial wird in eine zuvor entkernte Eizelle eingeschleust. Ein Embryo entsteht. Dieser Embryo wird anschliessend im Unterschied zum therapeutischen Klonen in die Gebärmutter einer Frau eingepflanzt. Das reproduktive Klonen von Menschen ist weltweit verboten. An Weihnachten 2002 hat die Rael Sekte die Geburt des angeblich ersten geklonten Menschen namens Eve bekannt gegeben. Bisher gibt es dafür keine Bestätigung und es bestehen seitens der Wissenschaft starke Zweifel bezüglich der Richtigkeit dieser Nachricht.

Resistenz
Widerstandsfähigkeit. Sich entwickelnde Widerstandsfähigkeit gegenüber Medikamenten, z. B. Resistenz von Bakterien gegen bestimmte Antibiotika oder von HIV gegen antiretrovirale Medikamente.

Restriktionsenzyme
In der Natur vorkommende Enzyme, die eine bestimmte Buchstabenfolge (Basensequenz) auf dem DNS-Doppelstrang erkennen und diesen Strang schneiden. Es gibt sehr viele Restriktionsenzyme, von denen jedes seine spezifische Erkennungs- und Schnittstelle auf der DNS hat. In der Gentechnik benutzen die Forscher Restriktionsenzyme, um eine bekannte DNS in genau definierte Abschnitte zu schneiden. Dadurch eröffnet sich die Möglichkeit, DNS von einem Organismus in einen anderen zu übertragen. Heute kennt man über 800 verschiedene Restriktionsenzyme mit unterschiedlichen Erkennungssequenzen. Mikroorganismen benutzen Restriktionsenzyme als "Abwehrmechanismus", um sich vor dem Eindringen fremder DNA zu schützen. Gelangt fremde DNA, beispielsweise durch eine Phagen-Infektion, in ein Bakterium, wird diese durch die Restriktionsenzyme der Zelle in kleine, funktionslose Fragmente zerlegt.

Retroviren
Familie der Viren mit drei Unterfamilien, welche RNS als genetisches Material besitzen. Dazu gehören z.B.: das Rous-Sarkoma-Virus, ein Tumorvirus, und das HI-Virus, Verursacher von AIDS.

Rezeptor
Signalübermittelnde Struktur (Empfänger-Protein) innerhalb der Zelle oder Zellmembran, die Signale, zum Beispiel in Form eines Hormons, empfängt und in einer anderen Form weiterleitet. Rezeptoren können Angriffspunkte von Medikamenten und Drogen sein.

Risikoausgleich
Beim Risikoausgleich wird die durchschnittliche Bevölkerungsstruktur nach Alter und Geschlecht mit der entsprechenden Struktur einer Krankenversicherung verglichen. Versicherer mit einer vergleichsweise günstigen Struktur haben einem Ausgleichsfonds eine Abgabe zu entrichten, die den Versicherern mit einer vergleichsweise ungünstigen Struktur zu Gute kommt. Die Durchführung des Risikoausgleichs ist Aufgabe der Gemeinsamen Einrichtung (Art. 18 KVG).

Risikoselektion
Mit Risikoselektion wird das Vorgehen von Krankenversicherungen bezeichnet, gesunde Personen als Mitglieder zu gewinnen und Personen mit einem höheren Krankheits- oder Unfallrisiko abzuschrecken.

RNS
Ribonukleinsäure (engl. Abk. RNA). Moleküle mit unterschiedlichen Aufgaben. Als Boten - RNS überträgt sie die Information der DNS zur Übersetzung in Proteine. (Dogma der Molekularbiologie: DNS -> RNS -> Protein). Manche Viren besitzen als genetisches Material RNS und können diese mit einem speziellen Enzym, der Reversen Transkriptase, zu DNS umschreiben. Allerdings kann DNS nie der Bote zur Übersetzung der genetischen Information in Protein sein. Chemisch ist RNS sehr nahe verwandt mit der Erbsubstanz DNS.

Interpharma, Verband der forschenden pharmazeutischen Firmen der Schweiz, Petersgraben 35, 4003 Basel