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Off-label use (OLU)
Onkogen
Onkologie
Organspende
Orphan Disease
Orphan Drugs

 

Off-label use (OLU)
Der Off-label use eines Arzneimittels liegt vor, wenn ein von Swissmedic für den freien Vertrieb zugelassenes Arzneimittel nicht entsprechend der genehmigten Fachinformation eingesetzt wird. Die Krankenkassen sind heute angehalten, den Off-label use von Arzneimitteln nach Zustimmung des Vertrauensarztes zu vergüten, sofern die folgenden vier Kriterien kumulativ erfüllt sind: 1) Das Arzneimittel wird gegen eine lebensbedrohliche Krankheit eingesetzt, 2) der Einsatz des Arzneimittels ist mit dem Schutz der Gesundheit vereinbar, 3) von der Anwendung des Arzneimittels kann ein grosser therapeutischer Fortschritt erwartet werden und 4) es steht kein vergleichbares Arzneimittel zur Verfügung.

Onkogen
DNS-Sequenzen im Genom der Zelle mit krebserzeugender Aktivität; Onkogene entstehen durch Veränderung von Protoonkogenen (z.B. durch verschiedene Mutationen aufgrund chemischer, physikalischer, viraler etc. Einflüsse), die eine wichtige Rolle bei der physiologischen Regulation des Zellzyklus und der Differenzierung der Zelle spielen.

Onkologie
Lehre von den Krebserkrankungen.

Organspende
Die Organspende - von einer lebenden oder einer verstorbenen Person - ist Voraussetzung für die Transplantationsmedizin. Im Januar 2007 standen 870 Personen auf einer Warteliste. 2007 wurden in der Schweiz 437 Organe transplantiert. 50 Patienten konnten nicht rechtzeitig transplantiert werden und sind während der Wartezeit verstorben, wie der Jahresbericht der Stiftung Swisstransplant zeigt. Der bestehende Verfassungsartikel zur Transplantationsmedizin verbietet den Handel mit menschlichen Organen und schreibt vor, dass die Spende von menschlichen Organen unentgeltlich erfolgen muss. Am 1. Juli 2007 ist das neue Transplantationsgesetz in Kraft getreten. Es legt fest, unter welchen Voraussetzungen Organe, Gewebe oder Zellen zu Transplantationszwecken verwendet werden dürfen. Das Gesetz schützt die Menschenwürde, die Persönlichkeit und die Gesundheit sowohl des Spenders als auch des Empfängers und verhindert den missbräuchlichen Umgang mit Organen. Bei verstorbenen Personen dürfen Organe nur entnommen werden, wenn der Spender oder seine nächsten Angehörigen die ausdrückliche Zustimmung gegeben haben (erweiterte Zustimmungslösung). In der Frage des Todeskriteriums stützt sich das Gesetz auf das "Hirntod-Konzept", wonach der Mensch tot ist, wenn die Funktion seines Hirns irreversibel ausgefallen ist. Die Zuteilung der Organe erfolgt durch die nationale Zuteilungsstelle, wobei niemand diskriminiert werden darf (siehe auch Transplantationsgesetz).

Orphan Disease
Als Orphan Diseases gelten seltene Krankheiten, deren Prävalenz (Krankheitshäufigkeit) kleiner als 5 auf 10'000 beträgt. Seltene Krankheiten sind oft lebensbedrohliche oder chronisch einschränkende Erkrankungen, die einer speziellen Behandlung bedürfen.

Orphan Drugs
Orphan Drugs sind Arzneimittel, die zur Behandlung seltener Krankheiten (Orphan Disease) eingesetzt werden. Bei solchen Arzneimitteln hat die Zulassungsbehörde einen neuen Wirkstoff, ein neues Medikament oder eine Indikation eines bereits zugelassenen Wirkstoffes oder Arzneimittels als "Orphan drug" offiziell anerkannt, aber noch nicht zugelassen. Der Einsatz eines solchen Arzneimittels erfolgt "Off-label". Die Zulassung für ein Orphan-Arzneimittel ist abgesehen vom klinischen Dokumentationsaufwand für das Zulassungsgesuch einer "normalen" Zulassung gleichgesetzt.

Interpharma, Verband der forschenden pharmazeutischen Firmen der Schweiz, Petersgraben 35, 4003 Basel