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Mammographie
Membran
Migräne
Mikroinjektion
Molekularbiologie
Monoklonale Antikörper
Multiple Sklerose 

 

Mammographie
Die Mammographie ist eine spezielle Röntgenuntersuchung, welche Veränderungen in der Brust sichtbar machen kann, bevor diese tastbar sind. Für die Röntgendarstellung wird die Brust zwischen Röntgenröhre und Filmtisch gelegt und vorsichtig zusammengedrückt. Dabei ist die Bildqualität umso besser und die Strahlenbelastung umso geringer, je mehr die Brust komprimiert wird. Dieses Zusammendrücken bringt keine Nachteile für das Gewebe, wird aber von den meisten Patientinnen als unangenehm empfunden.

Membran
Hülle der Zelle, die das innere Milieu der Zelle schützt. Sie ist elastisch verformbar, spezifisch durchlässig für Moleküle und Signale.
Die Zellmembran ist etwa sieben bis neun Nanometer (nm) dick. Die Membran selbst ist aus einer Lipiddoppelschicht und Proteinen aufgebaut. Die Lipiddoppelschicht besteht aus Phospholipiden, deren Moleküle einen polaren (wasserlöslichen) Kopf und einen unpolaren (wasserabweisenden,lipophilen) Lipidschwanz enthalten. Die unpolaren Lipidreste der beiden Schichten lagern sich aneinander (Rücken an Rücken), und die polaren Gruppen stehen in Wechselwirkung mit der wässerigen Umgebung in und ausserhalb der Zelle. Auf diese Lipideigenschaften aufbauend, entwickelten S. Singer und G. Nicholson 1972 ein Membranmodell, genannt das Fluid Mosaik Modell.

Migräne
Der Migräneanfall entspricht einer vorübergehenden Funktionsstörung des Gehirns mit Fehlsteuerung der Blutzirkulation in den Kopfgefässen. Diese erweitern und entzünden sich und verursachen dadurch einen meist sehr starken, oft halbseitig betonten, pulsierenden Kopfschmerz. Dazu kommen vegetative Erscheinungen, wie Schwindel, Brechreiz, Erbrechen, Magen-Darmbeschwerden, Blutdruckabfall und Schwitzen. Weitere Folgen der gestörten Hirnfunktionen sind Müdigkeit bis zum Leistungseinbruch, Einschränkung des Denkvermögens, ausgesprochenes Unwohlsein, sowie Empfindlichkeit auf Licht und Lärm. In schweren Fällen begleitet von Sehbeeinträchtigungen («Augenmigräne») mit Auftreten von sich vergrössernden Blitzen und z.T. farbigen Zackenmustern, Blendeffekten und Unscharfsehen bis zu Ausfällen im Gesichtsfeld. Es kann aber auch zu vorübergehend dramatischen, beängstigenden Missempfindungen einer Körperseite und manchmal zu gleichzeitigen Sprachstörungen kommen.
7 Prozent aller Schweizer Männer und 15 Prozent aller Schweizer Frauen sind von Migräne betroffen.

Mikroinjektion
Eine, besonders für Säugetiere vielseitig angewendete Methode, um Fremd-DNS in Eikerne eines Organismus einzuschleusen. Besonders angewendet wird diese Methode bei transgenen Mäusen.

Molekularbiologie
Teilgebiet der Biologie; Wissenschaft, die sich mit den molekularen Vorgängen innerhalb einer Zelle befasst, insbesondere mit der Struktur und Funktion der Erbinformation.

Monoklonale Antikörper
Monoklonal bedeutet Zugehörigkeit zu einer Zellfamilie (Klon) mit identischem Erbgut. Alle von einem solchen Zellklon gebildeten Antikörper sind demnach absolut baugleich und auf die Erkennung einer bestimmten Struktur oder eines bestimmten Merkmals spezialisiert.
Für die Entwicklung der Methode zur Herstellung monoklonaler Antikörper wurde Georges Köhler und Cesar Milstein 1984 der Nobelpreis für Medizin verliehen. Köhler und Milstein gelang es, eine Plasmazelle, die einen gewünschten Antikörper produziert, dauerhaft vermehrungsfähig zu machen, indem sie die Plasmazelle im Reagenzglas mit einer Tumorzelle verschmolzen. Das Verschmelzungsprodukt, ein sogenanntes Hybridom, hat Eigenschaften von jedem der beiden Partner: Von der Tumorzelle die Fähigkeit zur unbegrenzten Teilung und von der Plasmazelle die Fähigkeit zur Produktion des gewünschten Antikörpers. Alle Nachfahren dieser Mischzelle haben dasselbe Erbgut, sie bilden einen Klon. Sie produzieren daher auch stets denselben, also monoklonalen Antikörper. Mit dieser Methode können im Prinzip Antikörper in beliebigen Mengen gegen jedes beliebige Merkmal hergestellt werden. Monoklonale Antikörper sind in der medizinischen Forschung, Diagnostik und Therapie mittlerweile unentbehrlich.

Multiple Sklerose
Multiple Sklerose ist eine schwere Erkrankung des Zentralnervensystems unbekannter Ursache. Man zählt sie zu den Autoimmunkrankheiten. Stark vereinfacht ausgedrückt manifestieren sich die Symptome in einer fortschreitenden Lähmung bis zum Tod. Die jeweiligen Krankheitsschübe können durch das gentechnisch hergestellte Medikament Interferon-beta abgeschwächt werden.

Interpharma, Verband der forschenden pharmazeutischen Firmen der Schweiz, Petersgraben 35, 4003 Basel