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ICH GCP Regeln Immunologie Immunsystem Impfstoffe Impfung Infektion Insulin Interferon Interleukine In-vitro-Fertilisation
ICH GCP Regeln Die Regeln über die "gute klinische Praxis", englisch "Good Clinical Practice" (GCP), wurden 1996 im Rahmen der "International Conference on Harmonisation of Technical Requirements for Registration of Pharmaceuticals for Human Use" (ICH) als harmonisierte Leitlinie für die Durchführung klinischer Studien erstellt. Die Einhaltung dieses Standards solle öffentliches Vertrauen schaffen, sodass die Rechte, die Sicherheit und das Wohl der Prüfungsteilnehmer gemäss der Deklaration von Helsinki geschützt und die bei der klinischen Prüfung erhobenen Daten glaubwürdig sind. Zielsetzung der ICH-GCP-Leitlinie war, für die Europäische Union, Japan und die USA einen einheitlichen Standard zu schaffen, der die gegenseitige Anerkennung klinischer Daten durch die Zulassungsbehörden in den jeweiligen Zuständigkeitsbereichen fördert.
Immunologie Wissenschaft, die sich mit den biologischen und medizinischen Aspekten der körpereigenen Abwehr befasst.
Immunsystem Körpereigenes System zur Abwehr körperfremder Substanzen.
Impfstoffe Impfstoffe (Vakzine) simulieren eine Infektion und regen so das Abwehrsystem des Menschen zur Antikörperbildung an. Dadurch erhält der Organismus für eine später eintretende Infektion eine Immunität. Dem Arzt stehen mehrere Impfstoffgruppen zur Verfügung. Die traditionellen Lebendimpfstoffe enthalten zwar lebende Krankheitserreger, diese sind aber abgeschwächt. Dazu gehören die Schluckimpfung gegen Kinderlähmung oder die Vakzine gegen Masern, Mumps und Röteln, die bereits Säuglingen verabreicht werden. Die zweite Impfstoffgruppe besteht aus abgetöteten oder inaktivierten Erregern. Dazu zählen Typhus- oder Choleravakzine. Eine dritte Gruppe bilden Bakteriengifte, die durch Behandlung mit Wärme oder mit chemischen Stoffen entschärft wurden. Beispiele sind der Diphterie- und der Tetanusimpfstoff. Früher wurden als Impfstoff meist abgeschwächte oder abgetötete Krankheitserreger genutzt, was in seltenen Fällen zu Komplikationen führen konnte. Die heutige Generation von Impfstoffen wird häufig gentechnisch hergestellt. Diese Methode bietet dafür Gewähr, dass kein ganzheitlicher Krankheitserreger dem Patienten als Impfstoff verabreicht wird. Die früheren Komplikationen entfallen somit. Jeder Impfstoff muss in klinischen Studien getestet und seine Wirksamkeit und Sicherheit unter Beweis gestellt haben. Im Falle des Hepatitis-B-Impfstoffes zeigt sich, dass das Gentech-Produkt wesentlich unproblematischer ist als sein "Vorgänger", weil eine Verunreinigung mit Krankheitserregern, wie bei den früheren Impfstoffen, ausgeschlossen werden kann.
Impfung Immunisierung des Körpers durch Vortäuschen einer Infektion. Die Dauer des Impfschutzes gegen verschiedene Infektionskrankheiten ist unterschiedlich, sie variiert zwischen 1 bis mehr als 10 Jahre. Daher sind manche Impfungen zu wiederholen. Die erste Impfung an Menschen führte der englische Arzt E. Jenner bereits 1796 durch. Er impfte Menschen gegen Pocken, indem er ihnen die Erreger der harmloseren Kuhpocken verabreichte. Diese regten das menschliche Abwehrsystem zur Bildung von Antikörpern an, die auch gegen Pocken wirksam waren.
Infektion Übertragung, Eindringen und Vermehrung von krankheitserregenden Bakterien, Viren, Pilzen oder Parasiten. Dauer und Schwere einer Infektion hängen von unterschiedlichen Faktoren ab, von der Immunantwort und körperlichen Verfassung der betreffenden Person, der Art der Infektion sowie der Virulenz des Krankheitserregers. Eine Infektion wird zur Infektionskrankheit, wenn die Art der Infektion, die Symptome und Beschwerden speziell definiert werden können.
Insulin Hormon der Bauchspeicheldrüse, das unter anderem den Zuckerhaushalt (Diabetes) kontrolliert. Gentechnisch hergestelltes Human-Insulin ist mit dem menschlichen Insulin praktisch identisch und frei von tierischen Extrakten und Krankheitserregern. Im Gegensatz dazu stammt das tierische Insulin aus Bauchspeicheldrüsen von Rindern und Schweinen. Rund 30'000 Schweizerinnen und Schweizer spritzen sich täglich Gentech-Insulin.
Interferon Interferone sind ein wichtiger Bestandteil unseres Abwehrsystems. Sie sind die biologische Antwort unseres Körpers auf Viren, Tumore, Mikroben und Antigene. 1957 wurde das Interferon entdeckt. Interferone verbessern nicht nur im Allgemeinen die Immunreaktion, sie haben auch direkt eine wachstumshemmende Wirkung gegen Tumore. Mit dem gentechnisch hergestellten Interferon konnten Heilerfolge bei Blutkrebs, Hautkrebs, Nierenzellen-Krebs, Multiple Sklerose und dem bei AIDS -Patienten häufig vorkommenden Kaposi-Sarkom erzielt werden. Bei Haarzell-Leukämie können 70-90 Prozent der erkrankten Menschen geheilt werden.
Interleukine Signalstoffe des Immunsystems. Sie sind wesentlich für die Auslösung verschiedener Reaktionen unseres Abwehrsystems und dienen ausserdem als "Vermittler" verschiedener Reaktionsvorgänge bei der Immunabwehr. Eingesetzt wird Interleukin-2 bei metastasierendem Nierenkrebs.
In-vitro-Fertilisation Begriff aus der Fortpflanzungsmedizin. Die Befruchtung menschlicher Eizellen ausserhalb des Körpers der Frau, d.h. im Reagenzglas. In der Schweiz nur unter den vom Gesetz festzulegenden Bedingungen erlaubt. Es dürfen nur so viele menschliche Eizellen ausserhalb des Körpers der Frau zu Embryonen entwickelt werden, als ihr sofort eingepflanzt werden können. Die Forschung an Embryonen ist in der Schweiz verboten, ebenso die Weitergabe von Embryonen und jede Form von Leihmutterschaft. In-vitro-Fertilisation ist kein gentechnisches Verfahren.
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