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Haarzell-Leukämie
Hämochromatose
Hämoglobin
Hämophilie
Hautkrebs
Hepatitis
Herpes
Hirntod
Hirntumor
HIV
HMO
HUGO
Humangenetik
Hypoglykämie

 

Haarzell-Leukämie
Die Haarzell-Leukämie ist eine seltene Form von Blutkrebs (2% aller Leukämien). Die Krankheit wird Haarzell-Leukämie genannt, weil die betroffenen Lymphozyten lange dünne Fortsätze aus ihrer Oberfläche ausbilden, die wie Haare auf dieser Zelle aussehen, wenn man sie unter dem Mikroskop betrachtet. Die "hairy cells" sammeln sich im Knochenmark und in der Milz an (und in geringerem Maß in Lymphknoten). Die Anhäufung dieser funktionslosen leukämischen Lymphozyten im Knochenmark behindert die Produktion von normalen Blutzellen.Haarzellleukämie kann mit gentechnisch hergestelltem Interferon-alpha behandelt werden.

Hämochromatose
Die Krankheit entsteht durch einen zu hohen Eisengehalt im Blut und führt u.a. zu Leberzirrhose. Bisher konnte sie erst diagnostiziert werden, wenn die betroffenen Organe bereits geschädigt waren. Durch die gentechnische Analyse kann die Krankheit frühzeitig erkannt werden und auf einfache Art, nämlich durch regelmässige Blutentnahme, behandelt werden.

Hämoglobin
Roter Blutfarbstoff. Dient im Blut u.a. zum Transport des Sauerstoffs.

Hämophilie
Diese Krankheit, auch Bluterkrankheit genannt, ist eine Erbkrankheit. Sie ist nur bei Männern ausgeprägt, während Frauen nur Überträger sein können. Dies deshalb, weil die Mutation im Gen eines der Blutgerinnungsfaktoren (Faktor VIII), auf dem X-Chromosom, dem weiblichen Geschlechtschromosom, liegt. Durch die Möglichkeit, Faktor VIII gentechnisch herzustellen, konnte für die betroffenen Patienten anstelle der risikoreichen und ermüdenden Bluttransfusionen die Therapie mit Faktor VIII treten.

Hautkrebs
Hautkrebs ist der Sammelbegriff für bösartige Wucherungen der Haut. Der Hautkrebs tritt als warzenartige oder geschwürige Gebilde, auch derbe, schmerzlose Knoten mit glatter Oberfläche oder Pigmentflecke auf. Kennzeichnend ist das rasche Wachstum. Hautkrebs wird u.a. durch Röntgen- oder UV-Strahlen hervorgerufen, die zu einer Schädigung der DNS führen.

Hepatitis
Leberentzündung, hervorgerufen durch verschiedene Hepatitis-Viren. Im Volksmund wegen der Gelbfärbung der Augen und der Haut wird Hepatitis auch Gelbsucht genannt. Man unterscheidet je nach Erreger der Leberentzündung Hepatitis A, Hepatitis B, Hepatitis C und Hepatitis D.

  • Ein gentechnisch hergestellter Hepatitis-B-Impfstoff schützt vor der infektiösen Gelbsucht (Hepatitis B). 
  • Eine Infektion mit dem Hepatitis C Virus führt in rund 50 - 80% der Fälle zu einer chronischen Entzündung der Leber. Die chronische Hepatitis C gehört heute zu den häufigsten Lebererkrankungen. Sie ist weltweit die Hauptursache für Lebertransplantationen. Weltweit sind  ca. 3% der Bevölkerung mit dem Hepatitis C Virus infiziert. Die chronische Hepatitis C wird heute mit pegyliertem Interferon, wenn möglich in Kombination mit einer weiteren antiviralen Substanz, behandelt.

Herpes
Herpes ist eine Infektionskrankheit, die durch Herpes-Viren verursacht wird. Wer ein gutes Immunsystem hat, bei dem ruhen die Herpes-Viren und werden vielleicht nie aktiv. Ist die körperliche Abwehr geschwächt, kommt es zur Infektion. Kleine mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen können an verschiedenen Stellen des Körpers auftreten.

Hirntod
Dies ist der unwiderrufliche Funktionsverlust des Hirns und Hirnstammes bedingt durch anhaltenden Sauerstoffmangel. Zum Beispiel durch einen Unfall (Schädel/Hirn-Trauma) oder eine Gehirnblutung wird hierbei das Gehirn so massiv geschädigt, dass es abstirbt. Abgestorbenes Gehirngewebe kann sich jedoch nicht erneuern.
Mit den Möglichkeiten der Intensivmedizin können heute die Atmung und die Herztätigkeit eines hirntoten Menschen und damit die Funktion der Organe, die für eine Transpntation gespendet werden, aufrecht erhalten werden. Bei der Möglichkeit einer Organspende wird der Hirntod von 2 Ärzten festgestellt, die unabhängig vom Transplantationsteam arbeiten. Der Hirntod wird durch wiederholte neurologische Tests nachgewiesen, gemäss den Richtlinien der Schweizerischen Akademie der medizinischen Wissenschaften. Erst wenn der Hirntod eindeutig festgestellt ist, dürfen Organe für eine Transplantation entnommen werden. (siehe Gesundheits-Informationen Transplantation, Forschung Transplantation, Polit-Dossiers Transplantationsmedizingesetz)

Hirntumor
Hirntumoren sind Wucherungen von Zellen im Gehirn und im Rückenmark. Dabei werden die primären Hirntumoren, die im Gehirn entstehen, von Ablegern anderer Tumoren im Gehirn (Metastasen) unterschieden. Je nach Zelltyp und Tumorart werden die Hirntumoren in verschiedene Typen klassifiziert.

Primäre Hirntumoren umfassen eine grosse Zahl verschiedener Typen. Die Gliome machen rund die Hälfte der primären Hirntumoren aus. Sie werden aufgrund ihrer Bösartigkeit in vier verschiedene Grade unterteilt, wobei das Glioblastoma multiforme als bösartigster Hirntumor gilt. Jedes Jahr erkranken in der Schweiz etwa 400 bis 450 Personen an einem bösartigen Tumor des Gehirns. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen. Jede sechste Erkrankung tritt bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen unter 30 Jahren auf, jede dritte bei 30- bis 60jährigen und jede zweite bei Menschen über 60 Jahren. Hirntumoren sind die häufigsten soliden Tumoren bei Kindern.

HIV
Abkürzung für das Virus, das beim Menschen die Immunschwäche AIDS auslöst (Human Immunedeficiency Virus). Bisher sind zwei Typen von HIV bekannt, von denen das erstentdeckte Virus, HIV-1, häufiger angetroffen wird als HIV-2. Die HI-Viren gehören zu den so genannten Retroviren.

HMO
HMO steht für "Health Maintenance Organization" und bezeichnet ein Krankenversicherungs- und Versorgungsmodell, bei dem sich Versicherte verpflichten, sich primär in sogenannten HMO-Zentren behandeln zu lassen und dafür von einer Prämienreduktion profitieren. Ein HMO-Zentrum versammelt Ärzte verschiedener Fachrichtungen und Therapeuten unter einem Dach. Dazu gehören kasseneigene Gruppenpraxen, ärzteeigene Gruppenpraxen und vernetzte Arztpraxen.

HUGO
Human Genome Organisation. Menschliches Genomprojekt. In gemeinsamer Anstrengung charakterisierten Forscher aus aller Welt das gesamte Erbgut des Menschen. Ihr Ziel war es, das menschlich Genom vollständig zu analysieren und zu beschreiben.
Die rund drei Milliarden Bausteine des menschlichen Erbgutes wurden nach rund 15 Jahren Arbeit entschlüsselt. Allerdings gibt es auf den 46 Chromsomen des Menschen Bereiche in der Mitte und an den Enden, die sich mit den herkömmlichen Sequenzierungstechniken nicht entziffern lassen. Daher ist das Genom noch nicht zu hundert Prozent entschlüsselt, es fehlen noch rund 0,5 Prozent. Auf den fehlenden Abschnitten gibt es nach Aussage der Forscher jedoch nur wenige Gene. Wahrscheinlich gibt es knapp 30.000 Gene, die wie einzelne Wörter weit verstreut auf den Fäden des Erbmaterials liegen - rund ein Drittel von ihnen ist heute bekannt. Der Abschuss des Genomprojekts wurde durch den Wettstreit zwischen den privaten Forschern der Firma "Celera Genomics" um den US-Genetiker Craig Venter und dem internationalen Hugo-Konsortium enorm beschleunigt.

Humangenetik
In der Folge der vielen neuen Erkenntnisse in der molekularen Biologie ist auch in der Medizin die Humangenetik in ein neues Zeitalter eingetreten. Krankheiten, deren Ursprung bisher als unbekannt galt, können heute, aufgrund der DNS -Analysen des menschlichen Genoms anders beurteilt werden. So sind z.B. Cystische Fibrose, Duchenne`scher Muskelschwund, Hämophilie, ADA-Mangel, Phenolketonurie u.a.m. eindeutig aufgrund molekularer genetischer Untersuchungen als monogene Erbkrankheiten identifiziert worden. Mit der erfolgten Sequenzierung des menschlichen Genoms erhofft man sich weitere Aufschlüsse über bestimmte Krankheiten. Vor allem helfen die Erkenntnisse aber auch das Zusammenspiel von einzelnen Genen zur Erforschung von komplexen (polygenen) genetischen Krankheiten besser zu verstehen.

Hypoglykämie
Zuckerschock. Absinken des Blutzuckerspiegels unter den Normalwert. (Kann durch Falschdosierung von Insulin ausgelöst werden.)

Interpharma, Verband der forschenden pharmazeutischen Firmen der Schweiz, Petersgraben 35, 4003 Basel