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E

EFBS (früher SKBS)
eHealth
Eiweiss
Embryo
Embryonale Stammzellen
Enzyme
Erbinformation
Erbkrankheiten
Erschöpfung im Patentrecht 

 

EFBS (früher SKBS)
Eidgenössische Fachkommission für Biologische Sicherheit. Die EFBS ist eine ständige Verwaltungskommission mit der Aufgabe die schweizerischen Behörden beim Schutz von Mensch und Umwelt im Bereich der Bio- und Gentechnologie zu beraten.
Die EFBS berät den Bundesrat und die Bundesämter bei der Vorbereitung von Gesetzen, Verordnungen, Richtlinien und Empfehlungen. Sie berät die eidgenössischen und kantonalen Behörden beim Vollzug der Regelungen. Sie gibt Stellungnahmen zu Bewilligungsgesuchen ab und veröffentlicht Empfehlungen zu Sicherheitsmassnahmen für Arbeiten mit gentechnisch veränderten oder pathogenen Organismen. Eine weitere Aufgabe ist die Information der Öffentlichkeit über wichtige Erkenntnisse im Bereich der Biosicherheit. Mit ihrem Jahresbericht informiert die EFBS den Bundesrat und die Öffentlichkeit über ihre Tätigkeit.
Die Kontaktstelle Biotechnologie des Bundes ist die Ein- und Ausgangspforte für alle Meldungen und Bewilligungsgesuche nach der Einschliessungsverordnung (ESV) und der Verordnung über den Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor Gefährdung durch Mikroorganismen (SAMV). Diese Melde- Bewilligungspflichten gelten für Institute, Firmen und Organisationen, die Tätigkeiten mit gentechnisch veränderten oder pathogenen Organismen in geschlossenen Systemen ausführen.

eHealth
Unter eHealth wird der integrierte Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) zur Gestaltung, Unterstützung und Vernetzung aller Prozesse und Akteure im Gesundheitswesen verstanden. Seit 2009 ist die nationale "Strategie eHealth Schweiz" des Bundesrates vom Juni 2007 in der Umsetzung. Der Strategieentwurf wurde im Rahmen eines gemeinsamen Projektes des Bundesamtes für Gesundheit, des Bundesamtes für Kommunikation sowie der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren erarbeitet. Die Strategie will den Zugang zu einem bezüglich Qualität, Effizienz und Sicherheit hoch stehenden und kostengünstigen Gesundheitswesen gewährleisten. Kernelemente sind einerseits der schrittweise Aufbau eines elektronischen Patientendossiers und andererseits ein Gesundheitsportal mit qualitätsgesicherten Online-Informationen und Zugang zum eigenen Patientendossier bis 2015.

Eiweiss
Deutsche Bezeichnung für Proteine. Proteine (griech. Protos = das Erste, das Wichtigste) gehören zu den wichtigsten Grundbausteinen aller tierischen und pflanzlichen Zellen. Ohne sie wäre kein Leben möglich, da nur Proteine Zellen aufbauen und Gewebe reparieren können. Als Enzyme und als Hormone regeln sie den gesamten Stoffwechsel, als kontraktile Elemente (Muskelfasern) ermöglichen sie Bewegungsvorgänge. Auch die Abwehrkörper des Immunsystems und bestimmte Transportproteine im Blut bestehen aus Eiweißen. Proteine sind z.B. das Eiweiss im Ei, (daher der deutsche Name), der Hauptanteil der Festmasse des Fleisches, Seide, der Blutfarbstoff Hämoglobin, das Hormon Insulin, das Verdauungsenzym Pepsin und viele andere mehr.
Die Proteine sind durch zwanzig verschiedene Aminosäuren aufgebaut. Man kann sich die Proteine als Perlenketten aus zwanzig verschiedenfarbigen Perlen vorstellen. Sehr kleine Proteine haben z.B. nur drei Perlen, sehr große können aus mehreren 1000 Perlen bestehen. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Reihenfolge, in der die 20 verschiedenen Perlen auf der Kette aufgezogen sind. Denn von dieser Reihenfolge hängt die räumliche Eigenschaft der "Perlenkette" ab: ob sie ganz einfach eine Kette bleibt, ob sie sich verdreht und "aufdrillt" oder ob sie ein Knäuel mit einem inneren Hohlraum bildet, wird bestimmt durch die miteinander in Wechselwirkung tretenden Perlen. Die Folge der Perlen bestimmt also die Form des Proteins und ist damit entscheidend für seine biologische Funktion.

Embryo
In der Zoologie (Tierkunde) und Anthropologie (Menschenkunde) der sich aus der befruchteten Eizelle entwickelnde Organismus vom Beginn der ersten Phase der Keimentwicklung  bis zum Zeitpunkt der Geburt. Beim Menschen und bei Säugetieren versteht man darunter das Stadium zwischen der befruchteten Eizelle und dem Abschluss der Organentwicklung (beim Menschen ist dies ca. am Ende des dritten Schwangerschaftsmonats). Nach diesem Zeitpunkt heisst die Leibesfrucht Fötus oder Fetus.

Embryonale Stammzellen
Embryonale Stammzellen (ES-Zellen) werden aus wenigen Tagen alten Embryonen gewonnen, sie stammen aus dem Inneren der Blastozyste, welche sich ca. am 5. Tag nach der Befruchtung bildet. Bei der Entnahme der Stammzellen werden die Embryonen zerstört und können sich nicht weiter entwickeln. Solche Zellen sind pluripotent. Aus pluripotenten Stammzellen können noch praktisch alle Zelltypen eines Organismus entstehen, nicht mehr aber ein ganzer Organismus.

Enzyme
"Arbeits-Proteine", welche die Stoffwechselvorgänge (z.B. die Verdauung) in einem Organismus ermöglichen. Sie sind -wissenschaftlich ausgedrückt- die Katalysatoren von biochemischen Reaktionen. Da die Enzyme sehr gut erforscht wurden, kann die Forschung heute viele Reaktionen, die normalerweise im Zellinneren stattfinden, mithilfe der aus Mikroorganismen und Pflanzen gewonnenen Enzyme auch im Labor nachvollziehen. Bis heute sind mehrere tausend Enzyme beschrieben. Die Forschung an Enzymen hat sowohl für die Biotechnologie (Herstellung von bestimmten Vitaminen) wie auch in der Medizin Bedeutung. Viele Stoffwechselstörungen des Menschen beruhen auf genetisch bedingten und somit erblichem Funktionsausfall gewisser Enzyme, der gegebenenfalls zur Blockierung einer ganzen Stoffwechselkette führen kann. Die medizinische Anwendung von Enzymen hat in den letzten Jahren dank der Gentechnologie erheblich zugenommen. Sie ermöglicht eine Synthese zahlreicher menschlicher Enzyme durch Mikroorganismen. Gentechnisch hergestellte Enzyme, die für den Abbau von Fett- und Eiweissresten sorgen, sind auch in modernen Waschmitteln enthalten und in der Schweiz seit Jahren auf dem Markt.

Erbinformation
Begriff für den genetischen Bauplan eines Lebewesens. Man versteht darunter die auf der DNS enthaltene Information. Im Zusammenspiel mit der zellulären Maschinerie bedeutet die Erbinformation das genetische Programm, das die Embryonalentwicklung, die Lebensvorgänge und auch den Tod einer Zelle steuert.

Erbkrankheiten
Krankheiten, deren Ursache in einer Mutation in einem Gen liegt. Ist diese Mutation in der Keimbahn, also in den Eizellen, bzw. Samenzellen vorhanden, wird sie auf folgende Generation weitervererbt. Beispiele sind u.a. Hämophilie und Cystische Fibrose.

Erschöpfung im Patentrecht
Die Erschöpfung im Patentrecht bezeichnet die geographische Ausdehnung des Patentschutzes. Nationale Erschöpfung bedeutet, dass sich die Schutzrechte eines Produktes in demjenigen Land erschöpfen, in dem es in Verkehr gebracht wird, womit Parallelimporte verboten sind. Mit der regionalen Erschöpfung können patentgeschützte Güter innerhalb eines festgelegten Wirtschaftsraums frei gehandelt werden, womit Parallelimporte innerhalb dieses Raumes erlaubt sind. Die internationale Erschöpfung bezeichnet die weltweite Freigabe von Parallelimporten.

Interpharma, Verband der forschenden pharmazeutischen Firmen der Schweiz, Petersgraben 35, 4003 Basel