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Deklaration von Helsinki Diabetes Diabetes Typ 1 Diabetes Typ 2 Diagnostik Disease Management DNA DNS Doppelhelix Down-Syndrom DRG Drug design
Deklaration von Helsinki Die Deklaration von Helsinki ist eine Erklärung zu den ethischen Grundsätzen über die medizinische Forschung am Menschen, einschliesslich der Forschung an identifizierbarem menschlichem Material oder identifizierbaren Daten. Der erste Entwurf wurde 1964 vom Weltärztebund verabschiedet. Revisionen der Deklaration erfolgten 1975 in Tokio, 1983 in Venedig, 1989 in Hongkong, 1996 in Somerset West und 2000 in Edinburgh.
Diabetes Unter Diabetes wird meistens die sogenannte Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) verstanden. Dabei handelt es sich um eine chronische Stoffwechselkrankheit, die zu erhöhtem Blutzucker führt. Bei Diabetes kommt es durch die unzureichende Produktion des Hormons Insulin in der Bauchspeicheldrüse oder mangelnder Insulinwirksamkeit zu einer Störung des Kohlenhydrat-, aber auch des Fett- und Eiweissstoffwechsels. Die Anzahl der Diabeteserkrankungen nimmt ständig zu. In der Schweiz leiden rund 300'000 Menschen an Diabetes. Beim Typ-1-Diabetes zerstört das körpereigene Immunsystem die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse. Etwa zehn Prozent aller Diabetiker leiden unter dieser Form. Beim Typ-2-Diabetes (früher Altersdiabetes) produziert der Körper zwar genug Insulin, aber die Zellen des Muskel- und Fettgewebes können das Hormon nicht mehr richtig aufnehmen. Wer heute an Diabetes erkrankt, hat wirkungsvolle Behandlungsmöglichkeiten. Die Verbesserung der Insulinpräparate ist ein ständiges Ziel der Forschung. Gesucht wird vor allem nach Insulinen, deren Wirkung langsam eintritt und konstant über einen möglichst langen Zeitraum anhält. Zu diesem Zweck werden die Insulinmoleküle gentechnisch verändert. Heute stehen Patienten bereits eine Vielzahl von Insulin-Varianten zur individuellen Therapie zur Verfügung. Dadurch können viele Folgekrankheiten und hohe Kosten vermieden werden.
Diabetes Typ 1 Der Typ-1-Diabetes wird oft auch juveniler oder jugendlicher Diabetes genannt, da er vorwiegend vor dem 30. Lebensjahr auftritt. Einen Typ-1-Diabetes kann man aber durchaus auch in späteren Jahren entwickeln. Dieser Diabetestyp entsteht als Folge einer Auto-Immunkrankheit, bei der Antikörper im Blut die Insulin bildenden Zellen zerstören, sodass ein Insulinmangel entsteht. Bei diesem Diabetestyp muss von der Diagnose an Insulin gespritzt werden.
Diabetes Typ 2 Der Typ-2-Diabetes wurde früher oft als "Altersdiabetes" bezeichnet, da er häufig nach dem 40. Lebensjahr auftritt. Ebenso wie der Typ-1-Diabetes kann auch der Typ-2-Diabetes aber in jedem Alter auftreten. Bei dieser Diabetesform kann die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) zwar noch Insulin bilden, aber dessen Wirksamkeit an den Insulinrezeptoren der Zellmembranen ist vermindert. Der Transport von Blutzucker in die Gewebezellen kann deshalb nicht mehr rasch und ergiebig genug vonstatten gehen.
Diagnostik Fähigkeit und Lehre, Krankheiten zu erkennen. Moderne Methoden ermöglichen eine immer feinere Analyse und somit eine verbesserte Therapie. Vor allem die Möglichkeiten der Gendiagnostik erlauben Krankheiten auf molekularer Ebene zu erkennen.
Disease Management Disease Management bezeichnet integrierte Behandlungsprogramme für chronisch kranke Menschen, die unter Einbezug von Prävention, Diagnostik, Therapie, Rehabilitation und Spitex mit einer aufeinander abgestimmten und kontinuierlichen Betreuung die Behandlung bestimmter, kostenintensiver Erkrankungen über den gesamten Verlauf steuern.
DNA DNA bezeichnet den chemischen Aufbau der Erbinformation. Die Bausteine der DNA (englische Bezeichnung für Desoxyribonukleinsäure (Desoxyribonucleicacid), sind die so genannten Nukleotide, die sich aus jeweils einem Zucker (Desoxyribose), einem Phosphat und einer Base zusammensetzen. Diese Bausteine verbinden sich zu einem Molekül aus zwei Nukleotidsträngen, welches die Form der berühmten Doppelhelix hat.
DNS Desoxyribonukleinsäure ist Träger der Erbinformation. Sie stellt die chemische Substanz der Gene dar und besitzt, mithilfe gewisser Enzyme, die Fähigkeit zur identischen Verdoppelung. DNS findet sich in DNS-Viren, in Bakterien und in den Zellen aller Einzeller, Pflanzen, Tiere und des Menschen. Die Grundbausteine sind Adenin, Thymin, Guanin und Cytosin. Die lineare Reihenfolge dieser Bausteine nennt man die DNS-Sequenz.
Doppelhelix Räumliche Anordnung der DNS. Die DNS liegt als Doppelstrang vor. Man kann sich dieses Gebilde am besten als doppelte, in sich gewundene Leiter vorstellen. In dieser Struktur stehen sich in den jeweiligen DNS-Strängen stets Adenin und Thymin sowie Guanin und Cytosin gegenüber. Man nennt dies die Basenpaarung.Die Entdeckung der Doppel-Helix-Struktur der Erbsubstanz DNA hat James Watson zusammen mit seinem Kollegen Francis Crick 1962 den Medizin-Nobelpreis eingebracht. Am 28. Februar 1953 bastelten Watson und Crick am Cavendish Laboratory (Medical Research Council Unit für die Erforschung der Molekularstruktur biologischer Systeme) in Cambridge (Großbritannien) das erste Modell der Doppel-Helix aus Draht und Karton zusammen.Am 25. April 1953 schrieben sie in ihrer berühmt gewordenen Veröffentlichung in "Nature", die nicht mehr als rund 900 Worte lang war: "Wir wollen eine Struktur für das Salz der Desoxyribose-Nukleinsäure (D.N.A) vorschlagen. Diese Struktur besitzt neue Merkmale, die von erheblichem biologischen Interesse sind. (...) Diese Struktur hat zwei helikale Ketten, die beide um dieselbe Achse gedreht sind ..."
Down-Syndrom Störung der Embryonalentwicklung, hervorgerufen durch eine Fehlverteilung des Chromosoms Nr. 21. Diese Krankheit wird auch Trisomie 21 genannt, weil das Chromosom 21 dreimal, anstatt nur zweimal, in jeder Körperzelle vorhanden ist. Das Down-Syndrom ist mit 1 auf 650 Geburten die häufigste durch eine Chromosomenstörung verursachte Erkrankung. Das charakteristische äußere Erscheinungsbild hat der Krankheit im Volksmund den Namen Mongolismus eingebracht. Menschen mit Down-Syndrom leiden unter einer Verzögerung der motorischen Entwicklung, einer sehr variabel ausgeprägten Intelligenzminderung, häufig aber auch unter Herzfehlern, Fehlbildungen im Magen-Darm-Trakt, Seh- und Hörstörungen oder auch Leukämie. Das Down-Syndrom kann durch genetische Untersuchung des Fruchtwassers in den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft nachgewiesen werden (Pränatale Diagnostik). Der Nachweis von Chromosomen-Anomalien erfolgt ohne gentechnische Methoden.
DRG "Diagnosis Related Groups" (DRG) bezeichnet diagnosebezogene Fallgruppen. Mit den vom Parlament in der Wintersession 2007 beschlossenen Änderungen des Krankenversicherungsgesetzes im Spitalbereich werden Schweizer Spitäler künftig verpflichtet, nach kostengerechten, leistungsbezogenen und von der Verweildauer im Spital unabhängigen Fallpauschalen abzurechnen. Für die Erarbeitung der neuen Tarifstruktur bis 2012 ist die Swiss DRG AG zuständig. Per 2009 soll ein Teil der Spitäler bereits über SwissDRG abrechnen. Die flächendeckende Einführung der Fallpauschalen inkl. Investitionskosten erfolgt auf den 31. Dezember 2011.
Drug design Entwicklung von "massgeschneiderten" Medikamenten, die aufgrund der Erkenntnisse im molekularen Bereich und oft mit Hilfe von Computersimulation hergestellt werden. Ein Beispiel sind bestimmte Proteasehemmer, die gegen AIDS eingesetzt werden.
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