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CBD
Chimäre
Cholesterinspiegel
Chromosomen
Chromosomen, künstliche
Chromosomenstörungen
Chronische Krankheiten
Compliance
Creutzfeldt-Jacob-Krankheit
Cystische Fibrose

 

CBD
Die Biodiversitäts-Konvention (offiziell "Übereinkommen über die biologische Vielfalt", englisch "Convention on Biological Diversity" CBD) ist ein auf der UNCED-Konferenz 1992 ausgehandeltes internationales Umwelt-Vertragswerk zum Schutz der biologischen Vielfalt, zur nachhaltigen Nutzung ihrer Bestandteile und zur Zugangsregelung und dem gerechten Ausgleich von Vorteilen, die aus der Nutzung genetischer Ressourcen entstanden sind. Seit 1992 sind dem Übereinkommen 190 Staaten und die EU beigetreten. Eine der Hauptfragen bezüglich der Konvention dreht sich um das sogenannte "Access and Benefit Sharing" (ABS), d.h. den Zugriff auf und den Vorteilsausgleich für die Nutzung von genetischen Ressourcen. Forschungsinstitute und die forschende Industrie sind am Zugang zu genetischen Ressourcen interessiert, während das jeweilige Land, in dem sich das biologische Material befindet, Ausgleichszahlungen für die Nutzung fordert.

Chimäre
Genetisch: Individuum, das aus genetisch verschiedenen Geweben zusammengesetzt ist. Ein Beispiel wäre die Schiege, ein Tier, bei dem man die früh embryonalen Zellen (vor der so genannten Determination) von Schaf und Ziege miteinander im Reagenzglas vereinigt hat. Eine solche Vereinigung findet auf natürlichem Wege nicht statt. Gentechnisch: z.B. Gen-Chimäre: ein Gen, das zwei oder mehrere Gensequenzen verschiedener Herkunft in sich vereinigt.

Cholesterinspiegel
Cholesterin ist eine fettähnliche Substanz, die im menschlichen Körper zahlreiche wichtige Funktionen erfüllt. Cholesterin ist Bestandteil der Zellwände und Ausgangssubstanz verschiedener Hormone; es wird überdies für die Herstellung der verdauungsfördernden Gallensäure benötigt. Der Körper produziert Cholesterin zum grössten Teil selbst, vor allem in der Leber. Cholesterin wird aber zusätzlich über die Nahrung zugeführt. Überschüssiges Cholesterin kann nun der Körper nicht ohne weiteres ausscheiden. Es wird in den Arterienwänden eingelagert und fördert massgeblich die Arteriosklerose, die zu einer allmählichen Verengung der Gefässwände führt. Ein erhöhter Cholesterinspiegel gehört deshalb zu den Hauptrisikofaktoren für die Entstehung der koronaren Herzkrankheit, Angina pectoris (Herzinfarkt), des Hirnschlags und der arteriellen Verschlusskrankheiten der Beine.

Chromosomen
Die Chromosomen sind Strukturformen aus DNS und Proteinen, die die Erbinformation eines Lebewesens beinhalten. Sie enthalten u.a. die Information zum Aufbau von Proteinen. Die Gesamtheit aller Chromosomen eines Individuums nennt man den Chromosomensatz. Jede Zelle eines höheren Organismus mit einem Zellkern ist mit dem gesamten Chromosomensatz ausgestattet. Der Chromosomensatz des Menschen beträgt in den Körperzellen 2 mal 23 Chromosomen. Die Geschlechtszellen (Eizellen und Spermien) enthalten jeweils nur einen einfachen Chromosomensatz.

Chromosomen, künstliche
Künstliche Chromosomen sind im Prinzip grosse Plasmide, die wesentliche Elemente aufweisen, die ein Chromosom aufweisen muss, um bei der Zellteilung identisch vermehrt und an die neu entstehende Tochterzelle weitergegeben wird. Ein künstliches Chromosom muss einen Startpunkt für die Replikation (identische Verdopplung der DNS), ein Centromer (Mittelpunkt eines Chromosoms, bildet den Ansatz für die Spindelfasern, die für die Zellteilung von Bedeutung sind) und ein Telomer (Endpunkt eines Chromosoms, spielen eine wichtige Rolle bei der Replikation) enthalten. Die gebräuchlichsten künstlichen Chromosomen sind Hefe-Chromosomen, die Yacs (Yeast artificial chromosom) genannt werden. Der Vorteil der YACs liegt in ihrer grossen Aufnahmefähigkeit für DNS, die bei einem gentechnischen Experiment transportiert werden soll.

Chromosomenstörungen
Eine Änderung der normalen Zahl an Chromosomen (Genom Mutation) oder der Struktur einzelner Chromosomen (Chromosomen Mutation). Chromosomenstörungen sind beim Menschen meist mit schwerwiegenden Krankheitsbildern verbunden. Die Chromosomen sind die Träger der Erbanlagen. Bei jeder Befruchtung setzen sich die Chromosomen  vom Vater und der Mutter neu zusammen. Dabei kann es zu Fehlverteilungen kommen. Die bekannteste ist die Trisomie 21 (Mongolismus).

Chronische Krankheiten
Als chronische Krankheiten werden lang anhaltende körperliche Beeinträchtigungen mit einem (in der Regel) langsam fortschreitenden Krankheitsverlauf bezeichnet. Beispiele dafür sind etwa Diabetes, verschiedene Herzerkrankungen oder Arthritis.

Compliance
In der Pharmazie wird Compliance mit Therapietreue übersetzt. Sie bezeichnet das Verhalten von Patientinnen und Patienten im Rahmen der Therapie und der Einnahme von Medikamenten. Besonders wichtig ist die Compliance bei chronisch Kranken.

Creutzfeldt-Jacob-Krankheit
Die Creutzfeldt-Jakob Erkrankung, CJD, wurde erstmals 1920 beschrieben. Sie ist die häufigste Prionenerkrankung beim Menschen. Es treten pro Jahr ca. ein neuer Fall pro Million Einwohner auf. Die klinischen Symptome umfassen Gedächtnis- und Bewegungsstörungen. Die Krankheit tritt meist in der zweiten Lebenshälfte auf. Der grösste Teil der CJD Fälle sind sogenannte "sporadische" Fälle, in denen die Entstehungsgeschichte unklar ist. In ca. 10-15% der Fälle handelt es sich um eine Erbkrankheit, die auf Mutationen in dem für das Prionprotein codierenden Gen zurückzuführen sind. In seltenen Fällen kam es auch zu medizinisch bedingten CJD Fällen, die zum Beispiel durch Verabreichung von CJD-verseuchten Präparaten von Wachstumshormonen oder durch ungenügend gereinigtes Operationsbesteck verursacht wurden. 1996 wurde erstmals eine neue Variante der obigen klassischen Form der Creutzfeldt-Jakob Erkrankung beschrieben, die vor allem bei jüngeren Menschen auftritt. Diese Krankheitsvariante, auch vCJD genannt, wird auf eine Infektion mit BSE zurückgeführt. Noch heute bestehen für menschliche Prionenkrankheiten keine Tests, keine Behandlungs- und keine Vorbeugungsverfahren. Erst die Aufklärung der dreidimensionalen Struktur des menschlichen Prionproteins ermöglichte Vergleiche mit Prionen von Tieren. Gelungen ist diese Strukturaufklärung einem Forschungsteam um Professor Kurt Wüthrich vom Institut für Molekularbiologie und Biophysik der ETH Zürich. Für seiner Entwicklung der magnetischen Kernresonanz-Spektroskopie zur Bestimmung der dreidimensionalen Struktur biologischer Makromoleküle hat er 2002 den Nobelpreis erhalten. Wüthrich geht davon aus, dass mit dem Vergleich von Prionvarianten auch die postulierte Übertragbarkeit zwischen Tier und Mensch besser verstanden werden kann.

Cystische Fibrose
Cystische Fibrose oder Mukoviszidose ist eine Erbkrankheit, bei der vor allem die Lungen und die Bronchien, die Bauchspeicheldrüse sowie die Schweissdrüsen betroffen sind. Die Erkrankten erreichen meist nur ein Alter von dreissig bis vierzig Jahren. Mit Methoden der Gentechnologie konnte die Ursache für das Leiden genau festgestellt werden. Es handelt sich um ein defektes Gen auf Chromosom 7. Dadurch entsteht ein fehlerhaftes Protein, das die Feuchtigkeitszufuhr bei der Schleimabsonderung im ausscheidenden Drüsengewebe nicht mehr korrekt regulieren kann. Durch den Mangel an Flüssigkeit entsteht der zähe Schleim. An einer Korrektur des defekten Gens durch Gentherapie wird gearbeitet. Ein gentechnisches hergestelltes Medikament kann zur Verflüssigung des zähen Schleims dienen.

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