Bis ein Medikament auf den Markt kommt, vergehen im Schnitt 8 bis 12 Jahre. In einer erste Phase wird ein möglicher Wirkstoff, eine so genannte "new chemical entity", gesucht und dessen Effekt überprüft. In der Entwicklungsphase, die fast 9 Jahre dauert, werden verschiedene Präparate mit diesem Wirkstoff hergestellt und getestet. Nach 9 Jahren liegt möglicherweise ein erfolgreiches Präparat vor, das alle notwendigen Prüfungen bestanden hat. Die anschliessende Einführungsphase dauert etwa ein Jahr. Erst nach dieser letzten intensiven Prüfungsphase des Medikamentes kann mit dem Verkauf des neuen Arzneimittels begonnen werden. Trotz dieser langen Entwicklungszeit weisen die Pharma-Firmen in der Schweiz Erfolge bei der Entwicklung neuer wichtiger Medikamente auf.
Der Aufwand für die Entwicklung neuer Medikamente ist in den letzten Jahren stetig gestiegen, allem aufgrund der hohen gesetzlichen Anforderungen an die Qualitätssicherung. Etwa eine Milliarde Franken kostet allein die Erforschung und Entwicklung eines einzigen neuen Arzneimittels. Dieser grosse Aufwand muss durch den Medikamentenverkauf wieder eingespielt werden. Ausserdem sind grosse Durchbrüche in der Pharmaforschung die Ausnahme. Von 10 000 Substanzen, die in den Labors untersucht und geprüft werden, gelangen 10 Substanzen in die Phase der klinischen Versuche. Davon besteht nur gerade eine Substanz alle klinischen Tests und kommt später als Medikament in den Handel.
Weiter zur Gesetzgebung in der Schweiz