Die Wachstumsschwäche ist seit Jahren ein zentrales Thema wirtschaftspolitischer Diskussionen in der Schweiz. Ein stärkeres Wirtschaftswachstum wird als entscheidend angesehen, um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen und die Sozialwerke in Zukunft zu sichern. Innovationen und damit verbundene Steigerungen der Produktivität sind ein wichtiger Motor für das Wirtschaftswachstum. Entsprechend hoch ist die Bedeutung einer starken forschenden Pharmaindustrie. Dies zeigt sich auch an den Daten für den Werkplatz Schweiz.
Von 1990 bis 2007 ist die Wertschöpfung der Pharmaindustrie deutlich schneller gewachsen als diejenige der Gesamtwirtschaft. Mit der überdurchschnittlich starken Zunahme der Wertschöpfung seit 2000 wuchs der Anteil der Pharmaindustrie an der Gesamtwirtschaft um über 0.7 Prozent. Auch in den Krisenjahren 2008 und 2009 zeigt die Pharmaindustrie, dass sie eine Schlüsselbranche und ein bedeutender Wachstumsmotor der Schweizer Volkswirtschaft ist. Während die Prognosen für das laufende Jahr einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um über 2 Prozent betragen, vermag sich die Pharmaindustrie diesem Sog zu entziehen und wird auch 2009 ein Wertschöpfungswachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich realisieren können. Im Jahr 2008 hingen insgesamt 119 800 Arbeitsplätze an der Pharmaindustrie. Die Branche weist eine überdurchschnittlich hohe Produktivität auf und ist direkt und indirekt für eine Wertschöpfung von beinahe 27 Mia. Schweizer Franken verantwortlich, was einem Anteil von 5.4 Prozent am nominalen Bruttoinlandsprodukt entspricht. Medikamente erzielten auch eine ausgezeichnete Handelsbilanz: Die Branche hat ihre Exporte seit 1990 fast versiebenfacht und steuert heute über einen Viertel zu den Gesamtexporten der Schweiz bei.