Interpharma

Verband der forschenden pharmazeutischen Firmen der Schweiz
Deutsch Français
Home  ::   Newsletter  ::   Kontakt  ::   Sitemap  ::   Suche
  • Über Interpharma
  • Medien
  • Politik
  • Fakten und Statistiken
  • Forschung
    • Neues aus der Forschung
      • frühere Beiträge
    • Patienten erzählen
    • Fachleute berichten
    • Medikamentenentwicklung
    • Medikamentenfälschungen
    • Klinische Studien
    • Dossier Gesundheit
    • TV-Spot
  • Service
  • Biotech Lerncenter
Home > Forschung > Neues aus der Forschung

Neues aus der Forschung

Seite drucken

Etwas Hoffnung im Kampf gegen Hautkrebs

In der Schweiz erkranken jedes Jahr etwa 15 000 Menschen an einem Hautkrebs und es werden immer mehr. Bei der Behandlung von Hautkrebs konnten in den vergangenen 30 Jahren nur wenige Fortschritte erreicht werden, Hautkrebs gehört zu den am schwierigsten zu behandelnden Krebsarten. Insbesondere bei Patienten im fortgeschrittenen Stadium - wenn der Krebs Ableger in anderen Organen gebildet hat - sind die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung eher gering.

Schützt vor Hautkrebs: Sonnencrème und Hut

Am diesjährigen grossen Treffen der Krebsmediziner in Chicago (Asco) wurden jedoch Daten präsentiert, die aufhorchen lassen: Der Wirkstoff mit der Bezeichnung Ipilimumab verbesserte die Überlebenschancen schwerkranker Melanom-Patienten, bei denen die herkömmlichen Behandlungen versagt hatten, von durchschnittlich 6,4 Monaten auf 10 Monate. Nach zwei Jahren waren 23 Prozent der Patienten, die den Wirkstoff erhalten hatten, am Leben - im Vergleich zu 14 Prozent in der Kontrollgruppe.

Der Mediziner Steven O'Day, der die Daten der klinischen Studie präsentierte, bezeichnete diesen Fortschritt als «historisch». Allerdings gibt es noch einige offene Fragen, zum Beispiel zur idealen Dosis und zu möglichen Nebenwirkungen. Der Antrag zur Zulassung des Medikaments wird derzeit vorbereitet.

Quelle: New England Journal of Medicine 10.1056/NEJMoa1003466

Erste Impfung gegen Prostata-Krebs zugelassen


Nach einigen Rückschlägen bei der Entwicklung von Impfstoffen gegen Krebs nun eine gute Nachricht aus den USA: Die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA hat Ende April einen Impfstoff gegen Prostata-Krebs zugelassen. In einer Studie mit 512 Patienten erhöhte die Impfung die durchschnittliche Lebenserwartung der Patienten von 22 auf 26 Monate. Die Nachricht ist insofern bemerkenswert, da es sich um den ersten therapeutischen Krebsimpfstoff handelt. Bislang sind Impfstoffe auf dem Markt, welche die Entstehung von Krebs verhindern können, sogenannte präventive Wirkstoffe, wie etwa die Impfstoffe gegen den HP-Virus, der Gebärmutterhalskrebs auslöst.

Strahlenbehandlung bei Prostata-Krebs

Der neue Impfstoff wirkt jedoch anders: Er wird bei Patienten eingesetzt, die bereits an Prostata erkrankt sind. Der Impfstoff aktiviert das Immunsystem des Patienten, das dann stärker als zuvor gegen die Tumorzellen vorgeht.

Die neue Immuntherapie könnte vor allem Patienten zugute kommen, bei denen der Tumor entfernt wurde oder bei solchen, bei denen der Krebs noch nicht oder nicht mehr aktiv ist. Um herauszufinden, bei welchen Patienten der Impfstoff am besten wirkt, werden nun weitere Studien durchgeführt.

Quelle: www.fda.gov/NewsEvents/Newsroom/PressAnnouncements/ucm210174.htm

Interpharma, Verband der forschenden pharmazeutischen Firmen der Schweiz, Petersgraben 35, 4003 Basel