In der Schweiz erkranken jedes Jahr etwa 15 000 Menschen an einem Hautkrebs und es werden immer mehr. Bei der Behandlung von Hautkrebs konnten in den vergangenen 30 Jahren nur wenige Fortschritte erreicht werden, Hautkrebs gehört zu den am schwierigsten zu behandelnden Krebsarten. Insbesondere bei Patienten im fortgeschrittenen Stadium - wenn der Krebs Ableger in anderen Organen gebildet hat - sind die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung eher gering.

Am diesjährigen grossen Treffen der Krebsmediziner in Chicago (Asco) wurden jedoch Daten präsentiert, die aufhorchen lassen: Der Wirkstoff mit der Bezeichnung Ipilimumab verbesserte die Überlebenschancen schwerkranker Melanom-Patienten, bei denen die herkömmlichen Behandlungen versagt hatten, von durchschnittlich 6,4 Monaten auf 10 Monate. Nach zwei Jahren waren 23 Prozent der Patienten, die den Wirkstoff erhalten hatten, am Leben - im Vergleich zu 14 Prozent in der Kontrollgruppe.

Der neue Impfstoff wirkt jedoch anders: Er wird bei Patienten eingesetzt, die bereits an Prostata erkrankt sind. Der Impfstoff aktiviert das Immunsystem des Patienten, das dann stärker als zuvor gegen die Tumorzellen vorgeht.
Die neue Immuntherapie könnte vor allem Patienten zugute kommen, bei denen der Tumor entfernt wurde oder bei solchen, bei denen der Krebs noch nicht oder nicht mehr aktiv ist. Um herauszufinden, bei welchen Patienten der Impfstoff am besten wirkt, werden nun weitere Studien durchgeführt.
Quelle: www.fda.gov/NewsEvents/Newsroom/PressAnnouncements/ucm210174.htm