Kassenpflicht auch bei seltenen Krankheiten
Die Übernahme von Kosten für seltene Krankheiten gehört für die Stimmberechtigten in den Verantwortungsbereich der Krankenkassen. Über den Einsatz entschieden werden soll nach medizinischen Überlegungen, welche die Lebensqualität der Patienten/-innen berücksichtigen, nicht aber die Kosten. Befürwortet wird aber eine Beurteilung im Einzelfall, im Idealfall durch die Ärztinnen und Ärzte sowie die Patientinnen und Patienten.
Belohnen statt bestrafen bei Managed Care
Die Meinungen zu Managed Care haben sich im Jahresvergleich kaum entwickelt. Die Versicherten sollen mit Qualitätsverbesserung für die integrierte Versorgung gewonnen und nicht mit höheren Selbstbehalten bestraft werden. Differenzierte Tarife sind durchaus denkbar, sollten aber chronisch Kranke nicht bestrafen.
Einheitskasse gewinnt an Boden
Die Einheitskrankenkasse teilt die Stimmberechtigten in eine knappe Mehrheit, welche dagegen ist, und eine 40%-Minderheit von Befürwortern. Vor allem in der Romandie sind die Verhältnisse aber anders, tendenziell gilt dies auch für die Landschaft. Allgemein gilt, dass ältere Bürger/-innen klar für den Status quo sind. Entscheidend für die generelle Akzeptanz ist, ob der heutige Wettbewerb unter den Krankenversicherern für die Stimmberechtigten Vor- oder Nachteile hat.
Eigener Gesundheitszustand wieder besser beurteilt
Die Anzahl der Stimmberechtigten, welche den eigenen Gesundheitszustand positiv einschätzen, nimmt wieder zu. Parallel dazu vermehren sich die Arztbesuche zu Kontroll-, nicht aber zu Behandlungszwecken. Wer den Arzt oder die Ärztin aufsucht, erwartet in der Mehrheit die beste, nicht die günstigste Medizin.
Krankenkassenwechsel ist prämiengetrieben
Die Bindung an den eigenen Krankenversicherer beruht auf Tradition und Leistung. Der Wechsel der Kasse ist prämiengetrieben. Der Wert hierfür nimmt nach einer Umbruchphase nicht mehr zu.
Verwaltungskosten und Demografie als Hauptgrund fürKostensteigerung
Die Verwaltungskosten der Krankenversicherer gelten bevölkerungsseitig neben dem demografischen Wandel als Hauptursache für die Verteuerung des Gesundheitswesens.
Trend Richtung Verzicht bei Kostenreduktion
Könnte man die eigenen Gesundheitskosten nachhaltig beeinflussen, wäre man mehrheitlich bereit, auf die Therapiefreiheit zu verzichten. Unsicher sind die Mehrheiten bei einem Verzicht auf Freiheit bei Arzt- und/oder Spitalwahl. Der Trend geht aber Richtung Verzicht bei Kostenreduktion.
KVG weiterhin akzeptiert
Das KVG wird mehrheitlich positiv beurteilt. Das gilt über alle Parteigrenzen hinweg. Stärker unzufrieden als der Durchschnitt sind jedoch junge Menschen und Landbewohner/-innen.
Qualität - der zentrale Wert im Schweizer Gesundheitswesen
Die Qualität ist und bleibt der zentrale Wert des Gesundheitswesens in der Schweiz. Sie ist auch für eine klare Mehrheit erfüllt. Zum Abbau der Leistungsabdeckung in der Grundversicherung gibt es eine wachsende Ablehnung. In Aufweichung ist die Ablehnung von Einschränkungen der Wahlfreiheit.
Kostensteigerung erwartet - Bund ist gefordert
Allgemein rechnet man mit weiteren Kostensteigerungen im Gesundheitswesen, die sich auf die eigenen Prämien auswirken werden. Bei der Kostendämpfung gefordert sind der Bund und die Versicherer, kaum jedoch die Kantone.
Kompetenz: Ärzte, Apotheker und Pharma Spitzenreiter
Die Ärztinnen und Ärzte gelten weitgehend unverändert als kompetenteste Akteure im Gesundheitswesen, bedrängt werden sie von den Apotheken und der Pharmabranche. Die eigene Beurteilungskraft im Gesundheitswesen bleibt dagegen zurück, sodass vieles an Dritte delegiert wird.
Pharmaforschung als Beitrag zur Lebensqualität
Die Pharmabranche gilt als wichtiger ökonomischer Akteur, der via Forschung seinen Beitrag zur Lebensqualität in der Schweiz leistet. Entsprechend steht man auch der Krebsforschung mehrheitlich positiv gegenüber.