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Seltene Krankheiten

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Seltene Krankheiten mit hohen Kosten sind zum öffentlichen Thema geworden. Die Stimmberechtigten reagieren hier grossmehrheitlich gleich. Sie betrachten die Übernahme der Auslagen zu 83 Prozent als Aufgabe der Krankenversicherer. Damit drücken sie eine andere Haltung aus, als sie im jüngsten Bundesgerichtsentscheid zum Ausdruck gekommen ist. (Grafik 1)

Aussagen zur Behandlung seltener Krankheiten

Quelle: gfs.bern, Gesundheitsmonitor 2011 (N = 1200)

Klare Mehrheiten wünschen sich
- eine Entscheidung, die primär von medizinischen Überlegungen geleitet wird (91% sehr oder eher einverstanden),
- eine Entscheidung, die auch die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten berücksichtigt (91%), sowie
- eine Entscheidung von Fall zu Fall (89%).

Uneinheitlich fallen die Antworten aus, wenn auch die Überlebenschancen miteinbezogen werden sollen. Die Hälfte ist damit sehr oder eher einverstanden, ein Drittel ist es eher oder gar nicht. Einen Sechstel überfordert diese Fragestellung. Polarisiert sind die Antworten auch, wenn man sich nach dem Alter als Kriterium der Anwendung erkundigt.

Klarer ist die Meinungsbildung, wenn man auf den Kosten insistiert. 68 Prozent lehnen einen Verzicht auf eine Behandlung aus Kostengründen mehr oder minder prinzipiell ab. 61 Prozent sind dagegen, dass die Höhe der Kosten als Zusatzkriterium aufgenommen wird.

Die Entscheidungen sollten nach Auffassung der Stimmberechtigten von Ärzten/-innen und Patienten/-innen getroffen werden, im optimalen Fall gemeinsam (87% dafür). Polarisiert sind die Meinungen, wenn man Krankenkassen ins Spiel bringt, aber auch bei unabhängigen Experten/-innen oder einer Kommission aller Beteiligten. Abgelehnt wird, dass die Spitalleitungen, Gesundheitsbehörden oder das Bundesgericht hierfür zuständig sein sollen.

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Aussagen zur Behandlung seltener Krankheiten

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