In der Gesamtbilanz wird das KVG unverändert mehrheitlich positiv beurteilt. Die Zustimmung schwankt jedoch seit dem Höhepunkt 2008 in Abhängigkeit der Ereignisse. Aktuell verzeichnen wir einen Wert von 55 Prozent positiven Beurteilungen bei einer negativen Beurteilung, die bei 35 Prozent liegt. (Grafik 8)

Quelle: gfs.bern, Gesundheitsmonitor 2011 (N = jeweils ca. 1200)
Bei allen Parteiwählerschaften ergibt sich eine Zustimmungsmehrheit. In der Romandie sind positive Antworten am seltensten, in der italienischsprachigen Schweiz am häufigsten.
Zudem ist die Zufriedenheit in den grossen Städten höher, was auch bei älteren Menschen vermehrt der Fall ist. Junge Bürger/-innen und Landbewohner/-innen beklagen sich dagegen häufiger.
Letztlich ist man auch mit dem Leistungskatalog in der Grundversicherung einverstanden. Unveränderte 68 Prozent halten diesen auf dem jetzigen Stand für richtig. 20 Prozent möchten ihn generell ausweiten, 5 Prozent ganz allgemein verringern. Die Verhältnisse hier sind seit 2008 stabil. (Grafik 9)

Quelle: gfs.bern, Gesundheitsmonitor 2011 (N = ab 2003 jeweils ca. 1200, vorher ca. 1000)
Mehr Kostenabwälzungen auf Verursacher erwartet man namentlich bei Schäden durch Rauchen und Alkohol. Sehr unsicher sind sich die Befragten, ob das auch bei Übergewicht, Stress und Drogen der Fall sein soll. Abgelehnt wird dies bei Behinderungen, bei Aids und psychischen Beschwerden genauso wie bei den bereits erwähnten seltenen Krankheiten.