Die Einheitskrankenkasse beschäftigt die Politik wiederkehrend. Entsprechend überrascht es nicht, dass 54 Prozent der Stimmberechtigten bekunden, vom Konzept Kenntnis zu haben.
51 Prozent neigen dazu, das System der Krankenkassen auf dem heutigen Stand zu belassen. 40 Prozent sind eher für eine Einheitskasse. (Grafik 3)

Quelle: gfs.bern, gesundheitsmonitor 2011 (N = 1200)
Die wichtigsten Unterscheidungen ergeben sich entlang der Sprachregionen: In der Romandie ist die Zustimmung erhöht. Darüber hinaus wird ein beschränkter Trend Richtung Ja auf dem Land ersichtlich. Generell gilt, dass ältere Bürger/-innen klar für den Status quo sind.
Drei Argumente sprechen aus Sicht der Bürger/-innen für eine Einheitskasse: der Wettbewerb um Junge und Gesunde, die Kosten hierdurch und die Vereinfachung bei einem Systemwechsel. Addiert man voll und eher Einverstandene, schwankt die Zustimmung zwischen 62 und 52 Prozent. Gegen die Einheitskasse kann mehrheitlich vorgebracht werden, dass der Wettbewerb unter den Kassen die Qualität der Angebote sichert. Diese Meinung teilen 65 Prozent der Befragten. Nicht so sicher ist die Zustimmung, wenn man gegen den Staat und gegen die Kosten der Einheitskrankenkasse argumentiert. Es stimmen rund zwei von fünf zu, doch ist ein Viertel unsicher. Die Intransparenz der Geschäfte im Gesundheitswesen kann gegen Krankenkassen generell vorgebracht werden. 57 Prozent der Stimmberechtigten teilen diese Auffassung voll und ganz. (Grafik 4)

Quelle: gfs.bern, gesundheitsmonitor 2011 (N = 1200)
Argumentativ beurteilt wird die generelle Einschätzung heute schon durch die Kritik am Staat als Versicherer und durch vermutlich steigende Kosten. Dafür sprechen die Vereinfachung und die Verhinderung des Rosinenpickens.