85 Prozent der Befragten halten die Pharmabranche für sehr oder ziemlich bedeutend, wenn es um den Einfluss auf die Wirtschaftskraft der Schweiz geht. Sie liegt damit noch vor den Banken an erster Stelle in der Wahrnehmung. Auch im Zeitvergleich handelt es sich um einen Spitzenwert. Einzig 2008 war der Messwert vergleichbar. Damit kann die zentrale Bedeutung der chemisch-pharmazeutischen Branche in unserem Lande ökonomisch begründet werden. (Grafik 16)

Quelle: gfs.bern, Gesundheitsmonitor 2011 (N = ab 2003 jeweils ca. 1200, vorher ca. 1000)
Das spiegelt sich auch in den einzelnen Aussagen wieder. 95 Prozent halten die Pharma für eine wichtige Arbeitgeberin. Für 94 Prozent ist sie ein zentraler Motor der Wirtschaft. Das rechtfertigt für 88 Prozent grosse Gewinne, wenn sie in die Forschung gesteckt werden. Für 74 Prozent hat die Branche einen guten, professionellen Ruf im Ausland. 67 Prozent sehen die Pharma dennoch an der Schweiz interessiert und 62 Prozent halten die Information der Branche und ihrer Firmen für transparent.
Im kurzfristigen Zeitvergleich hat vor allem das wahrgenommene Interesse an der Schweiz zugenommen, während der gute Ruf und die Informationstransparenz leicht geringer geworden sind. (Grafik 17)

Quelle: gfs.bern, Gesundheitsmonitor 2011 (N = ab 2003 jeweils ca. 1200, vorher ca. 1000)
Die hohe legitimierende Wirkung der Forschung für die Pharmabranche leitet sich zunächst aus den Vorteilen für die Qualität des Gesundheitswesens (95%) und die Lebensqualität in der Schweiz ab (91%). Hinzu kommt, dass neue Medikamente im Urteil der Bürger/-innen die Heilung im Bedarfsfall beschleunigen können (85%). Zeitlich gesehen ändert sich daran fast nichts, derweil die Hoffnungen, so auch die Kosten senken zu können, seit 2008 erheblich erodieren (gegenwärtig noch 51%).
Das zeigt sich nicht zuletzt am Beispiel der Krebsforschung. 35 Prozent kritisieren sie als Verteuerung des Gesundheitswesens. 85 Prozent finden aber, sie solle allen Menschen in der Schweiz in gleichem Masse zugänglich sein. Zwar verändern sich die Werte über die Zeit, doch bleiben die Mehrheiten konstant die gleichen.